Chandossel
Chandossel in Courtepin: die kurzlebige Kartause Vallis Pacis, Saint-Sébastien nach der Pest und zwei keltische Armreifen.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Chandossel war für wenige Jahre ein Kartäuserort: Vallis Pacis entstand 1327 und wurde schon um 1333 aufgegeben. Die spätere Sebastianskapelle erinnert an die Pestzeit. Der kleine Ort kam 1983 zu Villarepos und mit diesem 2017 zur heutigen Gemeinde Courtepin.
Steckbrief
| Ort | Chandossel |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Courtepin |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · Bezirk See / District du Lac |
| Ortssprache | Französisch |
Ein kurzer Versuch klösterlichen Lebens
Der Ritter Hermann de Cressier gründete 1327 die Kartause Vallis Pacis. Um 1333 wurde sie bereits aufgegeben. Die kurze Geschichte erklärt die Bedeutung des Ortsnamens in Darstellungen zum Kartäuserorden; eine erhaltene, heute besuchbare Klosteranlage ist damit nicht belegt.
Chandossel erscheint 1214 in den Schriftquellen. Zwei keltische Armreifen der frühen Latènezeit verweisen auf eine ältere Nutzung des Ortsraums.

Kapelle und kirchliche Verbindungen
Saint-Sébastien wurde nach der Pest von 1611 gebaut. Vor der Reformation gehörte Chandossel kirchlich zu Faoug, danach zu Villarepos. Politisch wurde der Ort 1831 selbstständig; ein Gemeindehaus entstand kurz vor 1853.
Milch- und Futterwirtschaft prägten die ländliche Erwerbsgrundlage. Aktuelle Einwohner- oder Betriebszahlen für den einzelnen Ort werden aus den alten Gemeindeangaben nicht abgeleitet.
Über Villarepos nach Courtepin
1983 schloss sich Chandossel Villarepos an. Seit der Fusion von 2017 liegt die kommunale Zuständigkeit bei Courtepin. Der Ort bleibt im amtlichen Ortsnamensverzeichnis als eigener Siedlungsteil verzeichnet, besitzt aber keine eigene aktuelle Gemeindenummer.
Die Schule wird über den gemeinsamen Schulkreis organisiert. Historische kirchliche Beziehungen und heutige Verwaltungsgrenzen sind dabei getrennt zu betrachten.
Karte
© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karte vergrössern
Weitere Orte und Hintergründe: Courtepin · Kanton Freiburg.
Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.