Hilfikon
Hilfikon in Villmergen: Schloss, besondere Schlosskapelle und bäuerliche Speicher am Lindenberg.
Aktualisiert am

In diesem Artikel
Hilfikon liegt an der alten Strasse zwischen Villmergen und Sarmenstorf am nördlichen Lindenberg. Schloss, Schlosskapelle und bäuerliche Speicher prägen den Ort, der seit 2010 zu Villmergen gehört. Seine Geschichte ist eng mit einer kleinen Adelsherrschaft verbunden.
Hilfikon auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Bremgarten |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Villmergen |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Zugehörigkeit | Seit 2010 Ortsteil von Villmergen |
| Erste Nennung | 924 «Hilfiniswilare» |
| Besondere Bauten | Schloss, Schlosskapelle und Speicher von 1773 |
Vom Wohnturm zur Schlossanlage
1290 errichteten Arnold und Markwart von Hilfikon einen Wohnturm. Später wechselten Schloss und Herrschaft zwischen mehreren Familien: unter anderem Meiss, von Seengen, zur Gilgen, Lussi, Zwyer und Tschudi. 1749 erwarb Franz Viktor Augustin von Roll den Besitz.
Die Anlage verbindet damit einen mittelalterlichen Ursprung mit späteren Umbauten. Im Zweiten Villmergerkrieg 1712 diente das Schloss dem katholischen Generalstab als Sitz. 1798 verzichtete Augustin von Roll auf die Gerichtsrechte; 1832 wurden Schloss und Güter verkauft.
Die besondere Schlosskapelle
Melchior zur Gilgen stiftete 1510 eine Burgkapelle. Franz Viktor Augustin von Roll liess sie später durch einen Neubau ersetzen. Im Chor befindet sich eine Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem. Dieses Motiv unterscheidet die Kapelle von vielen kleineren Dorfkirchen.
Schloss und Kapelle sind keine im Artikel als frei zugänglich ausgewiesenen Museumsräume. Für einen Innenbesuch braucht es eine bestätigte Zugangsmöglichkeit. Die Aussenaufnahme von 2004 zeigt die Anlage mit Turm und vorgelagertem Hang.
Speicher und alte Landstrasse
Neben der Schlossgeschichte besitzt Hilfikon eine bäuerliche Vergangenheit. Der hölzerne Speicher an der Alten Landstrasse stammt von 1773 und wird im amtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt. Seine kleine Bauform und das vorspringende Dach ergänzen den wesentlich grösseren Schlossbau.

Auch das Gasthaus zum Elefant gehört zu den historischen Gebäuden des Dorfes. Das amtliche Verzeichnis datiert es auf 1725. Der Hinweis beschreibt den Bau, ohne einen ungeprüften aktuellen Gastwirtschaftsbetrieb zu versprechen.
Vom Dorf zur gemeinsamen Gemeinde
Landwirtschaft dominierte bis ins 20. Jahrhundert, später kam Kleingewerbe hinzu. 1916 erhielt Hilfikon eine Station an der Wohlen-Meisterschwanden-Bahn. Diese Angabe gehört zur historischen Verkehrsentwicklung.
Seit 2010 bildet Hilfikon mit Villmergen eine Gemeinde. Der Gemeindeartikel Villmergen beschreibt heutige Schule, öffentliche Einrichtungen und Verkehr. Hilfikon ergänzt ihn um Schlossanlage, Kapelle und die Bauten entlang der alten Landstrasse.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.