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Gempenach

Gempenach an der Berner Grenze: das verlorene Gräberfeld Forstmatte, Kantonsschild und historische Bauernhäuser.

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Haus mit Walmdach und grünen Fensterläden an der Strasse in Gempenach
Älteres Gebäude in Gempenach am 26. April 2012. Foto: Dietrich Michael Weidmann · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Gempenach liegt auf einem Plateau westlich des Biberentals an der Grenze zu Bern. Der Landgasthof Zum Kantonsschild, das alte Schulhaus und Bauernhäuser bewahren die ländliche Baugeschichte. Ein grosses keltisches Gräberfeld ging dagegen im Kiesabbau verloren. Seit 2022 gehört das Dorf zu Murten.

Steckbrief

OrtGempenach
Heutige GemeindeMurten
Kanton und BezirkFreiburg · Bezirk See / District du Lac
OrtsspracheDeutsch

Ein Gräberfeld, dessen Funde erhalten blieben

Auf der Forstmatte lag eines der ausgedehntesten Gräberfelder der frühen und mittleren Latènezeit im Kanton. Es wurde im 19. Jahrhundert beim Kiesabbau ohne systematische archäologische Aufnahme zerstört.

Reiche Beigaben wie Bronzearmbänder, Glasarmringe, Fibeln und Waffen gelangten in die Museen von Bern und Murten. Die Geschichte betrifft somit überlieferte Funde und eine verlorene Fundstelle, keinen erhaltenen Grabungspark.

Kantonsschild, Schule und Bauernhäuser

Aus dem 19. Jahrhundert sind der Landgasthof Zum Kantonsschild, das alte Schulhaus und einige Bauernhäuser überliefert. Sie geben dem Strassendorf einen konkreten baulichen Schwerpunkt.

Die Namen Champagnie von 1340 und Gempenach von 1408 sind im spezifischen Lexikoneintrag belegt. Der französische Name lautet Champagny. Frühere kommunale Namensdeutungen werden nicht als gesichertes Gründungsjahr übernommen.

Ortsschild, Haltestelle und Strasse nach Gempenach
Ortseingang von Gempenach am 26. April 2012. Foto: Dietrich Michael Weidmann · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Ferenbalm und Murten

Gempenach gehörte zur Herrschaft Murten und kam mit dieser 1475 unter Bern und Freiburg. 1803 wurde es endgültig Freiburg zugeteilt. Die überwiegend reformierte Bevölkerung gehört kirchlich zu Ferenbalm.

2022 fusionierte Gempenach mit Murten, Galmiz und Clavaleyres. Die heutige Verwaltung liegt in Murten; der Dorfverein und die Siedlung an der Kantonsgrenze bleiben eigene örtliche Bezugspunkte.

Karte

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Weitere Orte und Hintergründe: Murten · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.