Zweisimmen
Zweisimmen am Zusammenfluss zweier Simmen: Bahnknoten, Bäuerten, Blankenburg, Marienkirche und Rinderberg. Mit Fotos, Karte, Schulangebot und aktuellen BFS-Daten.
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Zweisimmen liegt am Zusammenfluss von Grosser und Kleiner Simme. Der Ort ist Verkehrsknoten und Versorgungszentrum im Obersimmental, zugleich Ausgangspunkt zum Rinderberg und ins Saanenland. Blankenburg, alte Bäuerten und die Marienkirche zeigen die Geschichte hinter dem heutigen Ferien- und Bahnort.
Zweisimmen im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Obersimmental-Saanen |
| BFS-Nummer | 794 |
| Einwohner | 3083 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 73,00 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Ein Zentrum und mehrere Bäuerten
Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Dorf Zweisimmen die Bäuerten Betelried mit Blankenburg, Grubenwald, Mannried, Mosenried und Reichenstein-Oeschseite. Höfe, Weiler, Wälder und Alpen reichen weit über den geschlossenen Dorfkern hinaus. Das Zusammentreffen der beiden Simmen gab dem Ort seinen Namen.
Das Zentrum wurde nach dem Brand von 1862 neu aufgebaut. Hier konzentrierten sich Gewerbe und Dienstleistungen, während die äusseren Bäuerten stärker durch Vieh-, Alp- und Forstwirtschaft geprägt blieben. Der Marktflecken verband schon früh die Wege zum Wallis und zum Genfersee.
Mannenberg, Blankenburg und die Marienkirche
Mittelalterliche Burgen sicherten die Verkehrswege. 1386 eroberte Bern das Obersimmental; die Verwaltung nahm ihren Sitz in Blankenburg. An diese Herrschaftsgeschichte erinnern das Schloss und die Ruinen am Mannenberg.
Die 1228 erwähnte Marienkirche bewahrt Glas- und Wandmalereien sowie eine spätmittelalterliche Schnitzdecke. Ihr grosses Kirchspiel umfasste früher auch Lenk und St. Stephan, die sich im frühen 16. Jahrhundert als eigene Pfarreien lösten. Das ehemalige Beinhaus unterhalb der Kirche wurde später für Schulzwecke genutzt.
Bahnverbindungen nach Spiez, Montreux und Lenk
Mit dem Ausbau der Eisenbahn um 1900 erhielt Zweisimmen eine neue Rolle als Umsteigeort zwischen dem Simmental und der Montreux-Oberland-Bahn. Die 1912 eröffnete Zweiglinie erschliesst Lenk. Der Bahnhof bleibt ein zentraler Ankunftspunkt für den Ort und seine Umgebung.

Hotelbau und Wintertourismus veränderten Zweisimmen seit dem späten 19. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen besonders Ferienwohnungen und weitere Beherbergungsformen. Die Bergbahnen zum Rinderberg ergänzen den Verkehr im Tal um den Zugang zum Wander- und Wintersportgebiet.

Volksschule und freiwillige Tagesschule
Die Volksschule Zweisimmen vereint Unterricht und regionale Schulaufgaben im Dorf. Die aktuelle Schulwebsite berichtet aus dem Schuljahr 2026/27 und nennt Schulsekretariat, Schulleitung und schulische Unterstützung. Die Oberstufe nimmt auch Jugendliche aus St. Stephan auf.
Die Tagesschule ist ein freiwilliges Betreuungsangebot vom Kindergarten bis zur neunten Klasse. Mittagessen, Zwischenmahlzeiten, Spiel, ruhige Beschäftigung und Zeit für Aufgaben ergänzen den Unterricht in den Stammklassen. Organisation und Anmeldung stehen auf der Tagesschulseite der Gemeinde.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 3. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.