Unterehrendingen
Unterehrendingen: Kapelle St. Agatha, historische Fachwerkhäuser und Tiefenwaag im Surbtal.
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Unterehrendingen liegt im Einschnitt des Surbtals. Die Kapelle St. Agatha, ältere Fachwerkhäuser und der Weiler Tiefenwaag erinnern an das frühere Bauerndorf und seine Mühlen. Seit 2006 gehört Unterehrendingen zur gemeinsamen Gemeinde Ehrendingen.
Unterehrendingen auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Baden |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Ehrendingen |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Gemeindezugehörigkeit | Seit 2006 Ehrendingen |
| Historische Nennung | 1261 «Eredingen villa inferiori» |
| Prägende Orte | Kapelle St. Agatha, Dorfkern und Tiefenwaag an der Surb |
Dorfkern im Surbtal
Die frühere Gemeinde bestand aus Unterehrendingen und dem Weiler Tiefenwaag an der Surb. Der Talraum gibt dem Unterdorf einen anderen landschaftlichen Zusammenhang als dem am Lägernhang gelegenen Oberdorf.
Im Dorfkern stehen ältere Wohn- und Wirtschaftsgebäude neben jüngeren Bauten. Das Titelbild von Februar 2010 zeigt die Kapelle und ein benachbartes Fachwerkhaus. Der Ortsname bleibt als geografische Orientierung erhalten, obwohl keine eigene politische Gemeinde mehr besteht.
St. Agatha und die gemeinsame Kirchengeschichte
Die Kapelle St. Agatha entstand im Hochmittelalter. Nach der Trennung der katholisch gebliebenen Ehrendinger von der reformierten Pfarrei Niederweningen 1524 diente sie zunächst für den Pfarrgottesdienst. 1580 wurde die Kapelle in Oberehrendingen zur Pfarrkirche erweitert.
Die kirchliche Entwicklung verband beide Dorfteile. Deshalb sind Kapelle im Unterdorf und Pfarrkirche im Oberdorf auseinanderzuhalten. Ein Besuch des einen Bauwerks ist nicht automatisch ein Besuch des anderen.
Fachwerk und Mühlenwirtschaft
Die ältere Landwirtschaft prägte das Dorf und seine Häuser. Das fotografierte Fachwerkgebäude zeigt einen Ausschnitt dieser Bausubstanz. Die Aufnahme belegt die Fassade im Februar 2010; sie ist keine Einladung zur Besichtigung privater Innenräume.

In der Tiefenwaag wurden eine Getreide- und eine Gipsmühle betrieben. Wasser und Gewerbe gehörten hier eng zusammen. Der Name bezeichnet einen eigenen Weilerbereich an der Surb, keinen zweiten Namen für den gesamten Unterehrendinger Dorfkern.
Der Blick von der Lägern
Das Panorama vom Burghorn zeigt Ehrendingen, Tiefenwaag und die weitere Umgebung mit Lengnau. Es macht sichtbar, wie Siedlungen, Felder und bewaldete Hänge im Surbtal ineinandergreifen. Die gesamte sichtbare Landschaft gehört nicht zu Unterehrendingen allein.

Als redaktioneller Vorschlag lohnt sich zunächst ein Rundgang im Unterdorf. Wer eine grössere Wanderung auf der Lägern anschliesst, sollte dafür eine eigene Route und ausreichende Zeit einplanen. Das Panorama ist keine Wegbeschreibung.
Gemeinde, Schule und Verkehr
Ober- und Unterehrendingen trennten sich 1825 in zwei politische Gemeinden. Seit 2006 sind sie wieder vereinigt. Ab den 1950er-Jahren entwickelte sich Unterehrendingen zunehmend zum Wohnort mit auswärtigen Arbeitsplätzen in den Räumen Baden und Zürich.
Kindergarten und Primarschule gehören heute zur Schule Ehrendingen, die Oberstufe liegt in Baden. Die Gemeindeseite zur Schule nennt die Schulverwaltung und die Anmeldung. Für die passende Haltestelle im Unterdorf oder bei Tiefenwaag hilft der aktuelle Fahrplan.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.