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# Titterten
- URL: https://www.schweiz.wiki/titterten/
- Published: 2026-10-01T14:48:07.000Z
- Updated: 2026-10-02T06:44:00.000Z
- Description: Titterten und seine Schnitz: Dorfgeschichte, Wasser aus der Goldbrunnenquelle, alte Martinskirche und Erlebnisweg zur Hohwacht. Mit echten Bildern, Karte und Besuchstipps.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Basel-Landschaft, #Import 2026-10-02 08:56

Titterten ist ein kleines Baselbieter Dorf auf 668 Metern über Meer, in einem Sattel zwischen den beiden Frenkentälern. Wald, Obstbäume und ältere Häuser prägen den Ort. Bekannt sind die Titterter als d’Schnitz – ein Übername, der an getrocknete Obstschnitze erinnert und heute mit viel örtlichem Selbstbewusstsein verwendet wird.

432 Menschen leben hier. Für Besucher verbindet Titterten Dorfgeschichte mit einem besonderen Naturangebot: Der Erlebnisweg führt über acht Stationen bis zum Waldbeobachtungsturm auf der Hohwacht. Wer den Ort näher kennenlernt, begegnet zudem einer langen Geschichte der Wasserversorgung, einer alten Martinskirche und lebendigem Brauchtum.

## Titterten auf einen Blick

| Kanton und Bezirk  | Basel-Landschaft, Bezirk Waldenburg                              |
| ------------------ | ---------------------------------------------------------------- |
| Einwohner          | 432, Stand 30\. Juni 2026                                        |
| Fläche             | 3,71 km²                                                         |
| Ortshöhe           | 668 m ü. M.                                                      |
| Postleitzahl       | 4425                                                             |
| Landschaft         | Sattellage am Fuss des Rankbergs                                 |
| Gemeindeverwaltung | Hauptstrasse 42                                                  |
| Offizielle Website | [Gemeinde Titterten](https://www.titterten.ch/?ref=schweiz.wiki) |

## Zwischen Talverbindungen und Wald

Titterten liegt zwischen Flüebachtal und Flüegraben am Fuss des Rankbergs. Die Umgebung ist auf mehreren Seiten bewaldet; nach Norden öffnet sich die Landschaft in Richtung Arboldswil. Weitere Nachbarn sind Niederdorf, Oberdorf, Liedertswil und Reigoldswil.

Die Sattellage verbindet die beiden Frenkentäler, unterscheidet sich aber von einem Dorf im Talboden. Für eine Wanderung oder Velofahrt gehört der Anstieg dazu. Ob du von Reigoldswil oder aus dem Waldenburgertal kommst, beeinflusst den Verlauf der Tour.

Der kompakte Dorfkern ist ein guter Ausgangspunkt zur Orientierung. Von hier führen Wege zu den offenen Flächen, zu den bewaldeten Höhen und in die Nachbarorte. Das Gemeindeblatt Schnitz Poscht und das örtliche Maskottchen Schnitzli greifen den vertrauten Übernamen auf.

## Wie aus einem Spottname ein Dorfzeichen wurde

Die Gemeinde erzählt den Ursprung des Namens d’Schnitz als Geschichte früherer Armut: Gute Äpfel und Birnen wurden verkauft, aus weniger schönen Früchten schnitt man verwertbare Stücke heraus und trocknete sie. Die Obstschnitze standen damit für die sorgfältige Nutzung knapper Lebensmittel.

Bei der Einweihung der Wasserleitung 1902 sollen Reigoldswiler einen grossen Kranz aus getrockneten Schnitzen am Dorfeingang aufgehängt haben. In Titterten wurde der Scherz zunächst wenig geschätzt. Heute gehört der Name zur örtlichen Identität.

Als Überlieferung erklärt diese Geschichte, wie die Gemeinde ihren Übernamen versteht. Auf dem Erlebnisweg begegnet er den Besuchern in freundlicher Form: Schnitzli begleitet den Rundgang und vermittelt die Verbindung zwischen Dorf und Natur.

## Ein Dorf mit Wohn- und Wirtschaftsbauten

![Wohnhaus und Scheune mit Ziegeldächern im Dorf Titterten](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/titterten-haeuser.jpg)

Häuser und Wirtschaftsbauten in Titterten, Juni 2011\. Foto: [Dietrich Michael Weidmann](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Titterten%5F250.JPG?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki).

