Trub
Trub im Napfgebiet: früheres Benediktinerkloster, Fankhaus, Täufergeschichte und weitläufige Höfe. Mit Schule, Fotos, Karte und aktuellen BFS-Daten.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Trub ist ein Klosterdorf in einer weitläufigen Streusiedlungslandschaft des oberen Emmentals. Fankhaus, Kröschenbrunnen und zahlreiche Höfe gehören zur Gemeinde. Klostergeschichte, Täufertradition und die Hügel des Napfgebiets prägen unterschiedliche Seiten des Orts.
Trub im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Emmental |
| BFS-Nummer | 908 |
| Einwohner | 1277 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 61,99 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Gräben, Eggen und verstreute Höfe
Die Gemeinde reicht vom Tal der Trub in die stark gegliederte Hügellandschaft des Napfgebiets. Wald und landwirtschaftliche Flächen wechseln sich ab; viele Höfe liegen ausserhalb der Dorfkerne. Trub grenzt auch an mehrere Luzerner Gemeinden.
Fankhaus und Kröschenbrunnen sind weitere wichtige Siedlungsnamen. Wanderwege erschliessen Höhen wie Napf und Höchänzi sowie Verbindungen in Richtung Lüderenalp. Die Lage einzelner Wege über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus gehört zu dieser Landschaft.
Ein Benediktinerkloster als Ausgangspunkt
Um 1125 gründete Thüring von Lützelflüh das Kloster Trub. Die Benediktinerabtei wurde St. Blasien im Schwarzwald unterstellt. Eine päpstliche Urkunde von 1139 dokumentiert ihre zahlreichen Besitzungen, vor allem im Emmental.

Brände von 1414 und 1501 veränderten die Klosteranlage. 1528 wurde das Kloster im Zuge der Reformation aufgehoben; seine Güter gingen an Bern. Teile der früheren Anlage erhielten andere Nutzungen. Das Antoniuskreuz des Klosters wurde später zum Gemeindewappen.
Erinnerungen an die Täufergeschichte
Auch im Truberland lebten Täufer. Ihre religiösen Überzeugungen, die Ablehnung bestimmter Eide und die Verweigerung des Waffendiensts brachten sie in Konflikt mit der bernischen Obrigkeit. Die Gemeinde dokumentiert Verfolgung und örtliche Unterstützung für bedrohte Familien.

In Hinter Hütten bei Fankhaus ist ein erhaltenes Täuferversteck dokumentiert. Die Gemeindeseite nennt die zuständigen Kontaktpersonen für Besichtigungen. Das abgebildete Bauernhaus in Fankhaus steht allgemein für diese örtliche Bautradition; es wird hier nicht mit dem konkreten Versteck gleichgesetzt.
Gemeinsame Schule mit Trubschachen
Trub und Trubschachen sind in einer gemeinsamen Schulorganisation verbunden. Die heutige Standortübersicht nennt unter anderem Schule Trub sowie Schule und Kindergarten Fankhaus. Die Sekundarstufe I befindet sich in Trubschachen Hasenlehn.
Die weiten Schulwege erfordern abgestufte Lösungen. Im Einzugsgebiet von Fankhaus kommen Schulbus und Sammeltaxis zum Einsatz; für andere Wege bestehen je nach Strecke Busabonnemente oder Entschädigungen. Die Schultransportseite erläutert die geltenden Regeln.
Ein grosses Gebiet mit gemeinsamem Mittelpunkt
Kirche, ehemalige Klosteranlage und Schule bilden im Dorf einen örtlichen Mittelpunkt. Das Gemeindegebiet bleibt zugleich stark landwirtschaftlich geprägt. Die Gemeinde veröffentlicht Informationen zu Vereinen, regionaler Musikschule und Veranstaltungen.
2025 wurde das 900-Jahr-Jubiläum der Klostergründung gefeiert. Die örtliche Erinnerung verbindet das heutige Dorf mit einer Geschichte, deren Besitzungen und Beziehungen weit über das Tal hinausreichten.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- Amtlicher Gemeindeauftritt: örtliche Informationen und zuständige Stellen
- BFS STATPOP: ständige Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2025
- BFS: Gemeindefläche mit Gebietsstand 1. Januar 2026
- Primärquelle: zahlen
- Primärquelle: geschichte
- Primärquelle: wandern
- Primärquelle: taeufer
- Primärquelle: standorte
- Primärquelle: transport