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Villeret

Villeret am Chasseral: Uhrengeschichte, Gotteshaus und Glasfenster, Combe-Grède mit aktuellen Zugangshinweisen, Schule CoViCou und Au Carrousel.

Aktualisiert am

Dorf Villeret mit Kirche und Häusern unter einem bewaldeten Hang mit hellen Felsen
Dorf Villeret im Kanton Bern, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Villeret liegt neben Saint-Imier am Eingang zur Combe-Grède. Das Dorf verbindet eine lange Geschichte der Uhrenherstellung mit einem markanten reformierten Gotteshaus und dem Zugang zur steilen Juraklus. Schule und Betreuung organisiert es gemeinsam mit Courtelary und Cormoret.

Villeret auf einen Blick

Kanton und VerwaltungskreisBern (BE); Jura bernois
Bevölkerung938 am 31. Dezember 2025; ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS STATPOP
Gemeindefläche16.24 km²; BFS-Gebietsstand 1. Januar 2026
LageTal der Suze am nördlichen Fuss des Chasserals
BFS-Nummer448
Offizielle WebsiteGemeinde Villeret

Dorf an der Suze

Der Siedlungskern liegt im Tal der Suze unter den bewaldeten Hängen des Chasserals. Das Titelbild von September 2018 zeigt das Dorf mit Kirche und Häusern vor einem felsdurchsetzten Waldhang. Villeret gehört zum französischsprachigen Verwaltungskreis Jura bernois.

Von Wasserkraft zu Uhrenfabriken

Industriegebäude mit breiten Fensterbändern und ETA-Zeichen in Villeret
Als ETA-Gebäude dokumentierte Fabrikansicht in Villeret, September 2018. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

1390 ist der Ortsname erstmals belegt. Entlang der Suze arbeiteten früher Mühlen, Sägereien und metallverarbeitende Werkstätten. Im 18. Jahrhundert gewann die Uhrenherstellung an Bedeutung; die Gemeindegeschichte nennt die Familie Blancpain seit 1735.

Die Bahnlinie Biel–Les Convers erschloss den Ort 1874. Industrie, Wohnungen und Infrastruktur wuchsen gemeinsam, während spätere Uhrenkrisen die Entwicklung unterbrachen. Die Aufnahme von September 2018 zeigt ein damals als ETA-Gebäude dokumentiertes Fabrikhaus. Sie ist kein Nachweis für dessen heutige Belegung.

Die kommunale Chronik erwähnt auch die von Jean Nouvel entworfene Cartier-Fabrik von 1993 und deren Schliessung 2003. Das Bauwerk wird deshalb nicht als heute laufender Cartier-Betrieb beschrieben.

Das Gotteshaus von 1936

Das reformierte Gotteshaus entstand 1936 nach Plänen von Charles Kleiber. Die kommunale Kulturübersicht beschreibt die Glasfenster von 1937: Henri Vermeil entwarf sie, Auguste Labouret führte sie in Paris aus.

Acht Seitenfenster und das grosse, etwa fünf Meter hohe Chorfenster bestimmen die Ausstattung. Wer die Fenster im Innenraum sehen möchte, richtet den Besuch nach den Angeboten und Zugangszeiten der Kirchgemeinde.

Combe-Grède: Felsen, Leitern und Wegzustand

Villeret im Tal hinter dem bewaldeten V-förmigen Einschnitt der Combe-Grède
Blick durch die Combe-Grède auf Villeret, September 2006. Foto: Ikiwaner · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Combe-Grède schneidet als tiefe Klus in die Nordflanke des Chasserals ein. Das Foto von September 2006 blickt durch den bewaldeten Einschnitt auf Villeret. Es zeigt die Lage des Dorfs am Ausgang der Klus, nicht den aktuellen Zustand des Wanderwegs.

Grand Chasseral Tourisme beschreibt eine anspruchsvolle Route mit Leitern und warnt vor Steinschlag, besonders im Leiterabschnitt. Kinderwagen eignen sich dafür nicht. Auch ein allgemeiner Spaziergang durchs Dorf ist nicht mit dieser Bergwanderung gleichzusetzen.

Zum Recherchestand vom 2. Oktober 2026 sind die Zugangshinweise uneinheitlich: Grand Chasseral Tourisme nennt eine Wiederöffnung am 11. Mai 2026; die Parkseite enthält weiterhin eine Sperrmeldung nach den Unwettern vom Juni 2025. Vor einer Tour sind die aktuelle SuisseMobile-Karte, örtliche Signalisation und Hinweise der Wegegruppe zu prüfen.

Die Gemeindeseite zur Wegegruppe nennt den zuständigen Kontakt. Eine pauschale Zusage, der Weg sei aktuell und in jeder Jahreszeit begehbar, lässt sich aus den vorhandenen Meldungen nicht ableiten.

CoViCou während der Schulhaussanierung

Die Primarschule wird im Verband CoViCou mit Courtelary und Cormoret geführt. Bei der Standortplanung ist die Sanierung des Schulhauses Courtelary zu beachten.

Die Mitteilung vom 21. August 2026 ordnet die Klassen bis Juli 2028 provisorisch zu: 5H und 6H werden in Villeret unterrichtet, weitere Klassen in Provisorien in Courtelary. Für die konkrete Zuteilung ist der Schulverband zuständig. Die ältere Ferienübersicht von 2024/25 auf der Villereter Seite wird nicht als aktueller Klassenplan verwendet.

Au Carrousel in Cormoret

Die schulergänzende Betreuung Au Carrousel liegt in Cormoret und richtet sich an Kinder aus den drei Verbandsgemeinden. Die Gemeinde beschreibt Morgen-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung als Ergänzung zum Unterricht.

Der Betreiberauftritt enthält noch Anmeldehinweise für 2024/25. Verfügbare Tage, Plätze und die Organisation während der Sanierung müssen daher anhand der aktuellen Unterlagen direkt geklärt werden.

Anreise und Besuch

Villeret besitzt einen Bahnhof an der Talbahn. Für heutige Verbindungen gilt der aktuelle Fahrplan. Als redaktioneller Vorschlag lässt sich ein Dorfbesuch mit Blick auf Gotteshaus und Industriebauten planen; eine Tour durch die Combe-Grède benötigt eine zusätzliche Prüfung der Zugänge und eine passende Bergwanderausrüstung.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.