Rümikon
Rümikon in Zurzach: Fischereigeschichte, Annakapelle, römische Warten und Wege über dem Rhein.
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Rümikon liegt im schmalen Raum zwischen dem Rhein und den bewaldeten Höhen des Tafeljuras. Fischerei, römische Grenzbefestigungen und die Annakapelle prägen seine Geschichte. Seit 2022 gehört das Strassendorf zur Gemeinde Zurzach.
Rümikon auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Zurzach |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Zurzach |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Erste Nennung | 1113 «Ruminchon» |
| Landschaft | Südufer des Rheins am Nordrand des Tafeljuras |
| Orte | Annakapelle und römische Wachtturmreste |
Zwischen Fluss und Jurahängen
Die Häuser folgen dem engen Uferstreifen. Oberhalb steigen die Hänge zu Ebni, Bruch und Rietbuck an. Diese Topografie begrenzte die Ausdehnung des Dorfs und bestimmt bis heute den unmittelbaren Übergang zwischen Siedlung, Fluss und Wald.
Die Freiherren von Waldhausen schenkten Rümikon der Propstei Wislikofen. Unter eidgenössischer Herrschaft gehörte es von 1415 bis 1798 zum Amt Ehrendingen der Grafschaft Baden. Kirchlich wechselte es 1857 von Schneisingen nach Wislikofen.
Römische Warten am Rhein
Am Tägerbach und im Sandgraben standen zwei römische Wachttürme. Die Gemeinde ordnet sie der Grenzsicherung ab etwa 370 nach Christus zu. Die Überreste erinnern an den Rhein als spätantike Reichsgrenze.

Die Aufnahme aus dem Sandgraben zeigt niedrige Mauerzüge im Wald. Sie dokumentiert keine vollständig erhaltene Turmanlage, sondern die baulichen Spuren einer früheren Warte. Das Gelände gehört zur archäologischen Rheinlandschaft des Zurzibiets.
Fischerei und Annakapelle
Über Jahrhunderte war die Fischerei das wichtigste Gewerbe. 1440 verpfändete Johann Escher den Hof samt Fischenz an vier Rümiker Brüder. Noch 2009 lag dieses Fischereirecht laut HLS bei der Ortsbürgergemeinde. Auch der weisse Salm im früheren Gemeindewappen erinnert an diese wirtschaftliche Grundlage.
Die Annakapelle entstand 1710, wurde 1797 erneuert und 1973 renoviert. Ihr kleiner Bau mit Dachreiter steht zwischen den Häusern des Dorfs. Er ergänzt die Geschichte des Flussgewerbes um einen markanten religiösen Ort.
Bahn und Wege über dem Dorf
1876 erhielten Rümikon und Mellikon einen gemeinsamen Bahnhof an der Linie Koblenz–Winterthur. Seit 1995 besteht eine Haltestelle beim Dorf. Das HLS unterscheidet damit den früheren gemeinsamen Bahnhof vom späteren örtlichen Halt.
Die Gemeinde beschreibt einen Naturweg oberhalb von Rümikon, der teilweise dem Panoramaweg folgt. Wald- und Wiesenabschnitte eröffnen Ausblicke auf den Rhein; eine Grillstelle liegt auf einem gemeindeeigenen Bunker. Für Anreise und Wegwahl helfen aktuelle Fahrpläne und örtliche Hinweise. Der Gemeindeartikel Zurzach beschreibt den seit 2022 gemeinsamen politischen Rahmen.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.