Regionen

Gillarens

Gillarens an der Waadtländer Grenze: alte Beziehungen zu Saint-Maurice und Hautcrêt, gemeinsame Kirchengeschichte mit Chapelle und Brücken über die Broye.

Aktualisiert am

Route-du-Moulin-Brücke über die Broye zwischen Auboranges und Gillarens
Brücke der Route du Moulin zwischen Auboranges und Gillarens, 2022. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Gillarens verbindet die landwirtschaftliche Landschaft der oberen Broye mit einer ungewöhnlich gut überlieferten Klostergeschichte. Zwischen 1147 und 1150 überliess Saint-Maurice dem Kloster Hautcrêt hier Land gegen einen Zins. Das Dorf nahe der Waadtländer Grenze gehört seit 2001 zu Rue.

Steckbrief

OrtGillarens
Heutige GemeindeRue
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Glâne
OrtsspracheFranzösisch

Gislerens und die Rechte der Klöster

Im 12. Jahrhundert erscheint der Name als Gislerens, später als Gislarens und 1273 als Gillarens. Im 13. und 14. Jahrhundert ist eine örtliche Adelsfamilie überliefert. Die Güterübertragung zwischen Saint-Maurice und Hautcrêt zeigt, wie eng weltliche und klösterliche Rechte in diesem Grenzraum verbunden waren.

Gillarens gehörte zur savoyischen Kastellanei Rue, nach 1536 zur freiburgischen Vogtei und nach 1798 zur Präfektur Rue. Seit 1848 liegt es im Bezirk Glâne. Der Zusammenschluss mit Rue erfolgte gemeinsam mit Promasens im Jahr 2001.

Eine Kirchengeschichte mit dem Nachbardorf

Gillarens gehörte ursprünglich zur Pfarrei Promasens. Eine Maria geweihte Filialkirche ist in einer Visitation von 1453 erwähnt. Die Einwohner von Gillarens und Chapelle beantragten gemeinsam einen Kaplan; die entsprechende Kaplanei wurde 1674 eingerichtet.

1928 lösten sich beide Orte kirchlich von Promasens. Die Nachbarschaft mit Chapelle blieb damit über wechselnde politische Gemeindegrenzen hinweg wichtig. Der frühere Foyer Saint-Jean Bosco durchlief im späten 20. Jahrhundert verschiedene soziale Nutzungen; die historische Darstellung ist keine Aussage über den heutigen Betrieb oder seine Besuchbarkeit.

Felder und Flussübergänge

Das Historische Lexikon nennt Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, Viehhaltung und Milchproduktion als prägende landwirtschaftliche Nutzungen. Die Broye verbindet diesen Raum mit den gegenüberliegenden Orten. Die abgebildete Brücke der Route du Moulin liegt zwischen Gillarens und Auboranges; sie ist nicht als Bau im eigentlichen Dorfkern zu verstehen.

Für kommunale Dienstleistungen ist die Gemeinde Rue zuständig, für die Primarschule der Schulkreis Rue. Die offiziellen Angaben helfen bei der Zuordnung von Schule, Betreuung und Verwaltungsstandort.

Karte

© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karte vergrössern

Weitere Orte und Hintergründe: Rue · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.