Thurnen
Thurnen im Gürbetal vereint seit 2020 drei Dörfer. Kirche, Kohlbau, Bahnstation und gemeinsame Schule. Mit lizenzierten Fotos, Karte und aktuellen BFS-Daten.
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Thurnen vereint seit 2020 Kirchenthurnen, Mühlethurnen und Lohnstorf im mittleren Gürbetal. Die drei Dörfer verbinden einen alten kirchlichen Mittelpunkt am Hang mit Bahnstation, Gewerbe und Landwirtschaft in der Talebene. Sie bleiben innerhalb der gemeinsamen Gemeinde als eigene Orte erkennbar.
Thurnen im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Bern-Mittelland |
| BFS-Nummer | 889 |
| Einwohner | 2076 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 5,95 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Eine gemeinsame Gemeinde seit 2020
Am 1. Januar 2020 schlossen sich Kirchenthurnen, Lohnstorf und Mühlethurnen zusammen. Die Verwaltung befindet sich an der Bahnhofstrasse in Mühlethurnen. Die gemeinsame Gemeinde gehört zum Verwaltungskreis Bern-Mittelland.
Zum früheren Mühlethurnen gehörten auch Mühlebach, Pontel, Freudberg und Einzelhöfe. Die heutige Gemeinde reicht vom Talboden der Gürbe an den Osthang des Längenbergs. Der Name Thurnen bezeichnet die politische Einheit; die einzelnen Dorf- und Weilernamen bleiben für die Orientierung wichtig.
Kirchenthurnen als älterer Mittelpunkt
Kirchenthurnen ist 1228 als Tornes erwähnt und hiess bis 1860 offiziell Thurnen. Grundbesitz, Herrschaftsrechte und Kirchensatz gelangten im 14. Jahrhundert an das Kloster Interlaken. Nach der Reformation fielen diese Rechte an Bern.

Die Kirche war Mittelpunkt einer früher sehr grossen Pfarrei am Längenberg. Ihr heutiger Bau entstand durch Erneuerungen im 17. und frühen 18. Jahrhundert. Die kirchliche Geschichte verbindet den erhöht liegenden Ort mit mehreren Dörfern der Umgebung.
Lohnstorf und der nutzbar gemachte Talboden
Lohnstorf ist 1148 als Lonestrof belegt. Römische Siedlungsreste im Brühl und ein Münzhort weisen auf eine ältere Nutzung hin. Der kleine Ort teilte später wichtige Verwaltungs- und Schulbeziehungen mit seinen Nachbarn.
Die Gürbekorrektion und die Melioration im 19. und 20. Jahrhundert verwandelten zuvor feuchte Weideflächen in nutzbares Anbaugebiet. Milch- und Gemüsewirtschaft gehören zur örtlichen Entwicklung. Feldwege und Brücken erschliessen die landwirtschaftlichen Flächen.

Bahnstation, Kohlbau und örtliche Betriebe
Mit der 1901 eröffneten Bahnstation Thurnen gewann Mühlethurnen eine neue Verkehrsverbindung. Später entstanden zusätzliche Wohnquartiere am Hang und in der Ebene. Landwirtschaftlicher Handel, Sauerkrautfabrikation und Kleingewerbe ergänzten die bäuerlichen Betriebe.
Heute nennt die Gemeinde Lebensmittelgeschäfte, eine im Laden integrierte Poststelle und örtliche Gewerbebetriebe. Bahn und Postauto verbinden die Dörfer mit Bern, Thun und benachbarten Gemeinden. Aktuelle Fahrpläne und Baustellenmeldungen sind für die jeweiligen Verbindungen massgeblich.
Gemeinsame Schule und regionale Verbindungen
Mühlethurnen und Lohnstorf hatten bereits vor der politischen Fusion eine gemeinsame Schulgemeinde. 2020 übernahm die neue Gemeinde Thurnen die Trägerschaft. Die aktuelle Schulwebsite informiert über Kindergarten und Basisstufe sowie über den Unterrichtsalltag.
Die Tagesschule ergänzt das örtliche Angebot, während die regionale Oberstufe in Riggisberg auch Jugendliche aus Thurnen aufnimmt. Schulsozialarbeit und weitere Fachstellen gehören zu den regionalen Verbindungen. Die Schulwebsite und die Tagesschulseite veröffentlichen aktuelle Informationen.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- BFS STATPOP: ständige Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2025
- BFS: Gemeindefläche mit Gebietsstand 1. Januar 2026
- Primärquelle geschichte
- Primärquelle zahlen
- Primärquelle schule
- Primärquelle kirchenthurnen
- Primärquelle muehlethurnen
- Primärquelle lohnstorf
- Primärquelle betreuung
- Gemeinde Riggisberg: heutige Oberstufe mit Einzugsgebiet Thurnen