Die älteren Häuser im Dorf stehen in kleinen Gruppen und an den Strassen. Wohnteile, Scheunen und andere Wirtschaftsbauten erinnern an die landwirtschaftliche Vergangenheit. Ziegeldächer, verputzte Fassaden und holzverschalte Bereiche wechseln sich ab.

Auf dem Foto liegen Wohnhaus und grosse Scheune unmittelbar nebeneinander. Das macht den früheren Zusammenhang von Haushalt und Betrieb sichtbar. Die Häuser sind zugleich Teil eines heute bewohnten Ortes, in dem sich Nutzungen und Bedürfnisse verändert haben.

Für einen ersten Rundgang genügt es, dem Dorfkern aufmerksam zu folgen. Der Kirchenbereich, die älteren Häuser und der Dorfladen geben verschiedene Einblicke: religiöses Leben, Landwirtschaft und Versorgung im Alltag.

## Von Ditritun zum heutigen Titterten

1152 wird der Ort als Ditritun erwähnt. Auf dem Chappelenhügel sind ältere Siedlungsspuren bekannt. Im Mittelalter bestanden Verbindungen zu den Grafen von Frohburg und zum Kloster Schönthal. 1400 gelangte Titterten an die Stadt Basel; seit 1798 gehört es zum Bezirk Waldenburg.

Neben der Landwirtschaft brachte die Posamenterei zusätzliche Arbeit ins Dorf. Um 1900 bestanden etwa 100 Webstühle. Im 20\. Jahrhundert kam zeitweise eine Uhrenfabrik hinzu. Diese Erwerbszweige erklären, weshalb sich das Dorfleben nicht allein auf die Arbeit in Feld und Stall beschränkte.

Die Lage auf der Höhe blieb für die Entwicklung wichtig. Wasser musste gesichert, Wege in die Täler organisiert und öffentliche Verbindungen aufgebaut werden. Seit 1949 ist Titterten durch einen Bus an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

## Wasser aus der Goldbrunnenquelle

Die Wasserversorgung gehört zu den zentralen Themen der Ortsgeschichte. Die dorfnahen Höhen boten keine dauerhaft ausreichenden Quellen. Nach Regen war Wasser vorhanden, bei Trockenheit konnte es rasch knapp werden. Sodbrunnen halfen, das verfügbare Wasser zu sammeln.

Eine entscheidende Veränderung brachte die Leitung von der Goldbrunnenquelle im Gebiet Wasserfallen. Am 19\. Oktober 1902 wurde die neue Versorgung eingeweiht. Brunnstube, Leitung und Reservoir machten Wasser aus einem entfernten Einzugsgebiet für das Dorf nutzbar.

1987 wurde die Anlage mit einem neuen Reservoir erweitert. Die Geschichte zeigt, welche technische Leistung hinter dem scheinbar selbstverständlichen Wasser aus dem Hahn steht. Im Dorf ist das Thema eng mit der Erinnerung an frühere Knappheit und mit dem Übernamen Schnitz verbunden.

## St. Martin und eine Kanzel von 1537

Die reformierte Kirche am Sodweg 4 steht im Dorf. Sie war dem heiligen Martin geweiht, der auch das Gemeindewappen prägt. Der kapellenartige Bau mit Satteldach und kleinem Dachreiter hebt sich von den Wohn- und Wirtschaftsbauten ab.

Nach der Reformation erhielt die Kirche 1537 eine Kanzel. Die kantonale Denkmalpflege bezeichnet sie als die älteste Kanzel des Kantons. Zur erhaltenen Ausstattung gehört ausserdem ein Tischhalter aus Kalkstein von 1642.

Im 17\. und 18\. Jahrhundert wurde das Gebäude mehrfach verändert und vergrössert. Dennoch ist der Charakter der früheren Kapelle gut erkennbar. Seit 1969 steht die Kirche unter kantonalem Schutz.

Ein Blick von aussen gehört zu einem Dorfspaziergang. Für das Innere und für Gottesdienste orientierst du dich an der Kirchgemeinde Reigoldswil-Titterten. Besonders bei einem so kleinen Bau hilft die Kenntnis seiner Geschichte, die schlichte äussere Erscheinung einzuordnen.

