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# Reigoldswil
- URL: https://www.schweiz.wiki/reigoldswil/
- Published: 2026-10-01T15:03:15.000Z
- Updated: 2026-10-02T06:44:00.000Z
- Description: Reigoldswil am Fuss der Wasserfallen: Dorfgeschichte, Gondelbahn, Museum im Feld und Kunst von Jakob Probst. Mit echten Fotos, Karte und Tipps für den Besuch.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Basel-Landschaft, #Import 2026-10-02 08:56

**Reigoldswil ist eine Gemeinde im hinteren Frenkental im Kanton Basel-Landschaft. Bekannt ist sie als Talort der Wasserfallenbahn. Zum Dorf gehören aber genauso die alte Bandweberei, das Museum im Feld, die Burgruine Rifenstein und die Kunst des hier geborenen Bildhauers Jakob Probst.** Wer Reigoldswil verstehen möchte, sollte deshalb nicht gleich in die Gondel steigen: Schon ein Rundgang im Dorf macht sichtbar, wie Landwirtschaft, Heimarbeit, Kultur und Ausflugsverkehr hier zusammenkommen.

Die Gemeinde liegt im Bezirk Waldenburg, südlich von Liestal. Ihr Ortskern befindet sich auf rund 540 Metern, die Landschaft darüber steigt zu den Höhen des Kettenjuras an. Reigoldswil ist ein Ausgangspunkt für Tagesausflüge, zugleich aber ein eigenständiger Wohnort mit Schulen, Vereinen und Dienstleistungen für das hintere Tal.

## Reigoldswil auf einen Blick

| Kanton und Bezirk            | Basel-Landschaft · Waldenburg                                  |
| ---------------------------- | -------------------------------------------------------------- |
| Postleitzahl                 | 4418                                                           |
| Einwohnerinnen und Einwohner | 1'635, Stand 30\. Juni 2026                                    |
| Gemeindefläche               | rund 9,3 km²                                                   |
| Lage                         | Hinteres Frenkental, am Fuss der Wasserfallen                  |
| Erste urkundliche Erwähnung  | 1152 als Rigoltswilre                                          |
| Gemeindeverwaltung           | Dorfplatz 2, 4418 Reigoldswil                                  |
| Offizielle Website           | [reigoldswil.ch](https://www.reigoldswil.ch/?ref=schweiz.wiki) |

## Vom Frenkental zum Kettenjura

Von Liestal führt der Weg über Bubendorf und Ziefen immer weiter ins Tal. Reigoldswil liegt dort, wo der Talraum enger wird und die bewaldeten Höhen stärker ins Blickfeld rücken. Die Landschaft erklärt die Rolle des Ortes: Im Dorf bündeln sich Wege und Dienstleistungen, oberhalb beginnen Wandergebiet, Weiden und Wald.

Die Wasserfallen ist dabei kein einzelner Wasserfall, sondern der Name eines Ausflugsgebiets im Jura. Wer nach «Reigoldswil Wasserfallen» sucht, meint meistens die Gondelbahn und die Wanderlandschaft bei ihrer Bergstation. Das Dorf selbst bleibt unten im Tal. Diese Unterscheidung hilft bei der Planung: Ein Dorfrundgang, eine Fahrt mit der Bahn und eine längere Höhenwanderung sind verschiedene Unternehmungen.

[Reigoldswil auf der grossen Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.3983&mlon=7.6914&ref=schweiz.wiki#map=14/47.3983/7.6914)

## Dorfplatz, Kirche und gewachsene Siedlung

Reigoldswil ist kein geplantes Feriendorf. Die Wohnhäuser, ehemaligen Arbeitsräume, öffentlichen Bauten und Dorfstrassen sind Teil einer über lange Zeit gewachsenen Siedlung. Am Dorfplatz liegt die Gemeindeverwaltung; in der Umgebung lassen sich ältere Fassaden, Wirtschaftsbauten und spätere Ergänzungen zusammen betrachten. Der Weg Richtung Oberbiel führt weiter zur Talstation.

