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Ötlikon

Ötlikon in Würenlos: alte Mühle am Furtbach, bäuerlicher Ortskern und Geschichte der Vereinigung 1900.

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Grosses älteres Haus mit tiefem Dach in Ötlikon
Älteres Haus in Ötlikon, Aufnahme vom März 2013. Foto: Lutz Fischer-Lamprecht · CC BY-SA 4.0.

Ötlikon, in historischen Quellen häufig Oetlikon geschrieben, ist ein bäuerlich geprägter Ortsteil von Würenlos. Die alte Mühle am Furtbach und ältere Häuser bewahren den Massstab des früheren Weilers. Seine politische Selbstständigkeit endete 1900.

Ötlikon auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Baden
Heutige GemeindeWürenlos
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
ZugehörigkeitSeit 1900 Teil von Würenlos
Erste Nennung1040 «Otilingung»
Gewässer und GewerbeFurtbach und alte Mühle

Ein alter Name im Furttal

Ötlikon erscheint 1040 als «Otilingung» und 1243 als «Otlinkon». Im 13. Jahrhundert ist ein kyburgisches Ministerialengeschlecht gleichen Namens bezeugt. Die frühe Namensüberlieferung gehört damit zu einem eigenen lokalen Zusammenhang.

Bis 1798 war der Abt von Wettingen Gerichts- und Grundherr. Kirchlich gehörte der Ort zu Würenlos, das seit der Reformation paritätisch genutzt wurde. Die Klosterherrschaft und die gemeinsame Pfarrei verbanden den Weiler mit dem umliegenden Gebiet.

Eine kleine frühere Gemeinde

1803 wurde Ötlikon eine politische Gemeinde. 1900 ging sie gegen ihren Willen auf Beschluss des Grossen Rats in Würenlos auf. Auch Kempfhof wurde damals eingegliedert. Die Schulgemeinden waren bereits 1896 zusammengeführt worden.

Der Ortsname blieb erhalten. Ötlikon ist heute ein Gemeindeteil und besitzt keine eigene politische Verwaltung. Die Geschichte des Zusammenschlusses erklärt, weshalb mehrere Ortsnamen innerhalb Würenlos nebeneinander bestehen.

Mühle und ältere Häuser

Das HLS nennt eine alte Mühle am Furtbach und einen trotz Siedlungsdrucks bewahrten bäuerlichen Charakter. Die Aufnahme am Müliwiesenweg 4 zeigt einen markanten älteren Bau mit farbigen Fensterläden. Sie dokumentiert das Gebäude, ohne daraus einen heutigen Mühlenbetrieb abzuleiten.

Heller Bau mit blau-gelben Fensterläden am Müliwiesenweg in Ötlikon
Gebäude am Müliwiesenweg 4 in Ötlikon, Aufnahme vom März 2013. Foto: Lutz Fischer-Lamprecht · CC BY-SA 3.0.

Die weitere Dorfaufnahme zeigt ein grosses Haus mit tiefem Dach und Fachwerkteilen. Beide Fotos stammen vom März 2013. Sie verdeutlichen den älteren Siedlungsmassstab im gewachsenen Würenloser Gemeinderaum.

Im gemeinsamen Alltag

Schule und Tagesstrukturen werden in Würenlos organisiert. Die Gemeindeseite erläutert die drei früheren Gemeinden Würenlos, Kempfhof und Ötlikon als Ursprung des heutigen Gemeinwesens.

Der Gemeindeartikel Würenlos beschreibt Einrichtungen und Verkehrsverbindungen des Gesamtortes. Ötlikon ergänzt ihn um die alte Mühle, die Klosterherrschaft und die Geschichte einer gegen ihren Willen aufgehobenen kleinen Gemeinde.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.