Regionen

Unterendingen

Unterendingen: St. Georg, Dorfstrasse und Surbübergänge in der seit 2014 zu Endingen gehörenden Ortschaft.

Aktualisiert am

Unterendingen mit Häusern und Kirchturm am Hang
Unterendingen mit Dorfhäusern und Kirchturm, April 2011. Foto: Lutz Fischer-Lamprecht · CC BY-SA 4.0.

Unterendingen liegt quer zum Surbtal. Die Kirche St. Georg, ältere Dorfgebäude und die Übergänge über die Surb prägen den Ort. Seit 2014 gehört die frühere Gemeinde zu Endingen; Unterendingen bleibt jedoch ein eigener Dorfbereich mit einer langen Pfarreigeschichte.

Unterendingen auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Zurzach
Heutige GemeindeEndingen
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
GemeindezugehörigkeitSeit 1. Januar 2014 Endingen
Historische Namensform1298 «Nider-Endingen»
Prägende OrteSt. Georg und Dorfstrassen an der Surb

Dorfstrasse und Surbtal

Das Strassendorf entwickelte sich quer zur Talrichtung. Seit 1956 quert die neue Surbtalstrasse den älteren Siedlungsraum rechtwinklig. Die unterschiedlichen Strassenachsen erklären einen Teil des heutigen Ortsaufbaus.

Das Titelbild von April 2011 zeigt Häuser, Kulturland und den Kirchturm am Hang. Die frühere Gemeinde entwickelte sich im späten 20. Jahrhundert vom landwirtschaftlich geprägten Dorf stärker zum Wohnort. Talrain und Hegi gehören zu den damals entstandenen Wohnquartieren.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

St. Georg als kirchlicher Mittelpunkt

Eine Kapelle ist 1257 erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde daraus ein eigener Pfarreimittelpunkt: 1661 wurde die Kirche St. Georg geweiht, 1663 entstand die selbstständige Pfarrei. Der heutige Kirchenbau ersetzte die ältere Kirche 1824.

Steinerner Kirchturm und Kirche St. Georg in Unterendingen
Kirche St. Georg in Unterendingen, August 2008. Foto: Baden er · CC BY-SA 3.0.

Die historische Pfarrei umfasste auch Endingen und Tegerfelden. Politische Gemeinde und kirchlicher Einzugsraum waren deshalb nicht deckungsgleich. Die reformierten Einwohner waren kirchlich mit Tegerfelden verbunden.

Die Weyerburg und ein Wappenstreit

Die Gemeindegeschichte Unterendingens beschreibt die Ritter von Endingen und ihre kleine Weyerburg südlich des Dorfes in der Surbebene. 1934 entdeckte Burgreste wurden später zum Anlass eines Streits zwischen den Gemeinden um das Wappen der Herren von Endingen.

1953 kam eine Einigung zustande. Unterendingen übernahm eine auf einer älteren Karte dokumentierte Farbvariante. Eine historische Burgenstelle ist dabei von einem erhaltenen, begehbaren Schloss zu unterscheiden.

Über die Surb

Die Brücke der Unterdorfstrasse zeigt die Verbindung zwischen Dorfwegen und Gewässer. Das Foto von Dezember 2024 macht den gemauerten Bogen und den Bachlauf sichtbar. Als redaktioneller Vorschlag lässt sich der Blick auf Kirche und ältere Häuser mit einem Weg an einen öffentlichen Surbübergang verbinden.

Gemauerte Bogenbrücke über die Surb in Unterendingen
Brücke der Unterdorfstrasse über die Surb, Dezember 2024. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0.

Heutige Gemeinde und Schule

Schon ab 2007 arbeiteten Unterendingen und Endingen in der Verwaltung zusammen. Die politische Fusion trat am 1. Januar 2014 in Kraft. Heute ist Endingen die zuständige Gemeinde.

Die Schulübersicht verweist auf Primarschule und Kindergarten Endingen/Unterendingen sowie die Kreisschule Surbtal. Standorte und Zuteilung werden bei der Schulorganisation geklärt. Für die Anreise ins konkrete Dorfziel hilft der aktuelle Fahrplan.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.