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Schupfart

Schupfart im Fischingertal: St. Leodegar, Nepomukstatue, Flugplatz Fricktal-Schupfart und Festivaltradition.

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Schupfarter Dorfkern zwischen bewirtschafteten Hängen
Schupfart mit Kirche und umliegenden Hügeln, Juni 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0.

Schupfart liegt im oberen Fischingertal im Fricktal. Die Kirche St. Leodegar, eine spätbarocke Nepomukstatue und die umliegenden Hügel prägen das Dorf. Auf der Hochebene liegt der Flugplatz Fricktal-Schupfart, dessen Gelände auch für das Schupfart Festival bekannt ist. Landwirtschaftliche Baukultur und überregional bekannte Veranstaltungen gehören hier eng zusammen.

Schupfart auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Rheinfelden
Bevölkerung929 am 30. Juni 2026
Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik
LageOberes Fischingertal, Bezirk Rheinfelden
Postleitzahl4325
Gemeindeschupfart.ch
BFS-Nr.4259

Dorf im Fischingertal

Schupfart liegt am oberen Ende des Fischingertals zwischen bewaldeten Höhen und Landwirtschaftsflächen. Ältere Bauernhäuser stehen neben jüngeren Wohnbauten. Ein Blick von den umliegenden Wegen zeigt sowohl den Dorfkern mit der Kirche als auch die offene Landschaft oberhalb der Siedlung.

Die Erstnennung von 1259 lautet «Schuphart». Ab dem späten 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur habsburgischen beziehungsweise österreichischen Herrschaft im Fricktal. 1802 endete diese Bindung; 1803 kam Schupfart zum neuen Kanton Aargau. Anders als viele Gemeinden im Berner Aargau besitzt es damit eine vorderösterreichische Vorgeschichte.

Kirche St. Leodegar

Die Pfarrkirche St. Leodegar ist seit dem 15. Jahrhundert schriftlich belegt. Umbauten und der Neubau von 1796 prägen ihre Baugeschichte. Rechte an der Kirche lagen unter anderem beim Stift Säckingen und später beim Kanton Aargau. Die erhöhte Kirche und das Pfarrhaus bilden eine markante Gruppe im Dorf.

Pfarrhaus und Kirche St. Leodegar in Schupfart
Pfarrhaus und Kirche St. Leodegar, Juni 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0.

Ein Kirchenbesuch kann die Betrachtung des Dorfkerns ergänzen. Der Zugang zum Innenraum richtet sich nach den Angaben der Pfarrei und den Gottesdiensten. Die Aussenansicht macht dagegen schon die Stellung des Gebäudes gegenüber den umliegenden Wohn- und Bauernhäusern erkennbar.

Nepomuk und der Dorfbrand

Am 13. Juni 1800 zerstörte ein Brand zwölf Häuser. Die Gemeindegeschichte verbindet die Katastrophe mit französischen Soldaten und grosser Trockenheit. Als Erinnerung an ein verschont gebliebenes Haus steht an der Obermumpferstrasse eine spätbarocke Figur des heiligen Johannes von Nepomuk in einer Rundbogennische.

Bemalte Figur des heiligen Johannes von Nepomuk in einer Nische
Spätbarocke Nepomukstatue in Schupfart, Juni 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0.

Die Statue aus dem 18. Jahrhundert zeigt, wie religiöse Erinnerung und Hausgeschichte im Dorf sichtbar bleiben. Ihr Standort ist Teil einer privaten Liegenschaft; eine Betrachtung vom öffentlichen Raum ist vom Betreten des Grundstücks zu unterscheiden. Die Aufnahme von 2018 dokumentiert die erhaltene Figur mit ihrer farbigen Fassung.

Flugplatz auf dem Tägertli

Der Sportflugplatz wurde 1966 vom Sisslerfeld nach Schupfart verlegt. Die offene Hochebene oberhalb des Dorfs bietet ihm einen anderen Landschaftsraum als das Tal. Die Luftaufnahme zeigt Piste, Hangars und umliegende Felder als zusammenhängendes Gelände.

Graspiste und Hangars des Flugplatzes Fricktal-Schupfart
Luftaufnahme des Flugplatzes Fricktal-Schupfart, September 2021. Foto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0.

Die Motorfluggruppe Fricktal-Schupfart betreibt eine Flugschule und stellt Flugzeuge für ihre Vereinsmitglieder bereit. Sie verweist für Besucher auf das Restaurant Air-Pick, von dem aus das Geschehen beobachtet werden kann. Flugplatzbesuch und Aufenthalt auf dem Betriebsgelände sind nach den örtlichen Regeln zu planen; Pisten und Flugflächen sind keine öffentlichen Spazierwege.

Schupfart Festival und Fricktaler Mittelpunkt

Seit 1983 gehört das Musikfestival zur örtlichen Veranstaltungsgeschichte. Der Veranstalter veröffentlicht Rock-, Pop-, Country- und Schlagerprogramme mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Ausgabe von 2026 fand vom 25. bis 27. September statt; der Festivalbetreiber hat bereits einen Rückblick veröffentlicht. Für eine künftige Austragung sind seine neuen Ankündigungen massgebend.

Ein anderer örtlicher Bezugspunkt liegt im Eichbüel: 1991 wurde dort der geografische Mittelpunkt des politischen Fricktals markiert. Die Gemeinde beschreibt den Gedenkstein und seine Entstehung zum Eidgenossenschaftsjubiläum. Die Definition bezieht sich auf die beiden Bezirke Rheinfelden und Laufenburg.

Schulverband und Tagesstrukturen

Der Primarschulverband Fischingertal organisiert die Kindergärten und Primarschulen von Mumpf, Obermumpf und Schupfart. Die 1./2. Klassen lernen in Obermumpf, die 3./4. Klassen in Schupfart und die 5./6. Klassen in Mumpf. Kindergärten bestehen an allen drei Standorten. Für die Oberstufe verweist die Gemeinde auf die Kreisschule Unteres Fricktal.

Die Tagesstrukturen Fischingertal bieten Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung. In Schupfart findet der Mittagstisch in der Mehrzweckhalle und die anschliessende Betreuung im Vereinszimmer statt. Der Verband stellt eine Anmeldung für 2026/27 bereit. Wochentage, Module und freie Plätze sind direkt mit der Leitung zu klären.

Landschaft und Anreise

Archäologische Fundstellen auf Tägertli, Betberg und Herrain weisen auf eine lange Besiedlungsgeschichte hin. Nicht jede Fundstelle besitzt sichtbare Ruinen; ein Ausflug sollte sich auf markierte Wege und publizierte Zugänge stützen. Landwirtschaft und das Pendeln ins Fricktal prägen daneben den heutigen Alltag.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Busverbindungen und die passenden Bahnanschlüsse können im SBB-Fahrplan geplant werden. Für Veranstaltungen am Flugplatz ist der konkrete Veranstaltungsort zusätzlich zum Dorf als Ziel zu wählen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.