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# Vuisternens-devant-Romont
- URL: https://www.schweiz.wiki/vuisternens-devant-romont/
- Published: 2026-10-02T08:18:37.000Z
- Updated: 2026-10-02T08:18:37.000Z
- Description: Vuisternens-devant-Romont mit neun Dörfern: Kirchen, La Neirigue, Sommentier und La Joux, landwirtschaftliche Landschaft und die gemeinsame Schule.
- Author: Schweiz Wiki
- Tags: Regionen, Städte & Gemeinden, Freiburg

**Vuisternens-devant-Romont umfasst neun Dörfer zwischen Romont und Bulle.** Die Ortskerne, Kirchen und verstreuten Höfe verteilen sich über eine landwirtschaftliche Landschaft. Vom historischen Hauptort führt der Blick nach Sommentier und La Joux, zum kleinen La Neirigue und zu den übrigen früheren Gemeinden.

Die französischsprachige Gemeinde gehört zum Bezirk Glâne des [Kantons Freiburg](https://www.schweiz.wiki/tag/freiburg/). Ihr Name unterscheidet sie von Vuisternens-en-Ogoz in der heutigen Gemeinde Gibloux. Der alte deutsche Name lautet **Winterlingen bei Remund**.

## Vuisternens-devant-Romont auf einen Blick

| Kanton und Bezirk | [Freiburg (FR)](https://www.schweiz.wiki/tag/freiburg/), Glâne                               |
| ----------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------- |
| BFS-Nr.           | 2113                                                                                         |
| Bevölkerung       | **2’410** am **31\. Dezember 2025**; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik |
| Sprache           | Französisch                                                                                  |
| Erstnennung       | 1162 als Wisternens                                                                          |
| Verwaltung        | Route de Bulle 27, 1687 Vuisternens-devant-Romont                                            |
| Website           | [Offizielle Gemeindewebsite](https://vuisternens.ch/?ref=schweiz.wiki)                       |

## Eine Gemeinde mit neun Dorfgeschichten

**2003** vereinigten sich Vuisternens-devant-Romont, Estévenens, La Joux, La Magne, Les Ecasseys, Lieffrens, Sommentier und Villariaz. **La Neirigue folgte 2004**. Die heutige Gemeinde entstand damit aus neun früheren politischen Gemeinden, deren Ortsnamen weiterhin verwendet werden.

Die Verbindungen nach [Romont](https://www.schweiz.wiki/romont-fr/) und [Bulle](https://www.schweiz.wiki/bulle/) prägen den Hauptort. Andere Ortsteile liegen abseits dieser Achse oder an der Neirigue. Die Landwirtschaft und die älteren kirchlichen Beziehungen bilden gemeinsame Bezüge; einzelne Dörfer hatten historisch aber auch Bindungen an Rue oder Greyerz.

## Vuisternens: Zwei Ortskerne und eine alte Pfarrei

Das HLS unterscheidet im Hauptort einen Kern **bei der Kirche** und einen weiteren **beim früheren Bahnhof**. Ein Wibertus de Wisternens ist 1162 im Urkundenbuch des Klosters Hautcrêt genannt. Diese Erwähnung belegt den Namen, ohne einen Gründungszeitpunkt festzulegen.

![Vuisternens-devant-Romont](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2113-vuisternens-devant-romont-village-2016.jpg)

Vuisternens-devant-Romont am 20\. Juni 2016\. Foto: [Tom Key](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vuisternens-devant-Romont%2C%5FSwitzerland%5F-%5Fpanoramio.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 3.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Die Herrschaft wechselte unter anderem zwischen den Familien Oron, La Baume, Challant und Maillard; **1625 erwarb Freiburg** sie. Gemeindestatuten sind seit 1788 bekannt. Die Pfarrei ist 1228 belegt und umfasste ein grosses Gebiet der oberen Glâne.

Die Kirche der **Nativité** wurde 1553 und erneut **1815–1825** aufgebaut. Im 17\. Jahrhundert erscheint zusätzlich das Patrozinium Saint-Jacques. Zur örtlichen Sakrallandschaft gehört auch die **Kapelle von Mounaz aus dem Jahr 1610**, zunächst der Muttergottes und später dem heiligen Petrus geweiht.

