St. Antoni
St. Antoni in der Gemeinde Tafers: katholische und reformierte Dorfgeschichte, Aussicht vom Chutz und Alltag im Sensler Hügelland.
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St. Antoni hat zwei kirchliche Traditionen, die den Ort seit dem 19. Jahrhundert prägen. Die katholische Pfarrkirche und die früh entstandene reformierte Gemeinde erzählen zugleich von einem Dorf, dessen Zentrum sich einst von Niedermonten hierher verlagerte. Seit 2021 gehört St. Antoni zur Gemeinde Tafers. Auf Französisch heisst der Ort Saint-Antoine.
Steckbrief
| Ort | St. Antoni |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Tafers |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · Bezirk Sense |
| Ortssprache | Deutsch |
Zwei Kirchen als Dorfgeschichte
Um die Mitte des 15. Jahrhunderts entstand eine Antoniuskapelle. Sie wurde mehrfach erweitert, bevor 1894 die heutige katholische Kirche an ihre Stelle trat. Im selben Jahr wurde St. Antoni zur selbstständigen Pfarrei erhoben.
Die reformierte Bevölkerung hatte bereits 1866 eine eigene Schule gegründet und ihre Kirche eingeweiht. 1867 entstand die reformierte Kirchgemeinde. Diese Entwicklung gehört zu den Besonderheiten des überwiegend katholisch geprägten Sensler Umlands. Für heutige Gottesdienste und den Zugang zu Innenräumen gelten die Angaben der jeweiligen Kirchgemeinde.
Vom Schrickschrot zum Dorfzentrum
Als Schrickschrot war das Gebiet einer der vier Teile der Grosspfarrei Tafers. Daraus wurde 1831 eine selbstständige politische Gemeinde. Der Name St. Antoni erscheint 1690 in einer Schriftquelle als S. Antonii.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschob sich das Zentrum von Niedermonten zum Dorf St. Antoni. Der Kirchenbau und die Ansiedlung von Gewerbebetrieben, besonders aus dem Bausektor, trugen dazu bei. Landwirtschaft blieb daneben ein wichtiger Erwerbszweig.
Das frühere Gemeindegebiet umfasst unter anderem Niedermuhren, Nieder- und Obermonten, Weissenbach, Burgbühl, Lehwil und weitere Weiler. Der Ort ist deshalb von einer breiten, landwirtschaftlich genutzten Siedlungslandschaft umgeben. Die kommunalen Aufgaben werden seit der Fusion mit Alterswil und Tafers am 1. Januar 2021 gemeinsam wahrgenommen.
Aussicht vom Chutz
Der Chutz ist ein Aussichtspunkt mit Feuerstelle und grossem Tisch auf einem Plateau. Die Gemeinde beschreibt ein Panorama vom Moléson im Westen bis zum Schreckhorn im Osten. Seine Lage im offenen Hügelland macht ihn zu einem eigenständigen Ausflugsziel bei St. Antoni.
Als redaktioneller Vorschlag lässt sich ein Dorfbesuch mit einem Gang zum Aussichtspunkt verbinden. Feuerstelle und Wanderwege sind im jeweiligen Wetter- und Betriebszustand zu nutzen; die Gemeindeseite verweist für den Platz auf das Feuerstellenverzeichnis. Eine bestimmte Gehzeit wird hier nicht vorausgesetzt.
Schule und Betreuung in der fusionierten Gemeinde
St. Antoni ist weiterhin einer der drei Primarschulstandorte von Tafers. Die ausserschulische Betreuung bietet örtliche Module und ergänzt sie durch Angebote am Hauptstandort. Die Übersicht für 2026/27 zeigt insbesondere, welche Freitagsmodule in Tafers stattfinden.
Die Ganztagesbetreuung am Freitag steht dort auch den 1H-Kindern aus St. Antoni offen; den Transport organisieren die Eltern. Ferienbetreuung wird ab einer Mindestanmeldung von acht Kindern angeboten. Anmeldungen, verfügbare Tage und Standort gehören deshalb zusammen.
Mit dem Bus nach St. Antoni
Die TPF-Linien 181 und 182 bedienen «St. Antoni, Dorf» sowie Niedermonten und Weissenbach. Sie führen aus Richtung Freiburg und Tafers weiter nach Heitenried; die anschliessenden Linienäste erschliessen Schwarzenburg beziehungsweise Schmitten und Wünnewil.
Für den Besuch sind die tagesgenauen Fahrpläne massgebend. Im weiteren Gemeindegebiet informiert Tafers zudem über Wegsperrungen, darunter bei der Recherche der seit 25. September 2026 gesperrte Singerenweg. Diese Meldung betrifft eine zusätzliche Wanderoption im Gemeindegebiet und ist keine Sperrung des Chutz.
Karte
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Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.