Die reformierte Kirche gehört zu den markanten Gebäuden des Ortes. Auch im Innern und auf dem Friedhof begegnet man der Dorfgeschichte: Werke von Jakob Probst verbinden den kirchlichen Raum mit der Schweizer Bildhauerei des 20\. Jahrhunderts. Bei einem Besuch sind Kirche und Friedhof deshalb nicht nur Orientierungspunkte, sondern auch Orte für Kunst. Für den Zugang zum Kircheninnern gelten die örtlichen Öffnungen und Veranstaltungen.

![Historische Häuser und Kirchturm im Dorf Reigoldswil](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/reigoldswil-dorf-kirche.jpg)

Dorfhäuser und reformierte Kirche in Reigoldswil, Juni 2008\. Foto: [Paebi](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reigoldswil01.JPG?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki).

## Wie Reigoldswil zum heutigen Dorf wurde

Der Name Rigoltswilre ist seit 1152 überliefert. Im Mittelalter bestand die Siedlung aus mehreren Kernen, darunter Hofstetten, Mittelbiel und Unterbiel. Über die Herrschaft Waldenburg gelangte sie zunächst an den Basler Bischof und 1400 an die Stadt Basel. Die heutigen Dorfteile wuchsen erst allmählich enger zusammen.

Zur Landwirtschaft kam die Seidenbandweberei. Sie wurde in Heimarbeit betrieben und machte das Dorf wirtschaftlich von Basler Auftraggebern abhängig. Während der Kantonstrennung stand Reigoldswil mehrheitlich zur Stadt. Die Bandweberei hielt sich hier ungewöhnlich lange: Der letzte Bandstuhl wurde 1977 stillgelegt.

Eine Eisenbahn sollte im 19\. Jahrhundert durch die Wasserfallen Richtung Mittelland führen. Die 1874 begonnenen Arbeiten endeten bereits 1875 mit dem finanziellen Scheitern des Projekts. Statt eines Bahnhofs erhielt Reigoldswil später eine andere Verbindung: 1905 wurde die konzessionierte Autobuslinie nach Liestal eröffnet. Die Luftseilbahn folgte 1956; die heutige Gondelbahn ging 2006 in Betrieb.

Diese Entwicklung lässt sich heute an unterschiedlichen Orten nachvollziehen: im Museum an der früheren Arbeit zu Hause, im Ortsbild an den alten Häusern und bei der Talstation am Ausflugsverkehr. Reigoldswil verdankt seine Bekanntheit der Bahn, seine Geschichte beginnt jedoch viele Jahrhunderte früher.

## Museum und Kulturzentrum im Feld

Eine besonders anschauliche Einführung bietet das [Feld Reigoldswil](https://www.feldreigoldswil.ch/?ref=schweiz.wiki) an der Schmidtengasse 5\. Das denkmalgeschützte Bauernhaus stammt aus dem Jahr 1756\. Im Ortsmuseum sind Wohn- und Arbeitswelten einer Posamenterfamilie erhalten; ein Bandwebstuhl und eine Wagnerwerkstatt zeigen, welche Tätigkeiten früher im Haus und seiner Umgebung Platz fanden.

Das ist gerade für Besucherinnen und Besucher hilfreich, denen «Posamenterei» zunächst wenig sagt. Gemeint ist die Herstellung von Bändern und ähnlichen textilen Erzeugnissen. Der Webstuhl macht daraus etwas Konkretes: Heimarbeit war eine richtige Produktionsform und kein gelegentlicher Zeitvertreib neben der Landwirtschaft.

Das Haus wurde 2024 und 2025 saniert und zum Kulturzentrum ausgebaut. Zum Angebot gehören auch Lesungen, Musik, Kurse und weitere Veranstaltungen. Ein Museumsbesuch und ein Kulturabend sind deshalb unterschiedliche Möglichkeiten, das Feld kennenzulernen. Termine und Zugänglichkeit stehen auf der Betreiberwebsite; das Haus ist nicht als jederzeit geöffnetes Museum zu behandeln.

## Jakob Probst und die Kunst im öffentlichen Raum

Der Bildhauer Jakob Probst wurde 1880 in Reigoldswil geboren und starb 1966\. Sein Geburtshaus steht am Dorfplatz 15\. Nach einer handwerklichen Ausbildung führte ihn sein Weg unter anderem nach München und Paris, später arbeitete er in Basel und bei Genf. Zu seinen bekannten Arbeiten ausserhalb des Dorfs gehört das Wehrmannsdenkmal in Liestal.

