Uezwil
Uezwil am Lindenberg: Kapelle, Zehntenhaus, alte Dorfschule, ländliche Landschaft und aktuelle Betreuungshinweise.
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In diesem Artikel
Uezwil liegt zwischen zwei Ausläufern des Lindenbergs im Aargauer Freiamt. Das kleine Dorf bewahrt einen ländlichen Charakter mit Höfen, Obstbäumen und Wald. Kapelle, Zehntenhaus und altes Schulhaus bilden seinen historischen Kern. Eine eigene Primarschule und die Verbindung nach Wohlen prägen den Alltag.
Uezwil auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Bremgarten |
|---|---|
| Bevölkerung | 558 am 30. Juni 2026 Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik |
| Lage | Am nördlichen Lindenberg, Bezirk Bremgarten |
| Postleitzahl | 5619 |
| Gemeinde | uezwil.ch |
| BFS-Nr. | 4078 |
Eine hufeisenförmige Siedlung
Das Dorf ist hufeisenförmig zwischen den Höhenzügen angelegt. Seine Umgebung bildet eine Mulde mit offenen Landwirtschaftsflächen und sanft ansteigenden Hügeln. Der Hinterbach entwässert das Gebiet nach Norden zur Bünz.
Uezwil liegt abseits der grossen Verkehrsachsen. Die Nachbarn Büttikon, Kallern, Sarmenstorf und Waltenschwil gehören zum gleichen ländlichen Landschaftsraum; Wohlen ist das nahe regionale Zentrum. Höfe, Obstbäume und kleinere Gewerbebetriebe ergänzen die Wohnhäuser.
Kapelle und ältere Dorfgebäude
Die Kapelle Mariä Krönung wurde 1766/67 anstelle einer älteren Anlage errichtet. Kirchlich gehörte Uezwil stets zu Sarmenstorf. Das kleine Gotteshaus mit Dachreiter steht mitten in einer Gruppe älterer Gebäude und ist ein wichtiger Bezugspunkt des Dorfkerns.

In ihrer Nähe liegen das Zehntenhaus von 1786 und ein älteres Bauernhaus. Das kantonale Bauinventar beschreibt dieses Ensemble und seine Bedeutung für das Dorfbild. Die Bauten veranschaulichen die enge Nachbarschaft von religiösem Leben, Landwirtschaft und Abgabenwesen.
Das alte Schulhaus an der Kallernstrasse stammt ungefähr von 1820. Es ergänzt die historische Baugruppe bei der Strassengabelung, die auch durch ein Wegkreuz markiert wird. Die heutigen Nutzungen der Gebäude sind von ihrer früheren Funktion zu unterscheiden; allgemeine Innenbesichtigungen sind damit nicht verbunden.
Klosterrechte und Freie Ämter
Steinzeitliche und römische Spuren belegen die frühere Nutzung der Gegend. Im Mittelalter gehörte Uezwil zum habsburgischen Amt Villmergen. Unter den Eidgenossen kam es nach 1425 zur Landvogtei Freie Ämter.
Das Kloster Einsiedeln war zehntenberechtigt. Weitere geistliche Institutionen bezogen Bodenzinsen, darunter Muri und Gnadenthal sowie mehrere Pfarrkirchen. Das Zehntenhaus erinnert an diese wirtschaftliche Verbindung zwischen örtlicher Landwirtschaft und kirchlichen Grundherren.
1798 kam Uezwil zum kurzlebigen Kanton Baden und 1803 zum Aargau. Im 18. Jahrhundert verbesserte die Strohflechterei die Erwerbsmöglichkeiten der Kleinbauern. Landwirtschaft blieb lange prägend; im 20. Jahrhundert nahm die Zahl der Betriebe ab.
Dorfschule und Kindergarten in Büttikon
Die Primarschule gehört zum Gemeindeleben. Das 1936 gebaute Schulhaus wurde 1988 zum Mehrzweckgebäude erweitert. Die Gemeinde veröffentlicht Schulführung, Lehrpersonen und Jahresplanung auf ihrer Schulseite.
Den Kindergarten besuchen die Kinder in Büttikon. Der Stundenplan ist nach Gemeindeangaben auf die Postautoverbindung abgestimmt; Uezwil übernimmt die Fahrtkosten. Nach der Primarschule besuchen die Jugendlichen die Oberstufe in Wohlen.
Betreuungshinweis: Die Bauernhofkrippe Hüehnernäscht hat laut Betreiber am 24. Juli 2026 dauerhaft geschlossen. Ältere Broschüren und die weiterhin sichtbaren früheren Angebotsseiten sind deshalb keine gültige Grundlage für eine Anmeldung.
Landschaft und Anreise
Ein redaktioneller Vorschlag für einen Besuch verbindet die historische Baugruppe mit einem Spaziergang durch die offene Umgebung. Von den Talrändern zeigen sich die hufeisenförmige Siedlung und der Wechsel zwischen Wiesen, Obstbäumen und Wald. Wege durch landwirtschaftliche Flächen bleiben Arbeitswege und sollten entsprechend genutzt werden.
Die 1971 eröffnete Postautoverbindung nach Wohlen und der Zonenplan von 1975 förderten die jüngere Bautätigkeit. Heute liefert der SBB-Fahrplan die aktuellen Busanschlüsse. Die Anreise lässt sich mit einem Besuch des regionalen Zentrums kombinieren.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.
- Statistik Aargau: Bevölkerung der Gemeinden
- Uezwil
- Uezwil - Uezwil - ein Stück lebenswerter
- INV-UEZ907 Altes Schulhaus, 1820 (ca.) (Dossier (Bauinventar))
- Uezwil - Schulführung und Lehrpersonen
- Uezwil - Kindergarten Büttikon
- broschuere – amtliches PDF
- Kinderkrippe Hüehnernäscht die Kinderkrippe auf dem Bauernhof, Uezwil, Schweiz