Wiliberg
Wiliberg über dem Uerkental: Rodungshofgeschichte, Landschaftsrunden, Weinbau am Wyliberg und Schulverbindungen.
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Wiliberg liegt auf einem Hügelzug über dem oberen Uerkental. Die kleine Aargauer Gemeinde ist von Höfen, Obstbäumen, Feldern und Wald geprägt. Ihre eigene Gemeindegeschichte beginnt mit einem Rodungshof; heute erschliessen zwei von der Gemeinde beschriebene Rundwege die Landschaft zwischen Wiliberg, Tannholz und Moosersagi.
Wiliberg auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Zofingen |
|---|---|
| Bevölkerung | 179 am 30. Juni 2026 Ständige Wohnbevölkerung gemäss kantonaler Bevölkerungsstatistik |
| Lage | Hügelzug im oberen Uerkental, Bezirk Zofingen |
| Postleitzahl | 5058 |
| Schulort | Kindergarten und Primarschule in Reitnau |
| Gemeinde | wiliberg.ch |
| BFS-Nr. | 4288 |
Höfe über dem Uerkental
Die Siedlung liegt in einer offenen Höhenlage mit weitreichenden Ausblicken. Bei klarer Sicht nennt die Gemeinde die Alpen und das Napfgebiet als besondere Landschaftspunkte. Feldwege, Kirschbäume und Waldsäume bestimmen die nähere Umgebung.
Im Hinter Wiliberg liegt der kleine Taleinschnitt Tannholz. Dort begünstigt ein lokales Mikroklima den Weinbau. Die Gemeinde beschreibt den Wyliberg mit seiner Lage auf über 600 Metern als einen der höher gelegenen Rebberge im Kanton.
Vom Steckhof zur Gemeinde
Wiliberg entstand durch die Rodung für einen Steckhof. Im 12. Jahrhundert ist der Name «Wilperc» überliefert. Vom 16. bis 18. Jahrhundert war auch die Bezeichnung Bonhausen gebräuchlich.
Nach den Kyburgern übten die Habsburger bis 1415 die Herrschaft aus. Unter Bern gehörte Wiliberg zum Gericht Kölliken in der Landvogtei Lenzburg. 1781 verlieh die bernische Obrigkeit dem Steckhof das Gemeinderecht; 1803 wurde Wiliberg eine politische Gemeinde im neuen Kanton Aargau.
Die Landwirtschaft blieb über lange Zeit die wichtigste Erwerbsgrundlage. Das verstreute Siedlungsbild und die bewirtschafteten Flächen machen diese Geschichte in der Landschaft nachvollziehbar.

Zwei ausgeschilderte Besuchsideen
Die kommunale Tourismusseite beschreibt zwei Rundwege ab dem ehemaligen Schulhaus. Der kleinere führt über die Ebenen zwischen Wiliberg und Chalthof in Staffelbach sowie am Reitnauer Waldrand entlang. Als Richtwert nennt die Gemeinde rund 30 Minuten.
Die grössere Runde ergänzt den Weg um den Abstieg zur Üerke und zur Weilerzone Moosersagi. Insgesamt werden etwa 90 Minuten genannt. Beim anschliessenden Aufstieg durch die Gasse sind rund 160 Höhenmeter zu überwinden. Diese Angaben stammen vom Anbieter und sind keine persönliche Gehzeitgarantie.
Grillstelle und Sitzbänke ermöglichen einen Aufenthalt unterwegs. Für eine Einkehr in Moosersagi sollten die aktuellen Restaurantzeiten geprüft werden. Eine Informationstafel hinter dem früheren Schulhaus vermittelt Eckdaten zur Gemeinde.
Schule ausserhalb des Dorfs
Das alte Schulhaus von 1806–1807 wurde 1974 durch einen Neubau ersetzt. Heute besuchen die Kinder Kindergarten und Primarschule in Reitnau. Die Gemeinde stellt den Transport mit einem Schulbus sicher.
Ab der siebten Klasse ist das Schulzentrum Schöftland zuständig; für die Sekundarschule besteht ein Aussenstandort in Reitnau. Die aktuelle Schulübersicht verlinkt die zuständigen Einrichtungen. Auch kirchlich ist Wiliberg seit langem mit Reitnau verbunden.
Die Wege zur kleinen Gemeinde
Von 1977 bis 2008 bestand eine Busverbindung nach Zofingen und zeitweise nach Reiden. Dieser historische Betrieb darf nicht mit einem heutigen Linienangebot verwechselt werden. Für die aktuelle Anreise und mögliche Anschlüsse ist der SBB-Fahrplan massgebend.
Ein Besuch lässt sich besonders gut auf die Landschaftsrunden abstimmen: Das ehemalige Schulhaus bildet den beschriebenen Ausgangspunkt, während die Hof- und Feldwege den ländlichen Charakter erschliessen. Wiliberg bleibt trotz enger Verbindungen zu den Nachbarn eine eigene politische Gemeinde.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Bevölkerungsstand: 30. Juni 2026, kantonale ständige Wohnbevölkerung. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.