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Walperswil

Walperswil auf dem Moränenhügel: Gimmiz und die Landesvermessung, Dorfbrände, Schule Walperswil-Bühl und WETA-Bus. Mit Karte und aktueller Brückensperrung.

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Strasse über die Felder zum Dorf Walperswil
Walperswil von der Strasse aus gesehen, 27. Mai 2012. Foto: Dietrich Michael Weidmann · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Walperswil liegt auf einem Moränenhügel zwischen Aarberg und Täuffelen über der Ebene des Grossen Mooses. Zur Gemeinde gehört auch der Weiler Gimmiz. Ein Vermessungsdenkmal erinnert dort an Arbeiten, die für die Kartierung der Schweiz grundlegend waren.

Walperswil im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisSeeland
BFS-Nummer754
Einwohner1036 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche6,96 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Eine Grundlinie für die Landesvermessung

Im Gebiet des heutigen Gimmiz wurde 1791 die Standlinie Walperswil–Sugiez vermessen. Sie diente als Grundlage für Winkelmessungen zu weiteren Punkten, darunter Chasseral, Hasenmatt und Bantiger. 1797 wurde die Linie erneut mit eisernen Messstangen bestimmt. Das Vermessungsdenkmal am Basisendpunkt macht diesen Beitrag zur Landesvermessung vor Ort sichtbar.

Der Blick vom Dorf auf die Ebene erklärt zugleich die landwirtschaftliche Lage. Walperswil verbindet den erhöhten alten Siedlungsplatz mit Kulturland im Grossen Moos. Die Juragewässerkorrektion und spätere Meliorationen erschlossen zuvor schwierige Flächen für den Anbau, unter anderem von Erdbeeren.

Kulturland bei Walperswil mit einem Turm am Horizont
Felder bei Walperswil mit einem Turm im Hintergrund, 24. Juli 2018 (Datum gemäss Exif). Foto: Rudolphous · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Brände veränderten das Dorf

Die Herrschaft der Freiherren von Walperswil ging im Mittelalter an die Grafen von Neuenburg-Nidau über. 1398 kam Walperswil mit dem Inselgau an Bern. Die Kirche ist seit 1228 belegt und bildet mit Bühl eine gemeinsame Kirchgemeinde.

1824 zerstörte ein grosser Brand zahlreiche Häuser, Speicher und Ofenhäuser. 1843 brannte das Mitteldorf erneut; dabei gingen auch Schulhaus und Archiv verloren. Die Gemeindegeschichte beschreibt ausserdem die Auswanderung vieler Bewohner nach Amerika im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Älteres Haus und eingerüstetes Gebäude in Walperswil
Gebäude und damalige Baustelle in Walperswil, 27. Mai 2012. Foto: Dietrich Michael Weidmann · CC BY-SA 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Der Ort verlor 1824 mit dem Bau einer neuen Verbindung zwischen Aarberg und Siselen einen Teil des bisherigen Durchgangsverkehrs. Die heutige Lage ist somit auch das Ergebnis einer Verkehrsgeschichte, in der neue Strassen das Dorf einmal stärkten und einmal umgingen.

WETA verbindet Walperswil mit der Region

Der Bürgerbus WETA trägt die Namen Walperswil, Epsach, Täuffelen und Aarberg. Er erschliesst Walperswil im öffentlichen Verkehr und verbindet den Ort mit regionalen Anschlüssen. Die Gemeindeinformation zum WETA-Bus führt zu den aktuellen Angaben.

Stand 2. Oktober 2026: Die Walperswilbrücke, auch Chlefelibrücke genannt, über den Hagneckkanal ist seit dem 28. September für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt. Die Sanierung soll voraussichtlich bis Juni 2027 dauern. Während der Bauzeit gibt es auch für Fussgänger und Velofahrende keine alternative Querung unmittelbar dort. Für Ausflüge sind die aktuellen Bau- und Umfahrungsinformationen zu beachten.

Schule mit Bühl, Oberstufe in Aarberg

Die Schule Walperswil-Bühl umfasst Kindergarten und Primarstufe bis zur 6. Klasse. Die Real- und Sekundarstufe der 7. bis 9. Klasse wird in Aarberg besucht. Damit reichen Bildungswege und Versorgung über den kleinen Dorfkern hinaus.

Landwirtschaft und kleinere Gewerbebetriebe gehören weiterhin zum örtlichen Profil. Ein Lebensmittelladen mit Postangebot, Vereine und Sportanlagen ergänzen den Alltag. Beim Fussballplatz nennt die Gemeinde auch eine Skateranlage für Jugendliche.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.