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# Tafers
- URL: https://www.schweiz.wiki/tafers/
- Published: 2026-10-01T21:00:37.000Z
- Updated: 2026-10-01T21:00:37.000Z
- Description: Drei Dorfzentren im Senseland: Tafers mit dem Sensler Museum, Alterswil mit Sternwarte und Burgruine sowie St. Antoni am Chutz.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Freiburg

Tafers ist der Hauptort des Sensebezirks im [Kanton Freiburg](https://www.schweiz.wiki/tag/freiburg/). Seit 2021 gehören auch Alterswil und St. Antoni zur Gemeinde. Wer sie kennenlernen möchte, trifft deshalb auf drei Dorfzentren mit unterschiedlicher Geschichte: den Kirchplatz mit dem Sensler Museum in Tafers, das Strassendorf Alterswil und St. Antoni am Hang über dem Tal der Taverna. Dazwischen liegen Weiler, Bauernhöfe und bewaldete Bachgräben.

## Tafers auf einen Blick

| Kanton und Bezirk       | Freiburg (FR), Sense / Singine                                     |
| ----------------------- | ------------------------------------------------------------------ |
| BFS-Nummer              | 2306                                                               |
| Französischer Name      | Tavel                                                              |
| Einwohnerzahl           | 8’030 – amtliche zivilrechtliche Bevölkerung am 31\. Dezember 2025 |
| Fläche                  | 41,32 km² laut Gemeinde                                            |
| Heutiges Gemeindegebiet | Alterswil, St. Antoni und Tafers, vereinigt am 1\. Januar 2021     |
| Verwaltung              | Schwarzseestrasse 5, 1712 Tafers                                   |
| Website                 | [tafers.ch](https://www.tafers.ch/?ref=schweiz.wiki)               |

## Von den Schroten zur gemeinsamen Gemeinde

Die heutige Gemeinde entstand nach der Zustimmung zur Fusion am 19\. Mai 2019\. Ihr Gebiet umfasst die früheren Gemeinden Tafers, Alterswil und St. Antoni. Im westlichen Teil gehören auch Rohr und das unmittelbar an Freiburg angrenzende Quartier Klein-Schönberg dazu. Alterswil reicht mit seinen Weilern weit über das eigentliche Strassendorf hinaus; St. Antoni umfasst unter anderem Niedermuhren, Niedermonten, Obermonten und Weissenbach.

Die [Gemeindegeschichte](https://www.tafers.ch/geschichtedergemeinde?ref=schweiz.wiki) führt die drei Orte auf verschiedene Teile der alten Grosspfarrei Tafers zurück. Diese Teile hiessen Schrote: Bodenschrot für Tafers, Juchschrot für Alterswil und Schrickschrot für St. Antoni. 1831/32 entstanden daraus selbständige politische Gemeinden. Auch St. Ursen wurde damals eigenständig, gehört aber nicht zur Fusion von 2021.

Tafers wurde 1848 Hauptort des neu geschaffenen Sensebezirks. Die damit verbundenen Einrichtungen mussten zunächst aufgebaut werden. Das [Historische Lexikon der Schweiz](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001037/2021-06-10/?ref=schweiz.wiki) beschreibt, wie Verwaltung, Schulen und Spital dem Ort zunehmend eine Bedeutung über das eigene Dorf hinaus gaben.

## Kirchplatz, Jakobskapelle und Sensler Museum

Am Kirchplatz von Tafers stehen Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten eng beieinander. Die Kirche St. Martin ist seit 1148 belegt. Ihr Chor erhielt seine heutige spätgotische Gestalt im 16\. Jahrhundert; das Kirchenschiff stammt aus den Jahren 1786 bis 1789\. Dazu kommen das Beinhaus, das Gasthaus St. Martin und die Jakobskapelle. Letztere erhielt 1769 ihren Neubau. Ihre Bilder erzählen das «Galgenwunder», eine Legende der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela.

