Täuffelen
Täuffelen-Gerolfingen am Bielersee: zwei Dörfer, Präzisionsindustrie, Kirche, Bahn und regionale Schulen. Mit Tagesschule Papillon, Fotos und amtlichen Daten.
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Täuffelen besteht aus den Dörfern Täuffelen und Gerolfingen am südlichen Bielerseeufer. Die Gemeinde übernimmt für ihre Nachbarn Aufgaben in Schule und Versorgung. Ihre Entwicklung verbindet Landwirtschaft und Obstbau mit Präzisionsindustrie und der Biel-Täuffelen-Ins-Bahn.
Täuffelen im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Seeland |
| BFS-Nummer | 751 |
| Einwohner | 3070 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 4,40 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Täuffelen und Gerolfingen gehören zusammen
Im Gemeindeauftritt wird der Ort häufig Täuffelen-Gerolfingen genannt; der amtliche politische Gemeindename lautet Täuffelen. Beide Dorfkerne gehören zur selben Gemeinde. Sie liegen am Südufer des Bielersees und auf dem darüber ansteigenden Gelände.
Gerolfingen besass einen Hafen für den Waren- und Weinumschlag. Landwirtschaft, Fischerei und etwas Rebbau waren früher wichtige Grundlagen. Heute ergänzen Wohnquartiere und verschiedene Geschäfte die historischen Dorfstrukturen. Die Gemeinde bezeichnet sich als Subzentrum mit Versorgungseinrichtungen für die nähere Region.

Präzisionsarbeit schon vor der Bahn
Die Industrialisierung setzte 1846 ein, als sich eine Uhrenfourniturenfabrik ansiedelte. Daraus entwickelte sich ein Standort für Präzisionsdrehteile. Später kamen weitere Industriezweige hinzu, darunter Metallbau und die Herstellung technischer Geräte. Die gewerbliche Geschichte begann damit deutlich vor dem Bahnanschluss.
1916 wurde die Biel-Täuffelen-Ins-Bahn eröffnet. Täuffelen wurde ein wichtiger Betriebsstandort; 1999 ging die Bahn im Verbund Aare Seeland mobil auf. Die Verbindung nach Biel/Bienne und Ins gehört zum regionalen Alltag. Abfahrten und Anschlüsse werden beim Verkehrsunternehmen geprüft.

Kirchhügel, Ufersiedlungen und Kirschen
Funde am Seeufer belegen Siedlungen von der Jungsteinzeit bis in die späte Bronzezeit. Sie sind von der mittelalterlichen Dorfgeschichte zu unterscheiden. Täuffelen wird 1228 als Choufalli erwähnt und kam 1398 mit dem Inselgau an Bern.
Die reformierte Kirche entstand über römischen Siedlungsresten und besitzt einen romanischen Grundbestand. Neben ihr ist auch die römisch-katholische Kirche im Ort vertreten. Die Juragewässerkorrektion erleichterte später die Bewirtschaftung der Ebene. Mit der Gründung des Obstbauvereins 1928 entwickelte sich die Gemeinde zu einem wichtigen Ort des Kirschenanbaus.
Ein Schulzentrum für mehrere Gemeinden
Kindergarten, Primarschule und Oberstufe können in Täuffelen-Gerolfingen besucht werden. Zum Kindergarten- und Primarschulbetrieb gehören auch Hagneck und Epsach. Die Kindergärten liegen am Burrirain in Täuffelen und am Standort Uelig in Gerolfingen; das Primarschulhaus befindet sich an der Käsereistrasse.
Das Oberstufenzentrum verbindet Täuffelen mit Epsach, Hagneck, Mörigen und Sutz-Lattrigen. Die regionale Rolle zeigt sich hier besonders deutlich: Nicht jede Gemeinde führt sämtliche Klassenstufen selbst.
Die Tagesschule Papillon ergänzt den Unterricht durch Betreuung und Aufgabenhilfe. Für das Schuljahr 2026/27 werden am Mittwoch und Freitag mangels Anmeldungen keine Module angeboten. Massgebend sind die aktuellen Angebote und Anmeldebedingungen der Gemeinde. Bibliothek und Vereine ergänzen das Freizeit- und Kulturleben.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.