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Granges (Veveyse)

Granges Veveyse: Saint-Nicolas, die frühere Grangie Sâles, Mont Cheseau, Dorfgemeinschaft, Schulkreis Basse-Veveyse und Buslinie 217.

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Kapelle Saint-Nicolas in Granges Veveyse
Die Kapelle Saint-Nicolas in Granges im Jahr 2010. Foto: Schleppyca · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Granges (Veveyse) liegt zwischen bäuerlich genutzten Hängen, Wald und der Grenze zu Waadt. Im Dorf steht die steinerne Kapelle Saint-Nicolas. Der frühere Klosterhof Sâles verweist auf eine viel ältere Geschichte, während die Société de Développement die heutigen Quartiere bei gemeinsamen Veranstaltungen zusammenbringt.

Die französischsprachige Gemeinde gehört zum Bezirk Veveyse im Kanton Freiburg. Der Namenszusatz ist wichtig: Gemeint ist Granges bei Attalens und Bossonnens, nicht ein anderer Schweizer Ort namens Granges.

Granges (Veveyse) auf einen Blick

Kanton und BezirkFreiburg (FR), Veveyse
BFS-Nr.2328
Bevölkerung1’012 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik
SpracheFranzösisch
Erstnennung1134 als per campos Grangiarum
VerwaltungChemin de la Chapelle 7, 1614 Granges
WebsiteOffizielle Gemeindewebsite

Am Mont Cheseau und an der Kantonsgrenze

Die Gemeinde liegt im Südwesten der Veveyse, an den Hängen des Mont Cheseau und an der Nordseite des Mont-Pèlerin-Massivs. Ihr Gebiet reicht von ungefähr 630 Metern bis auf über 900 Meter. Diese Höhenstaffelung verbindet den Dorfbereich mit landwirtschaftlichen Flächen und höher gelegenen Weiden.

Zu den örtlichen Namen gehören Beauregard, La Cuvigne, La Combe und Sâles. Sie bezeichnen unterschiedliche Teile des kleinen Gemeinderaums. La Cuvigne erscheint auch als Bushaltestelle. Bei Beauregard wurden merowingische Plattengräber gefunden; Sâles ist mit einer mittelalterlichen Klosterwirtschaft verbunden.

In der Gemeindevorstellung werden auch Palézieux und Les Thioleyres als Nachbarorte genannt. Beide gehören heute zu Oron VD; sie sind deshalb nicht als zusätzliche selbstständige Nachbargemeinden zu zählen. Mit Puidoux und Chardonne liegt ein weiterer Teil der Nachbarschaft jenseits der Freiburger Kantonsgrenze.

Sâles: vom Klosterhof zum Gemeindebesitz

Die Nennung 1134 als per campos Grangiarum gehört zu den ältesten Belegen von Granges. Damals übertrugen Amédée de Blonay und sein Sohn das Gut Sâles dem Kloster Hautcrêt. Dort entstand eine Grangie, ein landwirtschaftlicher Klosterbetrieb.

Granges kaufte 1563 eine Hälfte des später «Abbaye de Sâles» genannten Besitzes. Die zweite Hälfte kam 1810 hinzu, nachdem sie seit 1651 dem Kloster Hauterive gehört hatte. Der Name «Abbaye» bezeichnet hier den überlieferten Hofnamen; er ist kein Beleg für eine heute bestehende selbstständige Abtei.

Politisch gehörte Granges zur Herrschaft Bossonnens, ab 1536 zur Freiburger Vogtei und von 1798 bis 1848 zum Bezirk Châtel-Saint-Denis. Die Geschichte von Granges lässt sich deshalb eng mit Bossonnens und Attalens lesen, ohne die drei heutigen Gemeinden gleichzusetzen.

Saint-Nicolas im Dorf

Die heutige Kapelle Saint-Nicolas ersetzte einen älteren, Ende des 19. Jahrhunderts zerstörten Bau. Das HLS nennt 1933; die Gemeinde beschreibt die Bauzeit mit 1933–1935. Der steinerne Bau mit seinem spitzen Turm bildet einen gut erkennbaren Bezugspunkt im Dorf.

