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Schangnau

Schangnau zwischen Hohgant und Wachthubel: Emmetal, Bumbach, Kemmeriboden und zwei Schulstandorte. Mit Fotos, Karte und aktuellen BFS-Daten.

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Nebel über Wiesen und Höfen im Tal von Schangnau unter dem Hohgant
Schangnau und Hohgant im Morgennebel, 31. August 2011. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Schangnau liegt im obersten Emmental zwischen Hohgant und Wachthubel. Die Emme durchzieht das Tal, während Höfe und Weiler bis in die umliegenden Hänge reichen. Bumbach und Kemmeriboden ergänzen das Dorf als eigene örtliche Mittelpunkte.

Schangnau im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisEmmental
BFS-Nummer906
Einwohner919 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche36,48 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Ein Alpental am Hohgant

Schangnau verbindet das Emmental mit dem Entlebuch und dem Berner Oberland. Über dem Tal erhebt sich das Hohgantmassiv; auf der nördlichen Seite liegt der Wachthubel. Die Gemeinde reicht von tief eingeschnittenen Flussabschnitten zu Wald, Weiden und felsigen Höhen.

Die Emme kommt aus dem Quellgebiet oberhalb des Tals und verlässt Schangnau beim Räbloch. Landwirtschaftliche Flächen und Wald nehmen grosse Teile des Gemeindegebiets ein. Diese Landschaft prägt die Abstände zwischen den Siedlungen ebenso wie die Verkehrswege.

Dorf, Färzbach und Bumbach

Neben dem Dorf gehören Bumbach, Färzbach, Kemmeriboden und zahlreiche Einzelhöfe zum örtlichen Siedlungsbild. In Färzbach stehen die Häuser auf einem Hang zwischen Wiesen und Waldstücken. Bumbach bildet weiter taleinwärts einen eigenen Schulstandort.

Verstreute Häuser und Höfe im grünen Hang des Dorfteils Färzbach
Färzbach in Schangnau, 31. August 2011. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Gemeindewappen greift diese Gliederung auf: Die drei Sterne stehen nach der örtlichen Erklärung für Wald, Tal und Bumbach. Der silberne Wellenbalken verweist auf die Emme, die Tanne auf den Wald und die Verbindung zum Emmental.

Die Grenze zwischen Bern und Luzern

Die mittelalterlichen Herrschaftsrechte wechselten mehrfach. Im frühen 15. Jahrhundert gelangte Schangnau an die Stadt Bern. Streitigkeiten über die Zugehörigkeit des Tals führten später zu einer gemeinsamen Grenzbegehung durch Vertreter von Bern und Luzern.

1470 wurde diese Grenze bereinigt. Schangnau blieb auf bernischer Seite und gehörte später zum Amt Signau. Heute ist die Gemeinde Teil des Verwaltungskreises Emmental.

Brücken und Wege entlang der Emme

Brücken verbinden die Ufer und erschliessen Höfe, Weiden und Ausflugsräume. Am Kemmeriboden ist die gedeckte Holzbrücke ein sichtbarer Bestandteil des Talwegs. Die Aufnahme zeigt sie im Jahr 2021.

Überdachte Holzbrücke mit Fahrbahn am Eingang zum Kemmeriboden
Kemmeribodenbrücke über die Emme, 22. September 2021. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Gemeinde nennt Übernachtungsmöglichkeiten und örtliche Gastronomie als Teil ihres touristischen Angebots. Für Touren an der Emme und in den Berggebieten sind die aktuellen Weg-, Wetter- und Zugangshinweise der zuständigen Stellen zu berücksichtigen.

Zwei Schulhäuser für das Tal

Die Schulen Schangnau führen Unterricht vom Kindergarten bis zur neunten Klasse an den Standorten Dorf und Bumbach. Logopädie und heilpädagogischer Unterricht ergänzen das Angebot. Die Schulwebsite veröffentlicht die Stundenpläne und Informationen für das Schuljahr 2026/27.

Die Musikschule Oberemmental in Langnau bietet eine weitere regionale Verbindung. Ferienpläne und Angaben zum Schülertransport finden sich auf der Website der Schulen Schangnau.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.