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Wattenwil (BE)

Wattenwil im Gürbetal mit Mettlen und Grundbach: unterschiedliche Landschaften und Haustypen, regionale Schule und Gürbe. Mit Fotos, Karte und BFS-Daten.

Aktualisiert am

Gemeindeverwaltung Wattenwil mit Holzfassade an der Dorfstrasse
Gemeindeverwaltung Wattenwil, 15. September 2020. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Wattenwil bildet den südlichen Abschluss des Gürbetals. Dorf, Mettlen und Gmeis liegen in der Talsohle, während Rain und Grundbach höher am Hang liegen. Unterschiedliche Haustypen, der Flussraum der Gürbe und eine regional eingebundene Schule prägen die Gemeinde im Verwaltungskreis Thun.

Wattenwil (BE) im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisThun
BFS-Nummer886
Einwohner3219 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche14,54 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Zwei deutlich unterschiedliche Landschaftsräume

Die Gemeinde unterscheidet die Bezirke Dorf, Mettlen und Rain. Im flachen Gürbeschwemmgebiet liegen der Dorfkern sowie Gmeis und Mettlen. Grundbach gehört zur erhöhten Hanglage von Rain.

Vom Grundbach öffnen sich Ausblicke in Richtung Thunersee und Berner Alpen. Der ausgedehnte Burgerwald reicht ins Gurnigelgebiet. Die weiten Wege zwischen Tal und Hang beeinflussen die Erschliessung der Siedlungen und die Organisation öffentlicher Angebote.

Mittelalterliche Nennung und frühere Verwaltung

Watinwile ist in der Mitte des 13. Jahrhunderts in einer Aufzählung von Einkünften der Grafen von Kyburg erwähnt. Ältere Funde weisen auf eine Besiedlung des Gebiets in der Bronze- und Römerzeit hin. Die schriftliche Nennung ist daher nicht mit dem Beginn jeder menschlichen Nutzung gleichzusetzen.

Seit dem späten 14. Jahrhundert gehörte Wattenwil zum Landgericht Seftigen, später zum Oberamt gleichen Namens. Heute ist die Gemeinde Teil des Verwaltungskreises Thun. Ältere Verwaltungsbezeichnungen erklären die historischen Beziehungen im Gürbetal.

Bauformen zwischen Mittelland und Oberland

Die Grenzlage zum Berner Oberland zeigt sich in der Baugeschichte. Die Gemeinde nennt alpine Tätsch- und Länderhäuser ebenso wie Mittellandhäuser und jüngere Riegbauten. Kirche und Pfarrhaus bilden weitere historische Bezugspunkte.

Bauernhaus mit breitem Dach und bearbeiteter Holzfassade in Mettlen
Bauernhaus in Mettlen bei Wattenwil, 15. September 2020. Foto: Roland Zumbuehl · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Das Bauernhaus in Mettlen veranschaulicht die Bedeutung grosser Dächer und bearbeiteter Holzfassaden. Solche Bauten stehen neben jüngeren Wohn- und Verwaltungsgebäuden. Ein einziger Haustyp beschreibt den Ort deshalb nur unvollständig.

Flusskorrektion und örtliche Nutzungen

Vor den grossen Gürbekorrektionen im 19. Jahrhundert war ein erheblicher Teil der heutigen Talflächen sumpfig. Die Veränderungen des Flusses schufen andere Voraussetzungen für Landwirtschaft, Wege und Siedlungsentwicklung.

Rösslibrücke mit Blick zur Strasse und den Häusern in Wattenwil
Rösslibrücke über die Gürbe, 27. Juli 2024. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Rösslibrücke verbindet Strassenabschnitte im Dorfraum. Landwirtschaftliche Nutzflächen, Wald und örtliche Betriebe bilden weitere Teile der Gemeinde. Die höheren Ortsteile und das Tal erfüllen dabei unterschiedliche Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsfunktionen.

Unterricht vom Kindergarten bis zur Oberstufe

Die Schule Wattenwil umfasst Kindergarten, Primar- und Oberstufe. Das Oberstufenzentrum erfüllt auch regionale Aufgaben; derzeit besuchen unter anderem Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler aus Seftigen den Standort. Der dort geplante Wechsel ist erst für kommende Schuljahre vorgesehen.

Die Tagesschule befindet sich im KiTS neben dem Schulhaus Hagen. Sie verbindet Mittagessen, Freizeit und Unterstützung bei Hausaufgaben. Aktuelle Organisation und Betreuung stehen auf der Schulwebsite und der Tagesschulseite. Die Aufteilung zwischen Tal und Hang bleibt ein wichtiger Rahmen für den Schulalltag.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.