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Thierachern

Thierachern westlich von Thun: Kirche, Löwen, frühere Kanderlandschaft und Schulen der Region. Mit Fotos, Karte und aktuellen BFS-Zahlen.

Aktualisiert am

Blick über Thierachern mit Kirche, Obstbäumen und Häusern in der Hügellandschaft
Thierachern mit Kirche, 15. Februar 2025. Foto: Urs Schönholzer · CC BY 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Thierachern liegt westlich von Thun zwischen Aareebene und den Hügeln Richtung Stockental. Die Kirche, das Gasthaus Löwen und die frühere Kanderlandschaft prägen seine Geschichte. Mit Kandermatte und der regionalen Oberstufe ist die Gemeinde zugleich ein wichtiger Schulstandort.

Thierachern im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisThun
BFS-Nummer941
Einwohner2574 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche7,53 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Kirche, Egg und Dorfplatz

Die Kirche ist ein markanter Bezugspunkt im Ortsbild. Daneben zeigen ältere Häuser, Obstbäume und offene Flächen den Übergang zwischen Dorf und Hügellandschaft. Wahlen, Egg und Kandermatte gehören zu den örtlichen Siedlungs- und Standortnamen.

1762 ging die Eggbesitzung an die Brüder Jakob und Samuel Studer über. Zu ihren Bauten gehört das seit 1765 bestehende Wirtshaus Löwen. Dorfplatz, Brunnen und historische Gebäude verbinden diese ältere Entwicklung mit dem heutigen Ortszentrum.

Dorfplatz mit Brunnen, Gasthaus Löwen und Gebäuden der Eggbesitzung
Dorfplatz in Thierachern, 28. September 2015. Foto: Ginkgo2g · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Wie der Kanderdurchstich die Landschaft veränderte

1228 erscheint die Kirche in einer Urkunde des Bistums Lausanne. Später gehörten Überschwemmungen der Kander zu den grossen örtlichen Problemen. Die Gemeinde forderte Ende des 17. Jahrhunderts Massnahmen gegen die wiederkehrenden Schäden.

Seit 1714 fliesst die Kander durch den Einschnitt im Strättlighügel in den Thunersee. Dadurch endeten die regelmässigen Verwüstungen im tieferen Dorfteil. Die Allmend konnte verstärkt als Weide- und Kulturland genutzt werden.

Die Nähe zum Waffenplatz

1841 erwarb die Eidgenossenschaft die Allmend von Thierachern. Die weitere Entwicklung des Waffenplatzes veränderte die Landnutzung und betraf auch bestehende Häuser. Militärische Infrastruktur wurde damit Teil der örtlichen Geschichte.

Brücke der Panzerpiste über den Glütschbach mit militärischem Fahrzeug und Bauarbeiten
Glütschbachbrücke an der Panzerpiste bei Thierachern, 7. Oktober 2024. Foto: Arkelin · CC BY 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Aufnahme an der Glütschbachbrücke zeigt einen Ausschnitt dieses genutzten Landschaftsraums im Jahr 2024. Der Bach, Wald und Verkehrswege stehen hier neben der Infrastruktur der Panzerpiste.

Verwaltung in einem umgenutzten Gebäude

1969 kaufte die Gemeinde das Wohnhaus mit Konsummagazin an der Dorfstrasse 1 von der Coop-Genossenschaft Thun. Nach einem Umbau zog die Gemeindeverwaltung ein. Die Nutzung eines vorhandenen Gebäudes ergänzte die älteren baulichen Schichten des Dorfes.

Vereine und gemeinsame Räume gehören zur örtlichen Infrastruktur. Die Mehrzweckhalle bei der Kandermatte wurde 1991 eingeweiht und dient verschiedenen Veranstaltungen. Gemeinde, Schule und Dorfleben sind dadurch räumlich miteinander verbunden.

Kandermatte und Thierachern Regio

Bereits 1895 entstand in Wahlen ein Sekundarschulhaus des Thuner Westamts. Später folgten neue Schulbauten auf der Egg und in der Kandermatte. Die heutige Gesamtschule Thierachern Regio umfasst Primarstufe, Oberstufe und Tagesschule.

Unterstützende und sonderpädagogische Angebote werden im regionalen Zusammenhang des Thuner Westamts organisiert. Auch Jugendliche aus Uebeschi besuchen die Oberstufe in Thierachern. Die Schulwebsite informiert über die heutigen Angebote und Standorte.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.