Jeuss
Jeuss zwischen Biberen und Galmwald: alte Landschmiede, Galmgut und heutige Primarklassen im örtlichen Schulhaus.
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Jeuss liegt auf einer nach Süden offenen Schotterterrasse zwischen Biberen und Galmwald. Eine frühe Landschmiede und das Galmgut geben dem Strassendorf eigene historische Bezugspunkte. Seit 2016 gehört Jeuss zu Murten und bleibt ein Schulstandort innerhalb der Gesamtgemeinde.
Steckbrief
| Ort | Jeuss |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Murten |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · Bezirk See / District du Lac |
| Ortssprache | Deutsch |
Handwerk vor der frühen Namensnennung
Die 1334 erwähnte Schmiede gehört zu den ältesten belegten Landschmieden der Region. 1340 erscheint der Ortsname als Juentes. Er ist galloromanischen Ursprungs; seine genaue Deutung bleibt ungeklärt.
Eine Wirtschaft ist ab 1719 bezeugt, eine Käserei wurde nach 1845 eingerichtet. Die Handwerks- und Versorgungsfunktionen ergänzten die bäuerliche Nutzung, ohne einen grossen Gewerbeort entstehen zu lassen.
Ein Pachthof des Schultheissen
Das Galmgut entstand 1737–1738 als Pachthof des Schultheissen von Murten. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde es als Altersheim genutzt. Diese zeitgebundene Darstellung wird nicht als aktuelle Betriebsprüfung behandelt.
In der Reformation wechselte Jeuss von der katholischen Pfarrei Gurmels zur reformierten Kirchgemeinde Murten. Die kommunale Chronik beschreibt zudem einen Brand um 1765 und Holzzuweisungen aus dem Galmwald für den Wiederaufbau.
Schultradition bis heute
1691 baute die Gemeinde ein Schulhaus; das spätere Gebäude entstand 1907. Heute führt die Primarschule Murten am Schulhausweg 2 Klassen von 1H bis 4H.
Die Fusion mit Murten trat 2016 gemeinsam mit Courlevon, Lurtigen und Salvenach in Kraft. Das Dorf liegt abseits der seit dem 19. Jahrhundert direkter geführten regionalen Strassenachse, bleibt aber über die kommunale und schulische Organisation eingebunden.

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Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.