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Schelten

Schelten im oberen Val Terbi: deutschsprachige Streusiedlung, Kapelle St. Antonius, Scheltenbach, Dreikantonseck, Gruppenhaus und Adventsmarkt.

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Kleine weisse Antoniuskapelle von Schelten am bewaldeten Hang
Kapelle St. Antonius in Schelten, Januar 2014. Foto: Gentiane · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Schelten ist die nördlichste Gemeinde des Kantons Bern und eine deutschsprachige Streusiedlung an der Grenze zum französischen Jura. Einzelne Höfe, die Antoniuskapelle und das ehemalige Schulhaus prägen den Ort. Die Kantonsgrenzen machen seine Lage im oberen Val Terbi ungewöhnlich.

Schelten auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Jura bernois
Bevölkerung37 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche5.56 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageStreusiedlung im oberen Val Terbi am Fuss des Scheltenpasses
BFS-Nummer708
Offizielle WebsiteGemeinde Schelten

Höfe an der Scheltenpassstrasse

Schelten gehört zum Verwaltungskreis Berner Jura. Die Häuser liegen verstreut an der Strasse zwischen dem Raum Delémont und Balsthal. Wälder und steile Weiden trennen die einzelnen Höfe.

Die Gemeinde ist über Strassen nur durch andere Kantone erreichbar. Ihre Berührung mit dem ebenfalls bernischen Seehof erfolgt an einem Grenzpunkt. Diese besondere Lage erklärt die Bezeichnung als funktionale Exklave.

Die Gemeinde beschreibt unterschiedliche Ortstafeln: von Westen «La Scheulte», von Osten «Schelten». Der amtliche Name wurde 1914 von La Scheulte zu Schelten geändert.

St. Antonius: Kapelle mit wiederverwendeter Ausstattung

Das Titelbild zeigt die Kapelle im Januar 2014. Der Grundstein wurde am 16. Juni 1860 gelegt, die Einweihung erfolgte am 17. Oktober 1861. Zwischen 1985 und 1987 wurde sie restauriert.

Die Kapellengeschichte nennt einen Altar aus der Solothurner St.-Ursen-Kirche sowie Bänke aus der früheren Kirche von Mervelier. Die Ausstattung verbindet den kleinen Bau mit anderen kirchlichen Orten der Region. Der Artikel belegt keine tägliche Innenraumöffnung; ein geplanter Besuch wird bei der zuständigen Stelle abgeklärt.

Der Scheltenbach bei der Scheltenmühle

Scheltenbach neben Wiesen und einem älteren Gebäude der Scheltenmühle
Scheltenbach bei der Scheltenmühle, März 2024. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Foto vom März 2024 zeigt den Scheltenbach bei der Scheltenmühle. Bachlauf, Strasse und Höfe bilden einen schmalen Lebensraum zwischen den Hängen.

Für einen ersten Eindruck ist ein Gang auf öffentlichen Wegen im Bereich der Siedlung eine redaktionelle Idee. Die Passstrasse wird dabei als Verkehrsraum berücksichtigt; aus der Aufnahme ergibt sich keine ausgewiesene Wanderroute.

Bern, Jura und Solothurn am Rotmattchopf

Bewaldeter Rotmattchopf mit Weideflächen am Dreikantonseck
Rotmattchopf am Dreikantonseck Schelten BE, Mervelier JU und Beinwil SO, März 2024. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Aufnahme vom März 2024 dokumentiert das Dreikantonseck am Rotmattchopf zwischen Schelten BE, Mervelier JU und Beinwil SO. Solche Grenzpunkte machen die Lage der Gemeinde unmittelbar anschaulich.

In den Jura-Abstimmungen von 1974 und 1975 entschieden sich die überwiegend deutschsprachigen Einwohner für den Verbleib bei Bern. Das obere Val Terbi wurde dadurch kantonal unterschiedlich zugeordnet.

Das frühere Schulhaus als Gruppenhaus

Die eigene Gesamtschule wurde im Sommer 2018 wegen der kleinen Schülerzahl geschlossen. Diese Information stammt von der Kulturellen Gemeinschaft. Die damaligen Schulorte der einzelnen Kinder sind kein Nachweis ihrer heutigen Zuteilung.

Das ehemalige Schulhaus dient als Gemeinde- und Mehrzweckgebäude. Das Gruppenhaus wurde im Sommer 2015 renoviert und bietet Platz für bis zu 50 Personen. Schulräume, Sportmöglichkeiten und ein Schwimmbecken gehören zum buchbaren Gruppenangebot; daraus entsteht kein öffentliches Schwimmbad.

Kulturelle Gemeinschaft und Adventsmarkt

Die Kulturelle Gemeinschaft Schelten besteht seit 1999. Der Adventsmarkt am ersten Adventswochenende gehört zu den beschriebenen Aktivitäten. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm bestimmt konkrete Termine und Zeiten.

La Schilt und die gemischte Gemeinde

1563 ist la Schilt belegt. Schelten gehörte zur Propstei Moutier-Grandval, kam nach der französischen Zeit 1815 zu Bern und konstituierte sich 1853 als gemischte Gemeinde. Kirchlich war es mit Mervelier verbunden.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.