## Mit Schnitzli einen Blick in die Natur werfen

Der [Erlebnisweg Titterten](https://www.erlebniswegtitterten.ch/?ref=schweiz.wiki) lädt zum Mitmachen ein. Acht Stationen beschäftigen sich unter anderem mit Licht und Schatten, Düften, Kraft, Vielfalt und Beobachtung. Eine Duftorgel, Bewegungsaufgaben und kreative Anregungen machen den Weg besonders für Familien interessant.

Die Betreiber rechnen mit ungefähr einer Stunde unterwegs, weisen aber darauf hin, dass längeres Verweilen an den Stationen deutlich mehr Zeit braucht. Für eine Tour mit Kindern ist deshalb der Rhythmus des Entdeckens wichtiger als eine sportliche Zielzeit.

Der Weg kann von Reigoldswil her erreicht und über Titterten bis zur Hohwacht gegangen werden. Eine Fortsetzung in Richtung Niederdorf ermöglicht eine Tour mit verschiedenen Anfangs- und Endpunkten. Der Flyer des Erlebniswegs zeigt die Stationen und hilft bei der Auswahl.

Für eine kürzere Unternehmung lohnt es sich, einzelne Abschnitte bewusst zu wählen. Anreise und Rückfahrt gehören zur Planung, wenn man nicht denselben Weg zurückgehen möchte. Die unterschiedlichen Höhenlagen der Dörfer sind dabei zu berücksichtigen.

## Der Waldbeobachtungsturm auf der Hohwacht

Der Turm steht mitten im Wald und ist nur zu Fuss erreichbar. Er wurde aus einheimischen Hölzern von örtlichen Handwerkern gebaut. Seine Funktion ist der Blick in den Wald: in Baumkronen und auf die Tiere, die darin oder darunter leben.

Das unterscheidet ihn von einem Aussichtsturm, bei dem vor allem ein weit entferntes Panorama gesucht wird. Hier verändert die erhöhte Position den Blick auf einen Lebensraum, den man vom Boden aus meist nur von unten sieht.

Für eine Pause gibt es in der Nähe eine Feuerstelle. Massgeblich sind die ausgeschilderten Regeln und aktuelle Feuerverbote. Auch ohne Feuer lässt sich der Ort für ein Picknick und eine längere Beobachtung nutzen.

## Mattweid und geschützte Landschaften

Die Mattweid ist ein örtlicher Treff- und Ausflugsplatz. Von Titterten lässt sie sich zu Fuss erreichen; für Personen, die nicht gut zu Fuss sind, nennt die Gemeinde einen Parkplatz an der Liedertswilerstrasse. Gruppen ab zehn Personen sollen ihren Aufenthalt vorgängig bei der Verwaltung anmelden.

Im Jahr 2022 wurde dort ein neues Brünnli eingeweiht. Der Platz verbindet Aufenthalt in der Landschaft mit gemeinschaftlicher Nutzung und ist auch bei Dorfanlässen wichtig.

Mit Reigoldswil teilt Titterten die kantonalen Naturschutzgebiete Baberten und Rifenstein-Horniflue. Daneben gibt es kommunale Schutzgebiete. Wer die Umgebung erkundet, bewegt sich damit in einem Raum, der Freizeit, Bewirtschaftung und besondere Lebensräume miteinander verbindet.

## Hochstammfrüchte und ein eigener Dorfladen

![Historische Dorfhäuser und Gebäude mit Milchannahme-Schild in Titterten](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/titterten-dorf-milchsammelstelle.jpg)

Dorfhäuser und damalige Milchannahme in Titterten, Juni 2011\. Foto: [Dietrich Michael Weidmann](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Titterten%5F239.JPG?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki).

Das Bild von 2011 zeigt unter anderem eine damalige Milchannahme. Solche Einrichtungen erinnern daran, wie Produkte aus den umliegenden Betrieben im Dorf zusammenkamen. Die Verbindung zwischen Landwirtschaft und örtlicher Versorgung bleibt auch heute wichtig.

Der Dorfladen an der Hauptstrasse 58 wird von einer Genossenschaft geführt. Neben Waren für den täglichen Bedarf gibt es Produkte aus dem Dorf und der Region, darunter Spezialitäten aus Hochstammfrüchten, Honig und Erzeugnisse örtlicher Bauern.

Eine Kaffeeecke macht den Laden zum Ort für eine Pause und ein Gespräch. Ausflügler können hier Verpflegung ergänzen; Gruppen können nach Absprache Sandwiches und Getränke vorbereiten lassen. Die [Gemeindeseite zum Dorfladen](https://titterten.ch/de/gewerbe/einkaufsmoeglichkeiten/?ref=schweiz.wiki) zeigt die aktuellen Öffnungszeiten.