Die Gemeinde berichtet von einer vollständigen Renovierung und einer durch eine private Spende ermöglichten Orgel. Kirchlich gehört Granges zur Pfarrei Attalens. Für kirchliche Termine und Besichtigungsfragen sind die Angaben der Pfarrei zuständig; die Gemeindeseite weist keine allgemeinen touristischen Öffnungszeiten aus.

Landwirtschaft und eine jüngere Industriegeschichte

1919–1920 gewann Granges durch Entwässerungsarbeiten 42 Hektaren Kulturland. Das zeigt, wie stark die landwirtschaftliche Nutzung durch Eingriffe in den Wasserhaushalt geprägt wurde. Wiesen, Höfe und Waldränder gehören weiterhin zum landschaftlichen Bild.

Ein anderer Teil der Ortsgeschichte begann 1964 mit Sokymat. Aus einem Betrieb für elektronische Wicklungen entwickelte sich ein Unternehmen für elektronische Bauteile und Identifikationstechnik. Die im HLS genannten Produktionsmengen beziehen sich auf 2004; daraus lässt sich keine heutige Betriebsgrösse ableiten. Der Ort hat somit neben seiner Landwirtschaft auch eine industrielle Vergangenheit.

Quartiere, Vereine und gemeinsame Feste

Die örtliche Vereinsliste nennt unter anderem die Jugendgesellschaft, den Männerchor L’Avenir de Granges, die Gruppe der älteren Bewohner, den Ski-Club Mt-Cheseaux und den Verein zum Schutz der Kapelle.

Die Société de Développement feierte 2024 ihr 50-jähriges Bestehen mit «Granges en Fête». Für das Fest wurden sechs Quartierteams gebildet; Konzerte, Handwerk, Fotografien und Begegnungen verbanden alte und neue Bewohner. Das war eine konkrete Jubiläumsveranstaltung, kein hier vorausgesetztes jährliches Festprogramm.

Der Rundweg Attalens–Bossonnens–Granges von Randonnées pédestres dans le canton de Fribourg verbindet die Nachbarorte. Der Anbieter nennt 8,5 Kilometer, 2 Stunden 20 Minuten und 195 Höhenmeter. Die Kapelle von Granges ist eine der beschriebenen Stationen. Die Werte gelten für die gesamte Runde, nicht für einen kurzen Gang innerhalb von Granges.

Unterricht und Betreuung ausserhalb des eigenen Dorfs

Granges gehört mit Attalens und Remaufens zum Schulkreis Basse-Veveyse. Das Bulletin 2026/27 der Schule Le Petit Prince führt Unterricht von 1H bis 8H an den Standorten Attalens und Remaufens auf. Es ist deshalb für den Familienalltag wichtig, die Schuladresse von der Wohnadresse in Granges zu unterscheiden.

Für schulergänzende Betreuung verweist Granges auf die gemeinsam organisierte Struktur in Attalens. Die aktuellen Betreuungsorte sind Renard und Aviateur in Attalens sowie La Comète in Remaufens. Ferienangebote gelten nur für die ausgeschriebenen Wochen.

Buslinie 217 und die Anschlüsse in Palézieux

Im aktuellen Netzplan verbindet die VMCV-Linie 217 Vevey über Jongny, Attalens und Granges mit Palézieux. Im Gemeindegebiet sind unter anderem Granges (Veveyse), village und La Cuvigne eingezeichnet. Für die weitere Bahnreise ist Palézieux ein Anschlussort.

Das HLS erwähnt eine Bahnhaltestelle von 1901. Diese historische Angabe ist kein Nachweis eines heute bedienten Bahnhofs im Dorf. Für die aktuelle Anreise sind die Busverbindungen im VMCV-Angebot massgebend. Die Verwaltung liegt am Chemin de la Chapelle 7; diese Adresse ist auf der Karte markiert.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Chemin de la Chapelle 7, 1614 Granges.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen.

Quellen und Datenstand

Recherche: 2. Oktober 2026. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26. August 2026. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.