In Reigoldswil sind mehrere Werke erhalten. Die Kirche besitzt den Taufstein mit dem Relief «Mutter und Kind» sowie ein Ikarusrelief. Auf dem Friedhof steht ein Säemann; bei den Schulbauten befindet sich die Darstellung von David und Goliath. Wer sich für Kunst interessiert, kann dadurch einen gewöhnlichen Dorfrundgang um mehrere konkrete Stationen ergänzen.

Für eine Besichtigung empfiehlt sich der Blick auf die [Künstlerübersicht der Gemeinde](https://www.reigoldswil.ch/de/kultur-und-freizeit/kuenstler-aus-und-in-reigoldswil/?ref=schweiz.wiki). Sie stellt neben Probst weitere Personen mit Bezug zu Reigoldswil vor. So wird deutlich, dass die Kulturgeschichte des Ortes über den einen berühmten Namen hinausgeht.

![Geburtshaus von Jakob Probst mit beschrifteter Fassade am Dorfplatz in Reigoldswil](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/reigoldswil-jakob-probst-geburtshaus.jpg)

Geburtshaus des Bildhauers Jakob Probst am Dorfplatz 15, Juni 2019\. Foto: [EinDao](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Geburtshaus%5Fvon%5FJakob%5FProbst%5F%281880%E2%80%931966%29%5FDorfplatz%5F15,%5FReigoldswil%5F%281%29.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/?ref=schweiz.wiki).

## Wasserfallenbahn: vom Dorf in die Höhe

Die heutige Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen ist eine Gondelbahn mit umlaufenden Kabinen. Sie erschliesst das Wander- und Freizeitgebiet oberhalb des Dorfs. Die Talstation liegt im Oberbiel; von der Bushaltestelle im Ort geht es zu Fuss weiter. Bei der Planung sollte deshalb zwischen der Ankunft in Reigoldswil und dem Einstieg in die Bahn unterschieden werden.

Rund um die Bergstation stehen markierte Wanderwege, ein Spielplatz und verschiedene Freizeitangebote zur Verfügung. Je nach Saison gehören Trottinettfahrten oder Winteraktivitäten dazu. Der Betreiber führt ausserdem Bergrestaurants und Tourenvorschläge auf seiner Website. Welche Kombination passt, hängt von Kondition, Wetter und dem gewünschten Tagesprogramm ab.

Ein Ausflug mit Gondelfahrt und kurzem Spaziergang lässt sich anders gestalten als eine Höhenwanderung. Wer bergab zu Fuss zurück möchte, sollte Höhenmeter und Wegzustand einplanen. Für die Rückkehr mit der Bahn ist die letzte Talfahrt entscheidend. [Betriebszeiten, Livecams und aktuelle Meldungen](https://www.region-wasserfallen.ch/?ref=schweiz.wiki) sind vor der Abreise hilfreicher als ein dauerhaft im Artikel abgedruckter Fahrplan.

## Rifenstein, Sagen und Wege im Grünen

Zur näheren Umgebung des Dorfs gehören die Ruine Rifenstein und der Rifenstein-Sagenweg. Sie bieten eine andere Art von Ausflug als die Gondelbahn: Hier stehen eine mittelalterliche Burgstelle und die Erzählwelt der Region im Vordergrund. Die Gemeinde zählt beide ausdrücklich zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten.

Ein Sagenweg verbindet reale Landschaft mit überlieferten Geschichten. Die Erzählungen sind dabei als Sagen zu lesen, nicht als historische Belege für jedes geschilderte Ereignis. Für Kinder oder einen gemeinsamen Spaziergang kann gerade diese Verbindung spannend sein: Man bewegt sich durch den Wald und bekommt zugleich eine Vorstellung davon, welche Bilder und Figuren sich mit dem Ort verbunden haben.

Wiesen und Obstbäume bilden weitere Übergänge zwischen Dorf und Wald. Bei einem Rundgang fällt auf, wie nah diese Landschaft an der Siedlung liegt. Für eine konkrete Route eignen sich die offiziellen Wanderkarten und Angaben der Region Wasserfallen; private Hofzufahrten und landwirtschaftliche Flächen sind kein Ersatz für einen markierten Weg.