## Sommentier und Lieffrens

**Sommentier** ist **1247 als Somentier** belegt. Klöster wie Hautcrêt und Hauterive besassen hier Güter. Die Kapelle **Sainte-Anne entstand 1918–1920**, die Pfarrkirche **1933–1934**. Seit 1934 bildet Sommentier eine eigene kirchliche Verbindung mit Lieffrens.

![Notre-Dame de l’Assomption in Sommentier](https://www.schweiz.wiki/content/files/images/fr-2113-vuisternens-devant-romont-sommentier-2016.jpg)

Die Kirche von Sommentier am 17\. Januar 2016\. Foto: [Barzi\~frwiki](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eglise%5FNotre-Dame%5Fde%5Fl%27Assomption%5Fde%5FSommentier.jpg?ref=schweiz.wiki) · [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/?ref=schweiz.wiki). Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

**Lieffrens**, bereits **1147 als Leifres** genannt, besteht aus verstreuten Höfen. Ein Dokument von 1247 erwähnt eine Kirche; ob sie damals Sitz der später nach Vuisternens verlegten Pfarrei war, bezeichnet das HLS als Möglichkeit. Das Oratorium **Notre-Dame du Rosaire wurde 1993 restauriert**. Die Geschichte des Ortes hängt damit eng mit der kirchlichen Entwicklung seiner Nachbardörfer zusammen.

## La Joux: Von der Kaplanei zur Pfarrei

La Joux ist **1301 als Jour** überliefert und liegt nahe der Verbindung Romont–Bulle. Die Ortsgeschichte führte bis 1848 über die Vogtei beziehungsweise den Bezirk Rue. Kirchlich gehörte La Joux zunächst zu Vuisternens.

Eine Stiftung von Jean Pittet und seiner Frau ermöglichte **1720 eine Kaplanei**. Die Kapelle **Saint-Jean-Baptiste wurde 1729** errichtet und später erweitert; die Kapläne unterrichteten auch die Kinder. **1886** entstand eine eigene Pfarrei. Die neue Kirche folgte **1902–1905**. La Joux besitzt dadurch eine eigene Geschichte von Unterricht und kirchlicher Selbstständigkeit innerhalb der heutigen Gemeinde.

## La Neirigue und Saint-Garin

**La Neirigue** liegt im Tal des gleichnamigen Glânezuflusses. **930** erscheint der Name **Nigra aqua**. Damals überliess die Abtei Saint-Maurice dem Grafen Turimbert hier Land. Später gehörte der Ort zur Herrschaft [Grangettes](https://www.schweiz.wiki/grangettes/).

Die Kapelle **Saint-Garin** wurde **1651 gegründet** und **1735 neu aufgebaut**. Sie ist ein regionaler Pilgerort. La Neirigue wechselte 1956 kirchlich von Vuisternens nach Berlens. Ein anderer Teil der Landschaftsgeschichte ist die frühere Kiesgrube, die **1983 in einen Teich** umgewandelt wurde. Daraus wird hier kein öffentliches Badeangebot abgeleitet.

## Estévenens, Villariaz, La Magne und Les Ecasseys

**Estévenens** liegt rechts der Neirigue und ist **1403 als Estevenes** belegt. Ein grösserer gallorömischer Siedlungsplatz am Ort **Côte à Maillan** wurde erstmals 1886 erwähnt. Die Herrschaft gehörte zunächst zu den Grafen von Greyerz und gelangte 1274 unter Savoyen. Diese ältere Siedlungs- und Herrschaftsgeschichte ergänzt das Bild des heutigen Landwirtschaftsdorfes.

**Villariaz** erscheint **1148 als Vilar Roart**. In jenem Jahr schenkte Guido d’Épendes sein freies Eigentum dem Kloster Hauterive. Später besassen verschiedene Adels- und Patrizierfamilien Rechte am Ort. Villariaz blieb kirchlich mit Vuisternens verbunden.

**La Magne**, **1364 als Alamania** erwähnt, besteht aus verstreuten Höfen abseits der Hauptstrasse. Zum Ort gehört das Oratorium **Notre-Dame-des-Petits-Marais**. Eine Milchgenossenschaft wurde 1946 gegründet. Der Siedlungscharakter unterscheidet sich damit von einem kompakten Dorfkern.

