Seftigen
Seftigen im oberen Gürbetal: Chefeli, Bahnstation, Partnerschaft mit Kovářov und Schule im Wandel. Mit lizenzierten Fotos, Karte und aktuellen BFS-Zahlen.
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Seftigen liegt im oberen Gürbetal auf einem Moränenhügel am südlichen Ende des Belpbergs. Das Chefeli im alten Dorfkern, die Bahnstation und eine langjährige Partnerschaft mit dem tschechischen Kovářov sind örtliche Bezugspunkte. Die heutige Gemeinde gehört zum Verwaltungskreis Thun und entwickelt ihren Schulstandort weiter.
Seftigen im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Thun |
| BFS-Nummer | 883 |
| Einwohner | 2175 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 3,89 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Zwischen Bergwald und Widerhub
Der Ort liegt auf rund 578 Metern über Meer zwischen Bergwald im Norden und Widerhub im Süden. Das Gebiet reicht vom Wyssbach bis zur Allmend. Rütti, Gassacker und Neumatten ergänzen die Siedlungsnamen des Hauptorts.
Uetendorf, Burgistein, Gurzelen und das heutige Kirchdorf bilden die Nachbarschaft. Landwirtschaftsflächen und Wohngebiete liegen nahe beieinander. Die Bahnstation verbindet das Dorf mit den Arbeits- und Bildungswegen im Raum Bern und Thun.

Ein Ortsname für Dorf und früheres Landgericht
1244 ist Seftigen als Seftinges erwähnt. Ursprung und Bedeutung des Namens sind nicht abschliessend geklärt. Im Mittelalter waren die Herrschaftsrechte auf unterschiedliche Inhaber verteilt und eng mit Burgistein und Berner Familien verbunden.
Seftigen gab einem bernischen Landgericht und später einem Amtsbezirk den Namen. 1803 wurde der Amtssitz nach Belp verlegt. Diese älteren Zuständigkeiten erklären den regional bekannten Namen; sie sind von der heutigen Zugehörigkeit zum Verwaltungskreis Thun zu unterscheiden.
Das Chefeli im alten Dorfkern
Das 1612 erbaute Chefeli wurde bis in die 1920er Jahre als Arrestlokal genutzt und diente auch als Archiv. Wandkritzeleien aus verschiedenen Jahrhunderten erinnern an die Haftnutzung. Der steile Turmhelm macht den kleinen Bau im Dorfkern erkennbar.
Beim Dorfbrand von 1714 wurden grosse Teile der Siedlung zerstört. Am Chefeli überstanden Teile des älteren Fassadenverputzes die Katastrophe. 2013 wurde das Gebäude fachgerecht restauriert. Die Gemeinde dokumentiert seine Geschichte in ihrem Porträt.
Partnerschaft über Landesgrenzen hinweg
1993 beschloss Seftigen eine Partnerschaft mit Kovářov in Südböhmen. Erste Besuche der Gemeindedelegationen wurden bald durch einen Schüleraustausch ergänzt. Der erste gegenseitige Austausch fand 1995 statt.
Die Beziehung verbindet Schulprojekte mit Kontakten zwischen Behörden und Bevölkerung. Die Gemeinde berichtet etwa über Besuche 2023 in Seftigen und 2024 in Kovářov. Damit besitzt der kleine Gürbetalort eine langjährige internationale Verbindung im örtlichen Gemeinschaftsleben.
Heutiger Unterricht und Ausbau ab 2028
Die Schule Seftigen führt Kindergarten, Primarstufe und Realklassen. Die Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler besuchen derzeit das Oberstufenzentrum Wattenwil. Bibliothek und Tagesschule ergänzen den Unterricht.

Ab dem Schuljahr 2028/29 sollen neu eintretende Jugendliche mit Sekundarschulniveau ebenfalls in Seftigen unterrichtet werden. Der vollständige Zusammenzug der Oberstufe ist laut Schulwebsite für 2030/31 vorgesehen. Ein möglicher Sportschulstandort wird geprüft. Die Schulwebsite und die Projektseite der Gemeinde erläutern den aktuellen Übergang.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.