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Saanen

Saanen mit Gstaad, Schönried, Saanenmöser und Abländschen: Bäuerten, Mauritiuskirche, Museum und Schulen. Mit Karte, Fotos und aktuellen BFS-Daten.

Aktualisiert am

Holzhäuser und Geschäfte entlang der Dorfstrasse in Saanen
Historische Bauten an der Dorfstrasse in Saanen, 27. Juli 2012. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Saanen ist eine Zentrumsgemeinde im westlichen Berner Oberland. Neben dem Dorf Saanen gehören Gstaad, Schönried, Saanenmöser und weitere Bäuerten zum gleichen Gemeindegebiet. Tourismus, Landwirtschaft, Gewerbe und Dienstleistungen verbinden unterschiedliche Dörfer und Talschaften.

Saanen im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisObersimmental-Saanen
BFS-Nummer843
Einwohner6967 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche120,06 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Saanendorf und zehn weitere Bäuerten

Die Gemeinde nennt neben Saanendorf die Bäuerten Abländschen, Bissen, Ebnit, Gruben, Grund, Gstaad, Kalberhöni, Saanenmöser, Schönried und Turbach. Sie umfassen grössere Ferienorte ebenso wie Seitentäler, Höfe und verstreute Siedlungen. Gstaad ist der grösste touristische Schwerpunkt innerhalb der Gemeinde.

Das Saanenland umfasst zusätzlich die eigenständigen Gemeinden Gsteig und Lauenen. Diese regionale Bezeichnung reicht über die Gemeinde Saanen hinaus. Die unterschiedlichen Tal- und Hanglagen erklären das breite Spektrum von Landwirtschaft, Beherbergung, Baugewerbe und weiteren Dienstleistungen.

Marktflecken mit spätmittelalterlicher Kirche

1228 erscheint Saanen als Gissinay. Das Dorf war Zentrum der Landschaft und einer grossen Pfarrei. Die Mauritiuskirche wurde 1444 bis 1447 erweitert und bewahrt Wandmalereien aus dem späten 15. Jahrhundert. Nach dem Dorfbrand von 1575 entstand ein neu aufgebauter Ortskern.

Mauritiuskirche mit Turm und Friedhof zwischen Wiesen
Mauritiuskirche in Saanen, 27. Juli 2012. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Wochen- und Jahrmärkte, Handwerk und Gasthäuser konzentrierten sich im Marktflecken. Die politische Gemeinde entstand 1833. Die Eröffnung der Montreux-Oberland-Bahn 1905 erleichterte den späteren Aufschwung von Gstaad, Saanen, Schönried und Saanenmöser zu Ferienorten.

Museum der Landschaft Saanen

Das Museum der Landschaft Saanen wurde am 29. Mai 1999 eröffnet. Es befindet sich in einem spätmittelalterlichen Gebäude, das beim Dorfbrand von 1575 schwer beschädigt wurde. Schartenfenster, Keller und die frühere Küche sind Teil der baulichen Geschichte.

Die Ausstellungen behandeln unter anderem Alpwirtschaft, Handwerk, Wohnen, Tourismus, Glocken und Schliffscheiben. Wechselnde Ausstellungen ergänzen die dauerhafte Sammlung. Die Museumswebsite nennt saisonale Öffnungszeiten und Möglichkeiten für Gruppenführungen.

Dorfplatz in Saanen mit Holzhäusern und Geschäften
Dorfplatz an der Dorfstrasse in Saanen, 7. März 2026. Foto: Urs Schönholzer · CC BY 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Sieben öffentliche Schulstandorte

Die aktuelle Schulwebsite nennt sieben Standorte für öffentliche Kindergärten, Primarschulen und das Oberstufenzentrum. Das Oberstufenzentrum Ebnit erfüllt auch Aufgaben für Nachbargemeinden des Saanenlands. Die heilpädagogische Schule ergänzt die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen.

Weitere Angebote sind internationale Privatschulen, die Wirtschaftsschule und die Gstaader Abteilung des Gymnasiums Interlaken. Aktuelle Organisation, Zuständigkeiten und Kontakte veröffentlicht die Website der Schulen im Saanenland. Damit übernimmt die Gemeinde über ihre Ferienorte hinaus wichtige regionale Bildungsfunktionen.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.