Reutigen
Reutigen umfasst seit 2024 auch Zwieselberg. Dorf und Hügelort, Augand, Kirche, Gewerbe und Tagesschule mit Karte und aktuellen BFS-Zahlen.
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Reutigen liegt am Eingang zum Simmental unter der Stockhornkette. Seit dem 1. Januar 2024 gehört auch Zwieselberg zur Gemeinde. Der ältere Dorfkern in der Ebene, die Siedlungen auf dem Hügel und die Auen an der Kander geben dem Gemeindegebiet unterschiedliche Gesichter.
Reutigen im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Thun |
| BFS-Nummer | 767 |
| Einwohner | 1393 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 13,75 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Reutigen und Zwieselberg seit 2024 vereint
Die Fusion ging aus Gesprächen hervor, die Zwieselberg 2019 anstiess. Beide Gemeinden arbeiteten bereits in mehreren Bereichen zusammen. Nach weiteren Beschlüssen und den abschliessenden Abstimmungen 2023 entstand auf Anfang 2024 die neue Gemeinde Reutigen. Der amtliche Steckbrief bezieht sich auf dieses gemeinsame Gebiet.
Zum Ortsteil Reutigen gehören auch Hani und Allmi beziehungsweise Allmend. Zwieselberg liegt auf dem Hügel südwestlich von Thun. Dort sind Obere Gass und Chrüzgass zu einem kleinen Zentrum zusammengewachsen; Glütsch liegt westlich der Kander. Wohnhäuser, Höfe und Waldflächen wechseln sich zwischen diesen Siedlungen ab.

Aus einer Wallfahrtskapelle wurde eine Pfarrkirche
Reutigen erscheint um 1300 als Rötingen. Im Mittelalter war es Teil der Herrschaft Strättligen und kam später an verschiedene Besitzer. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erwarb Bern die Herrschaftsrechte.
Die Kirche entstand aus einer Marien-Wallfahrtskapelle, die im 14. Jahrhundert erwähnt wird und ältere Bauteile besitzt. Zunächst war sie eine Filiale von Wimmis; 1474 wurde sie selbstständige Pfarrkirche. Wandmalereien und das benachbarte Pfarrhaus gehören zum historischen Ortsbild. Reutigen gehört heute zum Verwaltungskreis Thun, auch wenn seine Geschichte eng mit dem Niedersimmental verbunden ist.
Augand und Seeliswald als Naherholungsräume
Zwischen Stockhornhängen und Kander liegt eine abwechslungsreiche Landschaft. Die Gemeinde nennt Augand und Seeliswald als wichtige Naturschutz- und Naherholungsgebiete. Im Augand treffen Simme und Kander aufeinander; Kiesbänke, Wasserarme und Auenvegetation zeigen den Charakter dieser Flusslandschaft.

Spaziergänge und Velofahrten lassen sich mit den Dorfwegen verbinden. Die bewaldeten Hügel von Zwieselberg und die Wege Richtung Längenberg eröffnen weitere Perspektiven. Für geschützte Gebiete gelten die örtlichen Wege und Regeln; Flussufer können sich mit Wasserstand und Witterung verändern.
Gewerbe, Vereine und Betreuung
Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen bilden die wirtschaftliche Grundlage. Die Nähe zu Thun und Spiez verbindet den Wohnort mit einem grösseren Arbeits- und Versorgungsraum. Sport- und Kulturvereine ergänzen den Alltag im Dorf und auf dem Hügel.
Die Schule und die Tagesschule werden über den Gemeindeauftritt erschlossen. Für das Schuljahr 2026/27 nennt die Tagesschule Betreuung am Dienstag und Donnerstag sowie eine Mittagsbetreuung am Montag. Eine seit August 2025 laufende Pilotphase «Tagesschule light» ermöglicht zusätzlich begrenzte Einzelteilnahmen. Anmeldungen und die jeweils gültigen Module sind dort nachzulesen.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.