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Widen

Widen am Mutschellen: Heitersberghang, Hoflagen, Wohnquartiere, Burkertsmatt und Tagesstrukturen im blauen Huus.

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Mehrgeschossige Wohnhäuser zwischen Grünflächen und Wegen
Wohngebiet an der Dorngasse, April 2011. Foto: pack_mule · CC BY-SA 3.0.

Widen liegt am Südhang des Heitersbergs oberhalb des Mutschellens. Aus einem kleinen Bauerndorf entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Wohngemeinde mit Blick Richtung Zürich. Die Höfe Hasenberg, Giren und Heinrüti gehören ebenso zur örtlichen Geschichte wie die jüngeren Wohnquartiere und das regionale Sportzentrum Burkertsmatt.

Widen auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Bremgarten
Bevölkerung3’981 am 30. Juni 2026
Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik
LageHeitersberghang am Mutschellen, Bezirk Bremgarten
SiedlungsgebieteDorf Widen, Hasenberg, Giren und Heinrüti
Postleitzahl8967
Gemeindewiden.ch
BFS-Nr.4081

Hanglage über dem Mutschellen

Widen liegt zwischen bewaldeten Höhen und dem Verkehrsraum des Mutschellens. Ältere Hoflagen und jüngere Siedlungen verteilen sich am Hang. Die Aussicht über die Umgebung bis zum Uetliberg macht die Lage besonders deutlich.

Hasenberg, Giren und Heinrüti gehören seit 1823 zur Gemeinde. Die Geschichte dieser Höfe ist teilweise älter als die heutige politische Einheit. Heinrüti stand beispielsweise unter der niederen Gerichtsbarkeit des Klosters Hermetschwil.

Offene Hänge vor dem entfernten Uetliberg
Blick von Widen Richtung Uetliberg, April 2011. Foto: pack_mule · CC BY-SA 3.0.

Klöster, Gerichte und Gemeindebildung

Der Ortsname ist in mittelalterlichen Besitzaufzeichnungen überliefert. Die Gemeinde weist ausdrücklich darauf hin, dass eine häufig genannte Erwähnung von 1140 den Ort Widen nicht belegt. Die ältere Geschichte ist eng mit Gütern von Muri und Hermetschwil verbunden.

Bis 1415 lagen hohe und niedere Gerichtsbarkeit bei den Habsburgern. Danach gehörte Widen zum Amt Rohrdorf in der Landvogtei Baden. Von 1798 bis 1803 bildete es zusammen mit Eggenwil eine Munizipalität; seit 1803 ist es eine selbstständige Aargauer Gemeinde.

Lange blieb der Ort klein und landwirtschaftlich geprägt. In den 1950er- und 1960er-Jahren setzte starkes Wachstum ein. Viele Zugezogene kamen aus dem Kanton Zürich. Die Wohnbauten veränderten das Dorf grundlegend und verbanden es stärker mit dem Grossraum Zürich.

Kapellen und Kirchen

Die Antonius-Wallfahrtskapelle stammt von 1843. Die Bruder-Klausen-Kapelle von 1944 wurde 1977 zur Pfarrkirche erweitert. Die reformierte Kirche entstand 1968 und gehört zur jüngeren Siedlungsgeschichte.

Das Kirchliche Zentrum Mutschellen ist ein weiterer öffentlicher Bezugspunkt im Siedlungsraum. Die unterschiedlichen Gebäude zeigen, wie aus den früheren Hof- und Dorfstrukturen eine Gemeinde mit neuen gemeinschaftlichen Einrichtungen wurde.

Kirchliches Zentrum mit Eingang und Beschriftung
Kirchliches Zentrum Mutschellen, November 2009. Foto: DidiWeidmann · CC BY-SA 3.0.

Sport auf der Burkertsmatt

Das regionale Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrum Burkertsmatt ist seit 2011 in Betrieb. Es bildet einen wichtigen Ort für sportliche Anlässe und das Vereinsleben am Mutschellen.

Sportanlage und offene Flächen während der Entstehungszeit
Burkertsmatt in ihrer Entstehungszeit, April 2011. Foto: pack_mule · CC BY-SA 3.0.

Die Gemeinde führt ein Vereinsverzeichnis und einen Veranstaltungskalender. Wer eine bestimmte Sportanlage oder einen Anlass besuchen möchte, kann dort die zuständige Organisation und die aktuellen Nutzungsbedingungen finden.

Schule und Betreuung im blauen Huus

Die Schule Widen organisiert den lokalen Kindergarten- und Primarschulalltag. Für den Übertritt an die Oberstufe veröffentlicht sie eigene Informationen.

Der Verein Kinderbetreuung Mutschellen bietet für Kindergarten- und Primarschulkinder in Widen Mittagstisch und Tagesstrukturen im «blauen Huus» an der Bremgarterstrasse 53. Während der Schulzeit reichen die Nachmittagsmodule bis 18.30 Uhr. Der Mittagstisch für Jugendliche an der Kreisschule Mutschellen ist ein separates Angebot.

Ausblicke und Anreise

Ein redaktioneller Besuchsvorschlag verbindet einen Spaziergang durch die Wohnquartiere mit den offenen Hanglagen und dem Waldrand. Dabei werden die Aussicht und der Übergang zwischen älteren Höfen und jüngeren Bauten sichtbar.

Die Bremgarten-Dietikon-Bahn erschloss Widen seit 1902. Für die heutige Anreise über den Knoten Berikon-Widen sowie die Busanschlüsse empfiehlt sich der SBB-Fahrplan.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.