Auboranges
Auboranges am linken Broyeufer: Grenzlage zur Waadt, Rechte des Klosters Saint-Maurice und der Menhir bei Essertes; seit 2025 Teil von Rue.
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Auboranges blickt über eine Kantonsgrenze, die seinen Alltag und seine Geschichte seit Jahrhunderten mitprägt. Das Dorf liegt am linken Ufer der Broye gegenüber dem Freiburger Gebiet um Gillarens, unmittelbar an der Waadt. Seit dem 1. Januar 2025 gehört es zur Gemeinde Rue. Im Grenzraum zu Essertes steht die auffällige «Pierre du dos à l’âne».
Steckbrief
| Ort | Auboranges |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Rue |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Glâne |
| Ortssprache | Französisch |
Ein Dorf zwischen Broye und Waadt
Die Broye und die Grenze zu Waadt bilden den geografischen Rahmen. Die Brücke der Route du Moulin verbindet den Raum Auboranges mit Gillarens auf der anderen Seite des Flusses. In der Kulturlandschaft liegen Felder und bewaldete Abschnitte nahe beieinander; das Dorf gehört zum französischsprachigen Teil des Bezirks Glâne.
Ein redaktioneller Ausflugsvorschlag ist, den Dorfbereich mit dem Grenzraum bei Essertes zu verbinden. Das ist keine ausgeschilderte Route mit zugesicherter Wegzeit. Die kleine Flussverbindung ist auch ein anschaulicher Bezugspunkt für die seit 2025 über beide Broyeufer reichende Gemeinde Rue.
Ein Tauschgeschäft mit Saint-Maurice
1155 erscheint Auboranges als Alburengens in den Schriftquellen. 1317 tauschte Louis II. von Savoyen-Waadt seine Herrschaftsrechte hier gegen Rechte des Klosters Saint-Maurice in Vuadens. Die hohe Gerichtsbarkeit blieb bei Savoyen; das Kloster behielt seine Güter bis zum Ende des Ancien Régime.
Ab 1536 gehörte Auboranges zur freiburgischen Vogtei Rue, nach 1798 zum gleichnamigen Bezirk und seit 1848 zur Glâne. Auch die Konfessionsgrenze wirkte nach: Das katholisch gebliebene Dorf wechselte bei der Reformation von Châtillens zur Pfarrei Promasens. Seine Bewohner mussten dennoch bis ins 17. Jahrhundert zum Unterhalt des Pfarrers in Châtillens beitragen.
Pierre du dos à l’âne
Bei Essertes und Auboranges steht ein rund 5,6 Meter hoher und etwa 25 Tonnen schwerer Menhir. Die Gemeindegeschichte führt ihn als «Pierre du dos à l’âne» und berichtet, dass Archäologen seine Bedeutung 1991 erkannten, nachdem er lange als gewöhnlicher Findling gegolten hatte. Die heutige Aufstellung ist deshalb von der Fundlage zu unterscheiden.
Die Steinsetzung gehört in die Vorgeschichte, nicht zur mittelalterlichen Erstnennung Auboranges. Über eine bestimmte Gottheit oder die Erinnerung an einen einzelnen Anführer gibt die Quelle keine gesicherte Auskunft; solche Deutungen werden hier nicht als Tatsache übernommen.
Kommunale Anliegen und Schule
Mit Auboranges schlossen sich 2025 auch Chapelle (Glâne) und Ecublens Rue an. Die heutige Gemeindeverwaltung befindet sich in Ecublens. Für Schule und Betreuung gilt der Schulkreis Rue; die zuständigen Standorte und Zuteilungen ergeben sich aus dessen aktuellen Angaben.
Karte
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Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.