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Worben

Worben zwischen Lyss und Biel: Ober- und Unterworben, Worbenbad und Seelandheim, Beerenkulturen und Schule. Mit Schulraumbau 2026, Karte und BFS-Zahlen.

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Bauernhaus mit breitem Dach an der Hauptstrasse in Worben
Bauernhaus an der Hauptstrasse 58 in Worben, 19. Januar 2020. Foto: Andreas59Mathys · CC BY-SA 4.0. Verkleinert und komprimiert.

Worben liegt zwischen Jensberg und Alter Aare im Seeland, nahe bei Lyss und Biel. Die früheren Dorfkerne Ober- und Unterworben sind durch Wohnbauten zusammengewachsen. Landwirtschaft, lokale Betriebe und das Seelandheim geben der Gemeinde ein eigenständiges Profil.

Worben im Überblick

KantonBern (BE)
VerwaltungskreisSeeland
BFS-Nummer755
Einwohner2678 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025)
Fläche2,76 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026)
GemeindeOffizieller Gemeindeauftritt

Oberworben und Unterworben bildeten schon früher eine Gemeinde

Die beiden historischen Dörfer waren keine erst kürzlich fusionierten Gemeinden. Ober- und Unterworben bildeten stets eine gemeinsame politische Einheit. Zum Siedlungsraum gehörte auch Worbenbad; swisstopo verzeichnet daneben den Ort Alkeren.

Worben wird 1228 als Worbun erwähnt. Es gehörte zur Herrschaft Nidau und gelangte 1398 an Bern. Die Nähe zu Lyss und Biel/Bienne wurde besonders ab den 1960er-Jahren wichtig, als die Wohnbevölkerung zunahm und sich die Bebauung verdichtete.

Vom Mineralbad zum Seelandheim

Worbenbad ist bereits im 15. Jahrhundert belegt. Eine Mineralquelle, Badgebäude und eine Mühle bildeten einen eigenen kleinen Siedlungsschwerpunkt. 1876 wurde in den Gebäuden des alten Bads eine Armenverpflegungsanstalt für das Seeland eingerichtet.

Das heutige Seelandheim bietet Wohn- und Betreuungsangebote für Menschen im Alter und Menschen mit Beeinträchtigung. Dazu gehören spezialisierte Wohngruppen, Beschäftigungsateliers und eine Tagesstätte. Der Betrieb ist ein wichtiger Teil des Ortslebens und kein pauschal frei zugängliches Museum des früheren Bads. Öffentlich angebotene Besichtigungen und das Restaurant werden vom Betreiber gesondert beschrieben.

Alte Aare, Gemüse und Beeren

Die Ebene litt früher unter periodischen Überschwemmungen. Erst die erste Juragewässerkorrektion und spätere landwirtschaftliche Neuordnungen verbesserten die Nutzung dauerhaft. Eine Brücke ersetzte Ende der 1880er-Jahre die Fähre nach Lyss. Am alten Aarelauf liegt das Naturschutzgebiet Burgergiesse.

Erdbeerwerbeschild vor einem Feld zwischen Worben und Jens
Feld zwischen Worben und Jens mit damaliger Erdbeerwerbung, 10. April 2016. Im Hintergrund liegt Jens. Foto: Gestumblindi · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Obstbau, Gemüse- und Beerenkulturen sind Teil der Worbener Landwirtschaft. Felder liegen unmittelbar neben dem Siedlungsgebiet. Der Blick zu Jensberg, Jura und Alpen vermittelt die offene Lage am Nordende des Grossen Mooses.

Felder und einzelne Häuser von Worben mit Alpen am Horizont
Feld und Häuser bei Worben mit Blick zu den Berner Alpen, 10. April 2016. Foto: Gestumblindi · CC BY 3.0. Verkleinert und komprimiert.

Die Schule wächst mit dem Dorf

Die Schule Worben führt Kindergarten und Primarstufe bis zur 6. Klasse. Die Tagesschule ergänzt sie durch Früh-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung mit Mahlzeiten und Aufgabenbegleitung. Für konkrete Module und Anmeldung gelten die aktuellen Schulunterlagen.

Stand 2. Oktober 2026: Das Projekt Schulraum 2030 befindet sich in der Umsetzung. Die Baubewilligung ging im August ein; die Gemeinde berichtete im September über den Baustart. Neubau und Umbau des bestehenden Schulhauses sind somit laufende Arbeiten. Während der Bauzeit können Einschränkungen am Schulareal entstehen. Die Gemeindeinformation beschreibt den Bauablauf.

Tennisplätze, eine Beachvolleyballanlage beim Mehrzweckgebäude und Vereine ergänzen die örtlichen Freizeitangebote. Worben wird im öffentlichen Verkehr durch Busse und die Bahnstationen der Umgebung erschlossen.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.

Quellen und weiterführende Informationen

Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.