Seeberg
Seeberg im Oberaargau mit Grasswil, Riedtwil und Hermiswil: Fusion, Findlinge und Naherholung am Burgäschisee. Fotos, Karte und aktuelle BFS-Zahlen.
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Seeberg umfasst mehrere Dörfer und Weiler im Oberaargau. Grasswil, Riedtwil und seit 2016 auch Hermiswil gehören dazu; Oschwand liegt nur teilweise im Gemeindegebiet. Burgäschisee, Steinenberg und Mutzbachtäli bilden markante Landschaftsbezüge.
Seeberg im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Oberaargau |
| BFS-Nummer | 988 |
| Einwohner | 1565 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 16,80 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Mehrere Dorfgeschichten in einer Gemeinde
Die heutige Gemeinde umfasst Seeberg, Grasswil, Riedtwil, Hermiswil, Juchten und einen Teil von Oschwand. Die einzelnen Siedlungen bleiben im Ortsbild erkennbar. Ihr gemeinsamer politischer Rahmen entstand durch mehrere organisatorische Veränderungen.
Im 19. Jahrhundert bestanden fünf sogenannte Ortsgemeinden als Unterabteilungen: Seeberg, Niedergrasswil, Obergrasswil, Riedtwil und Juchten-Loch. Am 1. Januar 1991 wurden sie aufgehoben und ihre Aufgaben von der Einwohnergemeinde übernommen.
Die anschliessenden Ortsbezirke bestanden bis zur neuen Gemeindeordnung von 2013. Die Gemeindeversammlungen von Seeberg und Hermiswil stimmten 2015 einer Fusion zu. Seit dem 1. Januar 2016 ist Hermiswil ein Ortsteil von Seeberg.
Eine Kirche in der Urkunde von 1076
Seeberg wird 1076 erstmals urkundlich genannt. Nach der kommunalen Chronik schenkte ein Seeliger von Wohlhausen einen Viertel der Kirche dem Kloster Einsiedeln. Die frühe Nachricht betrifft damit kirchlichen Besitz im Ortsraum.
Im Mittelalter gehörte Seeberg zu den Besitzverhältnissen der Zähringer und später ihrer kyburgischen Erben. Die jüngere Gemeindegeschichte zeigt dagegen, wie kirchliche, örtliche und politische Aufgaben schrittweise neu geordnet wurden.
Das heutige Wappen wurde 1945 als Gemeindewappen festgelegt. Die Gemeinde weist darauf hin, dass seine ältere Zuschreibung zu einem angeblichen Edelgeschlecht von Seeberg urkundlich nicht gesichert ist.
Findlinge als Spuren der Eiszeit
Der Steinenberg gehört zur eiszeitlich geprägten Landschaft rund um den Burgäschisee. Grosse erratische Blöcke liegen zwischen den Bäumen. Sie wurden vom Eis transportiert und sind heute ein sichtbarer Bestandteil des Waldgebiets.

Die Gemeinde beschreibt eine Wanderverbindung vom Burgäschisee über den Steinenberg ins Mutzbachtäli und weiter zum Dählengütsch beziehungsweise Lindenberg. See, Findlinge, Bachlandschaft und Höhenzüge bieten dabei unterschiedliche Landschaftsräume.
Der Burgäschisee liegt an der Grenze zur solothurnischen Nachbarschaft. Er wird deshalb als Teil der gemeinsamen Umgebung beschrieben. Die politische Gemeindegrenze ist nicht mit dem gesamten Erholungsraum gleichzusetzen.
Bäche, Landwirtschaft und gemeinsame Schulen
Der Chrümelbach begleitet bei Seeberg offene Felder und Ufergehölze. Das Foto zeigt diesen kleineren Wasserlauf neben einem Feldweg. Es ergänzt die bekannten Ausflugsziele um einen Blick auf die landwirtschaftlich genutzte Umgebung.

Die Siedlungen sind durch Strassen und Wege miteinander verbunden. Für die Bildung verweist die Gemeinde auf die Schule Wynigen-Seeberg. Die Zusammenarbeit verbindet die eigenen Ortsteile mit der Nachbargemeinde und ergänzt die politische Verwaltung um einen gemeinsamen schulischen Rahmen.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.