Rumendingen
Rumendingen im Chänerechtal: Bach und Waldhügel, bäuerliche Geschichte, Hornussen, Zusammenarbeit mit Wynigen, Schule und Betreuungsgutscheine.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Rumendingen ist eine kleine selbstständige Gemeinde im Chänerechtal östlich von Burgdorf. Der Chänerechbach, landwirtschaftliche Höfe und die waldbestandenen Hügel prägen das Dorf. Schule, Verwaltung und viele Alltagswege verbinden es eng mit Wynigen; die Hornussergesellschaft trägt beide Ortsnamen.
Rumendingen auf einen Blick
| Kanton und Verwaltungskreis | Bern (BE); Emmental |
|---|---|
| Bevölkerung | 99 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP |
| Gemeindefläche | 2.44 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026 |
| Höhenlage | Gemeindegebiet 510–601 m ü. M. |
| BFS-Nummer | 421 |
| Offizielle Website | Gemeinde Rumendingen |
Chänerechtal und Waldhügel
Rumendingen liegt abseits der grossen Durchgangsachsen an der Verbindung von Niederösch nach Wynigen. Birchliwald, Tannwald, Neuholz und Reiteneggwald umgeben den Talraum. Der tiefste kommunal genannte Punkt liegt am Chänerechbach auf 510 Metern, der höchste im Birchliwald auf 601 Metern.
Das amtliche Orthofoto von 2024 zeigt Häuser, Hofanlagen und Felder entlang des Dorfes. Als redaktioneller Vorschlag bietet sich ein Spaziergang auf öffentlichen Dorf- und Flurwegen an. Private Hofplätze und Bachufer sind keine allgemeine Besuchsfläche.
Früher Name und bäuerliche Landschaft
886 ist «Rumaningun» schriftlich belegt. Die Gemeinde erläutert den Namen als Siedlung der Nachkommen eines Ruman; eine genaue Gründungszeit lässt sich daraus nicht bestimmen.
Die ältere Landwirtschaft beruhte auf Getreidebau und gemeinsamer Weidenutzung. Eine Weidegemeinschaft mit Wynigen wurde 1777 aufgehoben. Im 19. Jahrhundert wurden grosse Teile des Gemeindewaldes den Höfen zugeteilt; die Güterzusammenlegung von 1941 bis 1965 veränderte später die Bewirtschaftung.

Walter Mittelholzers Aufnahme von 1930 zeigt den weiteren Raum Niederösch–Rumendingen–Wynigen. Es handelt sich um eine regionale Luftansicht, nicht um ein Bild ausschliesslich innerhalb der heutigen Gemeindegrenze.
Zusammenarbeit mit Wynigen
Historisch war Rumendingen kirchlich nach Kirchberg orientiert. Ende 1950 beziehungsweise Anfang 1951 beschlossen die Einwohner- und Kirchgemeindeversammlungen die Loslösung; seit 1953 gehört der Ort zur Kirchgemeinde Wynigen. Die kommunale Chronik unterscheidet so Beschlüsse und spätere Zugehörigkeit.
Die Schule und weitere Alltagseinrichtungen liegen in Wynigen. Auch die Gemeindeverwaltung wird dort betreut. Die enge Zusammenarbeit bedeutet keine Fusion: Rumendingen bleibt eine eigene politische Gemeinde.

Die Luftaufnahme von 1923 zeigt Rumendingen und Bickigen mit dem umliegenden Hügel- und Waldraum. Sie hilft, den kleinen Ort in seine weitere Landschaft einzuordnen.
Schule Wynigen-Seeberg und Betreuung
Nach dem kommunalen Porträt besuchen Rumendinger Kinder die Schule in Wynigen. Kindergarten und Primarstufe haben Standorte in Kappelen und Wynigen Dorf; die Sekundarstufe I ist im Dorf organisiert. Seit 2014/15 sind Wynigen und Seeberg schulisch zusammengeschlossen. Die persönliche Einteilung erfolgt über die zuständige Schule.
Rumendingen beteiligt sich seit August 2020 am Betreuungsgutscheinsystem. Gutscheine können in teilnehmenden Kitas im Kanton sowie bei entsprechenden Tagesfamilienorganisationen eingelöst werden. Ein nachgewiesener Betreuungsbedarf und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie bestimmen den Anspruch. Die kommunale Betreuungsseite nennt das Antragsverfahren und die zuständige Verwaltung in Wynigen.
Hornussen, Landwirtschaft und Anreise
Die Hornussergesellschaft Wynigen-Rumendingen ist im Gemeindeporträt als örtlich aktiver Verein aufgeführt. Andere Vereins- und Einkaufsmöglichkeiten verbindet die Gemeinde mit dem benachbarten Wynigen. Landwirtschaft prägt weiterhin das Ortsbild.
Das Porträt nennt keinen eigenen Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz und verweist auf den Bahnhof Wynigen, ungefähr 1.5 Kilometer vom Ortskern entfernt. Diese Entfernungsangabe stammt vom Anbieter; sie ist keine Gehzeit. Vor der Anreise sollten aktuelle Verbindungen und die letzte Etappe geprüft werden.
Eine kleine Gemeinde, präzise Zahlen
BFS STATPOP zählt 99 Personen am 31. Dezember 2025. Die aktuelle kommunale Zahl lautet 96 zum selben Datum; die ältere Formulierung «rund 80» im Porträt ist deshalb kein aktueller Bevölkerungswert. Der Steckbrief nennt die BFS-Fläche von 2.44 km², während die Gemeinde rund 242 Hektaren angibt.
Die Karte markiert Rumendingen Dorf. Die Nachbarn sind Alchenstorf, Ersigen, Kirchberg und Wynigen; alle gehören zum Kanton Bern.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Gemeinde Rumendingen: amtliche Informationen
- Historisches Lexikon der Schweiz: Rumendingen
- Gemeinde: Porträt
- Gemeinde: Zahlen
- Gemeinde: Tourismus und Freizeit
- Gemeinde: Kulturlandschaft
- Gemeinde: Zusammenarbeit mit Wynigen
- Gemeinde: Kinderbetreuung
- Kanton Bern/BFS: Bevölkerungsbilanz 2010–2025, STATPOP 2025
- BFS: amtliche Gemeindeflächen, Gebietsstand 1. Januar 2026
- swisstopo: Nutzung und Quellenangabe amtlicher Geodaten