Grattavache
Grattavache an den Quellen der Mionnaz: Mühlen am La-Vaux-Bach, frühes Schul- und Käsereigebäude und der Musterhof La Châtelaine.
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Grattavache liegt zwischen Le Crêt und Semsales an den Quellen der Mionnaz. Die verstreute Siedlung verbindet bäuerliche Geschichte mit Mühlen und einem ungewöhnlichen Schul- und Käsereigebäude. Seit 2004 gehört das Dorf zur Gemeinde La Verrerie.
Steckbrief
| Ort | Grattavache |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | La Verrerie |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Veveyse |
| Ortssprache | Französisch |
Quellgebiet und Mühlen
1403 ist die Form Ginta Vachi überliefert. Die verstreute Siedlung lag im Gebiet der Kastellanei Rue und kam 1536 unter Freiburg. Der Bach La Vaux wurde für Mühlen genutzt.
Kirchlich gehörte Grattavache zu Saint-Martin im Waadtland, seit 1670 zu Le Crêt. Die Gewässer und die frühere Pfarrgrenze sind eigene Bezugspunkte innerhalb des heutigen Gemeinderaums.
Schule und Käserei unter einem Dach
1799 entstand eine Schule. 1850 wurde ein Gebäude errichtet, das sowohl der Schule als auch der Käserei diente. Diese Kombination verband zwei zentrale Bedürfnisse der bäuerlichen Siedlung.
Eine spätere gewerbliche Nutzung des Gebäudes ist im Historischen Lexikon für dessen damaligen Quellenstand beschrieben. Sie wird hier nicht als heute geprüfter Ladenbetrieb ausgewiesen. Die aktuellen Klassen des Schulkreises La Verrerie–Semsales liegen in Le Crêt und Semsales.
Musterhof und veränderte Landschaft
Der Glas- und Bergwerksunternehmer Brémond richtete im frühen 19. Jahrhundert den Musterhof La Châtelaine ein. Dafür wurden Weiden erweitert und ausgebeutete Torfflächen einbezogen. Landwirtschaft und Industrie trafen damit auch ausserhalb der Fabrikgebäude aufeinander.
Der Bau der A12 in den 1970er-Jahren führte zu einer Neuordnung von Grundstücken. Seit den 1980er-Jahren gewann die Wohnnutzung an Bedeutung. Die Fusion mit Le Crêt und Progens zu La Verrerie erfolgte 2004.
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Quellen und Prüfstand
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