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Ueken

Ueken im Staffeleggtal: Dorfgeschichte, Landwirtschaft und frühere Fuhrhalterei; seit 2023 Teil von Herznach-Ueken.

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Staffeleggbach vor einem gemauerten Eisenbahndurchlass im Wald
Staffeleggbach am gemauerten Durchlass des Eisenbahndamms in der Umgebung von Ueken, Aufnahme von 2021. Foto: Kvgunten · CC BY-SA 4.0.

Ueken ist ein Strassendorf im oberen Fricktal am alten Verbindungsweg über die Staffelegg. Landwirtschaft, Weinbau und Fuhrhalterei prägten seine Geschichte. Seit dem 1. Januar 2023 bildet es mit Herznach die Gemeinde Herznach-Ueken.

Ueken auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Laufenburg
Heutige GemeindeHerznach-Ueken
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
LageStaffeleggtal im oberen Fricktal
Frühere GemeindeSeit 2023 Teil von Herznach-Ueken
Historischer Name1337 als «Itken» erwähnt

Zwischen Fricktal und Staffelegg

Die Lage am Weg nach Aarau machte Ueken zu einem Ort, an dem sich bäuerlicher Alltag und Durchgangsverkehr begegneten. Das HLS nennt Ackerbau auf den Jurahöhen, Weinbau und Fuhrhalterei als frühere wirtschaftliche Grundlagen. Mit der Eröffnung der Bözbergbahn 1875 ging die Bedeutung der Fuhrhalterei allmählich zurück.

Der Staffeleggbach verbindet die Landschaft des Tales. Die Aufnahme am Eisenbahndamm zeigt einen Abschnitt abseits des Dorfkerns: Wasser, gemauerter Durchlass und bewaldete Böschungen veranschaulichen, wie Verkehrswege und Gewässer hier auf engem Raum zusammentreffen.

Vom österreichischen Dorf zur gemeinsamen Gemeinde

1337 erscheint der Name «Itken». Bis 1797 war Ueken mit Herznach verbunden und gehörte zur habsburgisch-österreichischen Herrschaft Laufenburg. Mit dem Anschluss des Fricktals an den Aargau wurde Ueken 1803 eine selbstständige Gemeinde. Die Fusion von 2023 führte beide Dörfer unter einer gemeinsamen Verwaltung zusammen; ihre Ortsnamen blieben erhalten.

Die Kapelle St. Antonius Eremita wird 1751 erstmals erwähnt. Diese Jahreszahl bezeichnet die überlieferte Erwähnung und ist kein gesichertes Baudatum. Die Kapelle entstand aus einer lokalen Stiftung und war kirchlich von Herznach abhängig.

Die Sonne und der Wandel des Dorflebens

Die Gemeindegeschichte erzählt auch vom Bemühen um ein Tavernenrecht für die Sonne: Damian Birin stellte 1805 einen Antrag, der zunächst abgelehnt wurde. Nach einem erneuten Vorstoss mit Verweis auf Niederzeihen erhielt er das Recht. Die Episode zeigt, dass ein Wirtshaus früher eine bewilligungspflichtige Einrichtung mit Bedeutung für den Verkehrsweg war.

Im 20. Jahrhundert entstanden bei der Güterregulierung landwirtschaftliche Aussiedlungen. Ueken entwickelte sich vom Bauern- zum Wohndorf. Der einst bedeutende Weinbau nahm nach der Darstellung des HLS gegen Ende des 20. Jahrhunderts wieder zu. Eine solche historische Entwicklung ist von aktuellen Flächen- oder Betriebszahlen zu unterscheiden.

Bildung und Orientierung

Die gemeinsame Schule Herznach-Ueken führt Kindergarten und die erste bis sechste Primarklasse; für die Oberstufe nennt sie Frick. Die heutige Gemeindestruktur ist im Gemeindeartikel beschrieben. Ueken bleibt darin ein eigener Dorfkern mit einer Geschichte, die sich besonders an Strasse, Landwirtschaft und der Verbindung nach Herznach ablesen lässt.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.