Das reich verzierte Sigristenhaus von 1780 gehört zur Sensler Holzbaukultur. Es diente zeitweise auch als Schule und beherbergt seit 1975 das [Sensler Museum](https://www.senslermuseum.ch/?ref=schweiz.wiki). Am Kirchweg 2 verbindet dieses regionale Kulturgeschichte mit Kunstausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangeboten. Regulär öffnet es donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr; für Gruppenführungen ist eine Vereinbarung mit dem Museum sinnvoll. Sondertermine und Änderungen stehen auf der Betreiberseite.

![Holzfassade des Sigristenhauses mit breiten Lauben und Museumszugang](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2306-tafers-sigristenhaus-2024.jpg)

Das Sigristenhaus mit dem Sensler Museum am 2\. April 2024\. Foto: [GFreihalter](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tafers%5FSigristenhaus%5F772.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Als redaktioneller Rundgangsvorschlag lässt sich der Kirchplatz mit einem Museumsbesuch verbinden. Die Gebäude bilden ein überschaubares Ensemble; für die Innenbesichtigung sakraler Räume sind Gottesdienste und die örtlichen Zutrittsregelungen zu berücksichtigen.

## Alterswil: Dorfkirche, Sternwarte und Obermaggenberg

Alterswil wurde 1148 als Alterihcwilere erwähnt. Zum Ort gehören unter anderem die Weiler Beniwil, Galteren, Geriwil, Heimberg, Wengliswil und Zitterli. Die Pfarrkirche am Kirchweg bildet einen Bezugspunkt im Dorf. Die kirchliche Verselbständigung vollzog sich in zwei Schritten: 1885 entstand ein Rektorat, 1894 die eigenständige Pfarrei.

![Turm und Teil des Kirchenschiffs der katholischen Kirche Alterswil](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2306-tafers-alterswil-kirche-2010.jpg)

Detail der Pfarrkirche Alterswil am 11\. September 2010\. Foto: [Lutz Fischer-Lamprecht](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alterswil%5FKirche%5F1.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Ausserhalb des Dorfes liegt an der Adresse Ober Geriwil 41 die [Sternwarte Alterswil](https://fribourg.ch/de/schwarzsee/natur/sternwarte/?ref=schweiz.wiki). Ein Besuch erfolgt nach telefonischer Vereinbarung. Damit eignet sie sich für einen gezielt geplanten Abend, während ein spontaner Halt keine Beobachtung garantiert.

Ein anderer Ausflug führt zur [Ruine Obermaggenberg](https://www.tafers.ch/%5Frte/sehenswuerdigkeit/22003?ref=schweiz.wiki) über der Sense. Das französischsprachige [HLS-Porträt von Alterswil](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/001023/2021-06-10/?ref=schweiz.wiki) datiert den erhaltenen Wohnturm in das späte 13\. Jahrhundert. Die Ruine ist von den Maggenberger Anlagen beim Dorf Tafers zu unterscheiden. Für den Weg ins Gelände empfiehlt sich eine Wanderkarte; das Museum bietet gelegentlich geführte Exkursionen an.

## St. Antoni und der Blick vom Chutz

St. Antoni entwickelte sich um eine Antoniuskapelle. Aus dem früheren Schrickschrot entstand 1831 eine politische Gemeinde; die katholische Pfarrei wurde 1894 selbständig. Die reformierte Geschichte besitzt einen eigenen sichtbaren Mittelpunkt: 1866 entstanden eine reformierte Schule und Kirche, ein Jahr später die Kirchgemeinde. Das [HLS](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001033/2021-06-10/?ref=schweiz.wiki) beschreibt, wie sich der Schwerpunkt des Ortes im frühen 20\. Jahrhundert von Niedermonten zum heutigen St. Antoni verschob.