![Juralandschaft bei Reigoldswil mit Obstbäumen, Wiesen und bewaldeten Hügeln](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/reigoldswil-juralandschaft.jpg)

Wiesen, Obstbäume und bewaldete Höhen bei Reigoldswil, Mai 2015\. Foto: [Tybalt941](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reigoldswil%5F2015.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/?ref=schweiz.wiki).

## Wohnen, Schule und Dorfleben

Reigoldswil übernimmt im hinteren Frenkental auch Aufgaben für Nachbargemeinden. Zur örtlichen Bildungslandschaft gehören die Primarstufe und die Sekundarschule Reigoldswil. Die Musikschule beider Frenkentäler ergänzt das Angebot. Für Familien sind diese Einrichtungen mindestens so wichtig wie die touristischen Sehenswürdigkeiten.

Vereine, Märkte und kulturelle Veranstaltungen sorgen für Begegnungen im Jahreslauf. Im Veranstaltungskalender erscheinen beispielsweise der Herbstmarkt, der Banntag und Anlässe im Feld. Dabei handelt es sich um ein gelebtes Dorfprogramm: Einzelne Termine, Veranstaltungsorte und Anmeldungen können sich ändern und werden auf der Gemeindewebsite veröffentlicht.

Wer einen Umzug erwägt, sollte den Ort auch an einem normalen Werktag besuchen. Dann lässt sich besser beurteilen, wie die Verbindung zur Arbeit funktioniert, welche Wege Kinder zurücklegen und welche Dienstleistungen im Dorf oder in der Umgebung gebraucht werden. Die Lage im Tal verbindet Nähe zur Landschaft mit einer längeren Anreise als in den direkt an Basel angrenzenden Gemeinden.

## Anreise und ein sinnvoller erster Besuch

Mit dem öffentlichen Verkehr führt die Anreise gewöhnlich über Liestal und die Busverbindungen ins hintere Frenkental. Reigoldswil hat keinen Personenbahnhof. Die Autobuslinien 70 und 71 erschliessen den Ort auf unterschiedlichen Wegen; die passende Verbindung lässt sich im [SBB-Fahrplan](https://www.sbb.ch/?ref=schweiz.wiki) für den gewünschten Tag nachschlagen.

Für einen ersten Besuch bietet sich folgende Reihenfolge an: zunächst Dorfplatz und Umgebung erkunden, bei Interesse einen geöffneten Museumstermin nutzen und anschliessend zur Talstation gehen. Wer hauptsächlich wandern möchte, kann den Dorfrundgang auf die Rückkehr legen. Ein Kulturabend im Feld lässt sich wiederum gut mit einem Besuch im Ort verbinden, ohne eine Bergtour daraus machen zu müssen.

Reigoldswil lohnt sich damit für verschiedene Interessen: als Zugang zur Wasserfallen, als Ort der Bandweberei und als Dorf mit überraschend viel Kunst. Am meisten entdeckt, wer dem Talort selbst etwas Zeit gibt.

## Dienstleistungen und Inserate im Baselbiet

Für Handwerk, Gartenarbeit und weitere Dienstleistungen zeigt schweiz.work passende Inserate aus dem Kanton Basel-Landschaft. Die Angebote stammen von den jeweiligen Anbietern.

Quellen und weiterführende Informationen
- [Gemeinde Reigoldswil](https://www.reigoldswil.ch/?ref=schweiz.wiki): Verwaltung, Bildung, Künstler und Dorfleben.
- [Historisches Lexikon der Schweiz: Reigoldswil](https://hls-dhs-dss.ch/articles/001257?ref=schweiz.wiki).
- [Feld Reigoldswil](https://www.feldreigoldswil.ch/?ref=schweiz.wiki): Museum, Hausgeschichte und Kulturprogramm.
- [Region Wasserfallen](https://www.region-wasserfallen.ch/?ref=schweiz.wiki): Gondelbahn, Wandergebiet und aktuelle Betriebsinformationen.
- [Statistik Basel-Landschaft](https://zahlenfenster.bl.ch/web%5Fportal/1%5F1%5F1?ref=schweiz.wiki): Wohnbevölkerung, 30\. Juni 2026.

Redaktioneller Stand: Oktober 2026\. Bildnachweise stehen bei den jeweiligen Fotos.