## Mosttag, Maibäume und Banntag

Am 30\. April schmücken die Jungbürgerinnen und Jungbürger zusammen mit dem Gemeinderat die Maibäume und stellen sie an den Dorfbrunnen auf. Im Oktober organisiert der Natur- und Vogelschutzverein den Mosttag in der gemeindeeigenen Mosterei. Gemeinsames Auflesen, Mosten und Essen gehören zusammen.

Der Banntag findet im Oktober gerader Jahre statt. Zwei Rotten gehen dem Gemeindebann entlang und treffen sich anschliessend auf der Mattweid. Ebenfalls in geraden Jahren gehört der Eierläset am Sonntag nach Ostern zum örtlichen Kalender.

Diese Anlässe zeigen verschiedene Verbindungen: zur Gemeindegrenze, zu Obst und Ernte sowie zur Arbeit der jungen Erwachsenen im Dorf. Für konkrete Termine ist der aktuelle Veranstaltungskalender massgeblich.

## Schule gemeinsam mit Arboldswil

Kindergarten und erste bis zweite Primarklasse befinden sich in Titterten. Ab der dritten Klasse gehen die Kinder nach Arboldswil. Die beiden Gemeinden führen ihre Kreisprimarschule gemeinsam; ab der siebten Klasse folgt die Sekundarschule Reigoldswil.

Die Musikschule beider Frenkentäler ergänzt das Angebot. Für Familien bündelt die Gemeinde Informationen zu Schule, Betreuung und Beratung. Gerade bei einer Schule mit mehreren Standorten ist die konkrete Klassenstufe für die Planung des Alltags wichtig.

## Über Liestal oder die Frenkentäler

Titterten hat keinen Bahnhof. Die Buslinie 71 verbindet den Ort mit Arboldswil, Bubendorf und Liestal sowie mit Reigoldswil. Wer den Erlebnisweg von einem Talort aus beginnt, kann auch über Reigoldswil oder die Waldenburgerbahn nach Nieder- beziehungsweise Oberdorf anreisen.

Für eine Tour mit unterschiedlichem Start- und Endpunkt prüfst du die Anschlüsse in beiden Orten. Mit dem Auto führt die Anreise über die Strassen aus den Nachbardörfern. Im Dorf selbst lassen sich die wichtigsten Punkte zu Fuss verbinden.

[Titterten auf der grossen Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.4019&mlon=7.7175&ref=schweiz.wiki#map=15/47.4019/7.7175)

## Dienstleistungen aus dem Baselbiet

Die Inserate von schweiz.work zeigen Dienstleistungen aus dem Kanton Basel-Landschaft und ergänzen die Informationen zum Dorf.

Quellen und weiterführende Informationen
- [Gemeinde Titterten: Lage, Übername und Wasserversorgung](https://www.titterten.ch/de/portrait/willkommensgruss/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon der Schweiz: Titterten](https://hls-dhs-dss.ch/articles/001258?ref=schweiz.wiki)
- [Denkmalpflege Baselland: Kirche St. Martin](https://www.baselland.ch/politik-und-behorden/direktionen/bau-und-umweltschutzdirektion/raumplanung/denkmalpflege/inventare/kantonales-inventar-der-geschuetzten-kulturdenkmaeler/titterten/ev-ref-kirche-sodweg-4?ref=schweiz.wiki)
- [Erlebnisweg Titterten: Stationen und Planung](https://www.erlebniswegtitterten.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde Titterten: Turm, Mattweid und Naturschutzgebiete](https://titterten.ch/de/portrait/entdecken/index.php?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde Titterten: Dorfladen](https://titterten.ch/de/gewerbe/einkaufsmoeglichkeiten/?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde Titterten: Brauchtum](https://www.titterten.ch/de/portrait/brauchtum-und-anlaesse/?ref=schweiz.wiki)
- [Gemeinde Titterten: Schulen](https://titterten.ch/de/leben/bildung/kreisschule-arboldswil-titterten/index.php?ref=schweiz.wiki)
- [Kanton Basel-Landschaft: Bevölkerungsstatistik](https://zahlenfenster.bl.ch/web%5Fportal/1%5F1%5F1?ref=schweiz.wiki)

Redaktionell geprüft im Oktober 2026\. Bildnachweise stehen bei den Aufnahmen.