![Katholische Kirche von St. Antoni hinter Wohnhäusern und Wiesen](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2306-tafers-st-antoni-2012.jpg)

St. Antoni mit der katholischen Kirche am 8\. September 2012\. Foto: [Lutz Fischer-Lamprecht](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:St.%5FAntoni%5FkathKirche%5F2012-09-08%5F01.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Für einen Landschaftsblick ist der [Chutz](https://www.tafers.ch/%5Frte/sehenswuerdigkeit/22046?ref=schweiz.wiki) ein konkretes Ziel. Der 884 Meter hohe Hügel trägt einen Aussichtspunkt mit Feuerstelle und grossem Tisch. Laut Gemeinde reicht das Panorama vom Moléson bis zum Schreckhorn. Ob ein Feuer erlaubt ist, richtet sich nach den aktuellen örtlichen Vorgaben.

## Drei Schulorte und gemeinsame Betreuung

Alterswil, St. Antoni und Tafers behalten ihre Schulstandorte. Die Gemeinde bietet seit August 2022 an allen drei Orten ausserschulische Betreuung an. Im [Modulplan 2026/27](https://www.tafers.ch/module?ref=schweiz.wiki) unterscheiden sich Tage und Standorte: Einzelne Angebote für Kinder aus Alterswil und St. Antoni finden in Tafers statt. Das Freitagsangebot für Kinder der 1H steht allen drei Schulorten offen; den Transport dorthin organisieren die Eltern.

Seit Sommer 2025 gibt es ausserdem Ferienbetreuung, die eine Mindestzahl von acht Kindern voraussetzt. Familien sollten deshalb die gewünschten Module und Ferienwochen konkret anmelden. Die [Orientierungsschule Tafers](https://www.ostafers.ch/?ref=schweiz.wiki) führt die Stufen 9H bis 11H und veröffentlicht ihren Schulkalender und die Informationen zum Übertritt auf der eigenen Website.

## Anreise und Wege ins Grüne

Tafers liegt im regionalen Busnetz. Die Linien 181 und 182 verbinden Freiburg über Tafers und St. Antoni mit Heitenried; ihre weiteren Ziele sind Schwarzenburg beziehungsweise Schmitten und Wünnewil. Die Linie 123 fährt über Tafers und Alterswil nach Plaffeien und Schwarzsee. Die aktuellen Tabellen sind bei den [TPF-Regionalbussen](https://www.tpf.ch/fr/horaires-et-reseaux/horaire-par-reseaux/bus-regionaux?ref=schweiz.wiki) abrufbar. Für einen Besuch mehrerer Ortsteile lohnt es sich, Hin- und Rückfahrt einzeln zu planen.

Zu den von der Gemeinde vorgestellten Naherholungsräumen zählen Sensegraben und Galterntal. Eine konkrete Einschränkung bestand bei der Recherche am 1\. Oktober 2026: Der [Wanderweg im Singerenwald war wegen gefährdeter Bäume gesperrt](https://www.tafers.ch/%5Frte/information/2995573?ref=schweiz.wiki). Die Mitteilung vom 25\. September nennt noch keinen Freigabetermin. Vor einer Tour ist daher die aktuelle Gemeindemeldung zu beachten.

## Tafers auf der Karte

Die Markierung zeigt die Verwaltung an der Schwarzseestrasse 5 im Ortsteil Tafers. Alterswil und St. Antoni liegen weiter östlich.

Kartendaten © [OpenStreetMap-Mitwirkende](https://www.openstreetmap.org/copyright?ref=schweiz.wiki). [Grössere Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.814030&mlon=7.216550&ref=schweiz.wiki#map=13/46.814030/7.216550).

Quellen und Datenstand

Recherchiert am 1\. Oktober 2026\. Grundlage sind die Gemeinde Tafers, die HLS-Artikel zu Tafers, Alterswil und St. Antoni, das Sensler Museum, die OS Tafers, Schwarzsee-Senseland Tourismus und die TPF-Fahrpläne 2026\. Die Einwohnerzahl stammt aus der [kantonalen zivilrechtlichen Bevölkerungsstatistik](https://opendata.fr.ch/explore/dataset/01%5F02%5Fpop%5Flegale/?ref=schweiz.wiki) für den 31\. Dezember 2025, veröffentlicht am 26\. August 2026\. Sie bezieht sich auf die heutige fusionierte Gemeinde. Öffnungszeiten, Betreuung und Wegsperrungen können sich ändern.