Port (BE)
Port bei Nidau: Stauwehr der drei Juraseen, Moosbrüggli und Portmoos. Mit archäologischen Funden, Schulen, Gewerbe und Portissimo-Märit.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Port liegt am Nidau-Büren-Kanal südlich von Nidau und Biel. Sein Stauwehr beeinflusst die Wasserstände aller drei Jurarandseen. Fussbrücken, Gewerbegebiete und Wohnquartiere verbinden die technische Wasserlandschaft mit dem Alltag einer Agglomerationsgemeinde.
Port (BE) im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Biel/Bienne |
| BFS-Nummer | 745 |
| Einwohner | 3976 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 2,46 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Ein Wehr für Bieler-, Neuenburger- und Murtensee
Über das Stauwehr Port werden die Pegel des Bieler-, Neuenburger- und Murtensees sowie der Abfluss in die Aare reguliert. Die Anlage ist damit ein Schlüsselbauwerk der Juragewässerkorrektion. Zur Anlage gehören auch eine Schiffsschleuse und die Strassenverbindung zwischen Brügg und Port.
Seit 1995 wird am Wehr zusätzlich Wasserkraft genutzt. Die Gemeindeinformation zum Stauwehr führt zu zuständigen Stellen und Schleuseninformationen. Eine Schleusung ist ein eigener Betriebsvorgang; Zeiten und erforderliche Anmeldung werden dort geprüft.
Portmoos liegt am anderen Ufer
Der Kanal schnitt durch das frühere Portmoos. Weil der alte Zihllauf die Gemeindegrenze blieb, liegt Portmoos als Teil von Port am linken Kanalufer. Brücken verbinden diesen Bereich mit dem übrigen Ort. Das Moosbrüggli ist ein Fussgängerübergang mit bemalten Geländern.

Redaktioneller Vorschlag: Einen Spaziergang auf den öffentlichen Wegen am Kanal mit einem Brückenübergang verbinden. Dabei wird die Aufteilung des Gemeindegebiets gut sichtbar. Betriebsräume des Wehrs sind von den öffentlich zugänglichen Wegen zu unterscheiden.
Archäologische Funde und ein Helm im Wappen
Im Gebiet Port-Stüdeli wurden Spuren jungsteinzeitlicher Siedlungen untersucht. Aus dem früheren Zihllauf stammen ausserdem bronzezeitliche, keltische und spätere Funde. Der Gewässerraum bewahrt damit Zeugnisse verschiedener Epochen.
Zu den besonderen Stücken gehört eine keltische Schwertklinge mit dem in griechischen Buchstaben ausgeführten Namen Korisios. Der Name dürfte Hersteller oder Besitzer bezeichnet haben. Ein Helm aus den örtlichen archäologischen Funden wurde 1944 zum Motiv des Gemeindewappens.
Port wird 1228 urkundlich genannt und gehörte später zum Herrschaftsgebiet Nidau. Ende des 14. Jahrhunderts kam es an Bern. Landwirtschaft und Fischfang waren die älteren Erwerbsgrundlagen.
Gewerbe und Wohnquartiere am Jensberg
Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Kanal bis zu den Abhängen des Jensbergs. Seit den 1950er-Jahren orientierte sich Port zunehmend nach Biel; Wohnbauten und neue Infrastruktur veränderten das frühere Dorf. Eine diskutierte Eingemeindung nach Biel kam nicht zustande.
In Portmoos und Spärs entstanden Gewerbestandorte, unter anderem für Werkzeug-, Präzisionsmaschinen- und Instrumentenbau. Daneben bleibt Port eine Wohngemeinde im eng verbundenen Siedlungsraum von Nidau und Biel.

Kindergarten und Primarschule im Ort
Die Primarschule Port führt deutschsprachigen Unterricht vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Die Oberstufe wird in Nidau besucht.
Die Tagesschule ergänzt den Unterricht mit Betreuung vor und nach den obligatorischen Schulzeiten. Das Gemeindeangebot steht Kindern ab dem Kindergarten bis zur neunten Klasse offen. Informationen und Unterlagen führt die Tagesschulseite.
Portissimo und Kulturkommission
Die Kulturkommission wurde 2006 gegründet. Sie organisiert und koordiniert Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und den Portissimo-Markt mit örtlichen Vereinen und Kulturschaffenden. Das reformierte Matthäuszentrum ist ein weiterer Bestandteil des lokalen Gemeindelebens.
Aktuelle Anlässe veröffentlicht der Gemeindeauftritt. Für die Anreise gilt der Fahrplan. Das nahe Biel/Bienne und weitere Gemeinden stehen in der Berner Übersicht.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.