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Burg

Burg bei Murten: Ober- und Unterburg, ein verlorenes Waisenhaus und die ungewöhnliche Bürgeraufnahme Alexander Herzens von 1851.

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Der Name Burg lässt eine Festung erwarten, doch eine solche ist hier weder archivalisch noch archäologisch nachgewiesen. Belegt sind Ober- und Unterburg sowie ein später als Waisenhaus genutztes Herrenhaus. Das bäuerliche Dorf oberhalb von Murten gehört seit 1975 zur politischen Gemeinde Murten.

Steckbrief

OrtBurg
Heutige GemeindeMurten
Kanton und BezirkFreiburg · Bezirk See / District du Lac
OrtsspracheDeutsch

Chastel, Castro und eine offene Burgfrage

1340 erscheint der Ort als Chastel, 1394 als Castro, 1413 als Castro villa und 1510 als Burg. Eine namensgebende Festung könnte in Oberburg gestanden haben; das Historische Lexikon hält aber ausdrücklich fest, dass ein Nachweis fehlt.

Die Siedlung liegt an der Hangkante der flachen Moränenhügel östlich des Murtensees und Grossen Mooses. Der Taleinschnitt des Burggrabenbachs gliedert den Ortsraum. Die Karte verortet das Dorf, keine gesicherte mittelalterliche Burgstelle.

Das verlorene Herrenhaus Manuel

Das ehemalige Herrenhaus Manuel in Oberburg wurde 1892 Waisenhaus für den reformierten Seebezirk. Nach Bränden von 1964 und 1965 wurde es abgebrochen. Es ist daher ein Kapitel der Sozialgeschichte und kein erhaltenes Besuchsziel.

1851 wurde der russische Schriftsteller und Revolutionär Alexander Iwanowitsch Herzen Bürger von Burg. Diese Bürgeraufnahme ist ein ungewöhnlicher biografischer Bezug des kleinen Orts.

Schule und Eingemeindung

Burg war Teil der Herrschaft Murten und ihrer späteren gemeinsamen Verwaltung durch Bern und Freiburg. Es teilte eine frühe deutsche Schule mit Altavilla und Lurtigen. Die Eingemeindung nach Murten trat am 1. Januar 1975 in Kraft.

Landwirtschaft und spätere Wohnnutzung bestimmen die überlieferte Entwicklung. Für heutige Verwaltung und Schule ist die Gesamtgemeinde zuständig.

Karte

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Weitere Orte und Hintergründe: Murten · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

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