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Villarsiviriaux

Villarsiviriaux in Villorsonnens: ovaler Dorfkern am Gibloux, Kirche Saint-Théodule mit Arbeiten von Claraz und Jordan sowie alte Speicher.

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Villarsiviriaux gruppiert sich um einen ovalen Dorfkern auf einer Terrasse am Gibloux. Zwei Gassen umfassen diesen Bereich und treffen an seinen Enden wieder zusammen. Die kleine Kirche Saint-Théodule fügt sich in die Bauernhäuser ein. Seit 2001 gehört das Dorf zu Villorsonnens.

Steckbrief

OrtVillarsiviriaux
Heutige GemeindeVillorsonnens
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Glâne
OrtsspracheFranzösisch

Zwei Gassen um einen offenen Kern

Jean-Pierre Anderegg behandelt Villarsiviriaux als besonders anschauliches Beispiel eines konzentrisch angelegten Dorfs. Die zwei ungefähr nord-südlich verlaufenden Gassen umschliessen einen ovalen Freiraum; viele Häuser stehen quer zu ihnen.

Im historischen Inventar fallen zahlreiche Speicher und Backhäuser am Rand oder innerhalb des Strassenraums auf. Die Kirche liegt am nordwestlichen Ende. Diese Anordnung erklärt, weshalb der Ort anders wirkt als ein einfaches Strassendorf mit einer einzigen Häuserzeile.

Die Untersuchung wurde in den 1980er-Jahren erstellt. Sie beschreibt auch einen ehemaligen wassergetriebenen Dreschbau von 1889 und einen Speicher von 1736. Ein heutiger öffentlicher Betrieb dieser Anlagen ist damit nicht belegt.

Eine kleine Kirche mit moderner Metallkunst

Eine Kapelle des heiligen Theodul ist seit dem späten 15. Jahrhundert bekannt. Sie war Ziel einer Wallfahrt und wurde im späten 18. Jahrhundert vergrössert beziehungsweise erneuert.

Bei der Restaurierung von 1971–1972 erhielt der Innenraum eine neue liturgische Ausstattung von Antoine Claraz. Altar, Tabernakel, Taufbecken, Ambo und weitere Stücke sind aus einer Bronzelegierung gearbeitet. Die eingesetzten Emailarbeiten stammen von Liliane Jordan.

Nach Angaben der Pfarrei bietet die Kirche rund 50 Plätze. Ihr Standort eröffnet Ausblicke über die Ebene in Richtung Neuenburgersee und Jura; wie weit die Sicht reicht, hängt vom Wetter ab.

Weiderechte, Obstbau und die Gemeinde

1162 ist der Name Vilar Soveror belegt. Römische Siedlungsreste wurden bei La Buchille festgestellt. Später besassen unter anderem die Klöster Hauterive und Humilimont sowie verschiedene Adelsfamilien Güter und Rechte im Ort.

Die Landwirtschaft prägte auch die Grenzgeschichte: 1581 wurden die Weidegebiete von Villarsiviriaux und Villargiroud getrennt, 1626 die Grenze zu Sorens festgelegt. Die ersten Gemeindestatuten stammen von 1765. Neben der Viehhaltung spielte zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch Obstbau eine Rolle.

Teil von Villorsonnens

Villarsiviriaux bildet seit dem Zusammenschluss von 2001 zusammen mit Villargiroud, Orsonnens und Chavannes-sous-Orsonnens die Gemeinde Villorsonnens. Deren Primarschule Grangécole in Orsonnens vereint die Klassen 1H–8H.

Die schulergänzende Betreuung liegt nahe der Schule. Für Ferienzeiten besteht ein gemeinsames Angebot mit Villaz und Châtonnaye–Torny, dessen Standorte nach Ferienperiode wechseln.

Unser redaktioneller Vorschlag für einen Besuch ist ein ruhiger Gang durch die beiden Gassen mit einem Blick auf die Kirche, die Nebengebäude der Höfe und den Landschaftsraum unterhalb des Dorfs.

Karte

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Weitere Orte und Hintergründe: Villorsonnens · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.