**Les Ecasseys** ist **1427 als es Escace** belegt. Das grosse Gut Fort Lambert oder Lamberg nahm einen bedeutenden Teil des früheren Gemeindegebiets ein. Die Geschichte der Torfgewinnung verbindet den Ort mit der Glashütte von Semsales. Auf dem Hof Lacran endete **1989** die Herstellung von Gruyère ausserhalb einer Milchgenossenschaft oder eines Alpchaletbetriebs. Diese Sonderform der Käseproduktion wird als Geschichte beschrieben, nicht als aktuelles Besuchsangebot.

## Hansel & Gretel als gemeinsamer Schulort

Die heutige [Primarschule](https://ecole-vuisternens-dt-romont.ch/?ref=schweiz.wiki) versammelt Kinder aus **allen neun Dörfern**. Ihr Gebäude **Hansel & Gretel** wurde nach Plänen von **M+B Zurbuchen-Henz** gebaut und am **23\. September 2006** eröffnet. Für das Schuljahr 2026/2027 kündigt der Betreiber die Feier seines zwanzigjährigen Bestehens an.

Die ausserschulische Betreuung befindet sich an der **Route de Sommentier 51** und richtet sich an Kinder der Kindergarten- und Primarklassen. Für konkrete Module und Anmeldungen veröffentlicht die Gemeinde die aktuellen Unterlagen. Zusammen mit [Siviriez](https://www.schweiz.wiki/siviriez/) gibt es zusätzlich Ferienbetreuung in Vuisternens; auf der kommunalen Seite liegt ein Anmeldeformular für den Herbst 2026 vor.

## Dorfbesuche und heutige Verkehrsverbindungen

Die TPF-Linie **454 Romont–Bulle** erschliesst den Hauptort und Villariaz. Die frühere Bahnhaltestelle an der 1868 eröffneten Strecke ist Teil der Ortsgeschichte; die heutigen Anschlüsse sind im aktuellen Bus- und Bahnfahrplan zu suchen.

Ein **redaktioneller Vorschlag** ist, den Hauptort mit einer der eigenständigen Kirchen in Sommentier oder La Joux zu verbinden. Ein anderer Schwerpunkt wäre La Neirigue mit seiner Kapelle und der Tallandschaft. Die Dörfer liegen verteilt; für jeden Besuch sind das konkrete Ziel, seine Zugänglichkeit und die tatsächlich passenden Anschlüsse zu prüfen. Die Gemeindeverwaltung steht an der **Route de Bulle 27**.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Route de Bulle 27, 1687 Vuisternens-devant-Romont.

Kartendaten © [OpenStreetMap-Mitwirkende](https://www.openstreetmap.org/copyright?ref=schweiz.wiki). [Grössere Karte öffnen](https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.653439&mlon=6.930844&ref=schweiz.wiki#map=14/46.653439/6.930844).

Quellen und Datenstand

Recherche: 2\. Oktober 2026\. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31\. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26\. August 2026\. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.

- [Gemeinde Vuisternens-devant-Romont](https://vuisternens.ch/?ref=schweiz.wiki)
- [Kanton Freiburg: zivilrechtliche Bevölkerung](https://opendata.fr.ch/explore/dataset/01%5F02%5Fpop%5Flegale/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000890/2016-09-27/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls0](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000858/2016-10-12/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls1](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000862/2009-02-17/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls2](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000865/2009-12-01/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls3](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000855/2006-02-28/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls4](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000863/2006-06-20/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls5](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000879/2011-01-20/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls6](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000885/2016-09-27/?ref=schweiz.wiki)
- [Historisches Lexikon: hls7](https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/000872/2009-07-23/?ref=schweiz.wiki)
- [TPF: Linie 454, Romont–Bulle](https://www.tpf.ch/Portals/0/Images/Fichiers/Horaires%20et%20plans/Horaires/Bus%20r%C3%A9gionaux/2026/454%20Bulle%20-%20S%C3%A2les%20-%20Villariaz%20-%20Romont.pdf?ref=schweiz.wiki)
- [Vuisternens-devant-Romont: Verwaltung](https://vuisternens.ch/?ref=schweiz.wiki)