Mettau
Mettau: historischer Mittelpunkt des Tales mit spätbarocker Kirche St. Remigius, seit 2010 Teil von Mettauertal.
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Mettau ist ein Dorf und historischer Mittelpunkt des gleichnamigen Tales. Die Kirche St. Remigius und der frühere Dinghof des Stifts Säckingen erzählen von seiner zentralen Rolle. Seit 2010 ist Mettau einer von fünf Ortsteilen der Gemeinde Mettauertal.
Mettau auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Laufenburg |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Mettauertal |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Lage | Unterer Teil des Mettauertals am Weg zum Bürersteig |
| Zugehörigkeit | Seit 2010 Teil von Mettauertal |
| Sehenswert | Kirche St. Remigius und alter Dorfkern |
Ein Zentrum für das ganze Tal
Das HLS nennt 1254 «Mettowe», überliefert in einer Abschrift des 15. Jahrhunderts. Das Stift Säckingen besass hier einen Dinghof, der Wirtschaft, Verwaltung und Gerichtsbarkeit verband. Zu seinem Gebiet gehörten neben Mettau weitere Siedlungen des Tales.
Das Dorf liegt dort, wo sich das ansonsten schmale Tal etwas öffnet. Östlich des Zentrums vereinigen sich Mettauerbach und Etzgerbach; der Etzgerbach fliesst weiter zum Hochrhein. Die umliegenden Hänge und Hochebenen des Tafeljuras bestimmen die Landschaft und die landwirtschaftliche Nutzung.
St. Remigius
Die Kirche ist bereits 1254 bezeugt und war vermutlich eine Gründung des Stifts Säckingen. Der heutige spätbarocke Bau entstand in den 1770er-Jahren; der Turm von 1670 wurde übernommen. HLS und Gemeindeseite unterscheiden sich beim Abschlussjahr um ein Jahr. Diese Abweichung ändert nichts an der Einordnung des Neubaus in diese Bauphase.

Die Gemeindegeschichte nennt Franz Fidel Bröchin für die Fresken und Luzius Gams für die Stuckaturen. Altäre und Kanzel bestehen aus marmorisiertem Holz. Steinmaterial kam unter anderem aus Oberhofen. Die Innenaufnahme zeigt, warum die Kirche ein besonderer kultureller Bezugspunkt des Tales ist.
Gemeindetrennungen und Dorfbrand
Nach dem Anschluss an den Aargau 1803 trennten sich die umliegenden Dörfer schrittweise politisch von Mettau. Wil machte den Anfang; Oberhofen und Etzgen folgten in den 1830er-Jahren. 1827 zerstörte ein Brand einen grossen Teil des Dorfes. Die heutige Ortsgeschichte umfasst deshalb nicht nur die Kirche, sondern auch den Wiederaufbau des Siedlungskerns.
Bis nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Mettau stark landwirtschaftlich geprägt. Später entwickelte es sich vermehrt zum Wohnort mit auswärtigen Arbeitsplätzen. Der Zusammenschluss von 2010 verband die fünf früheren Gemeinden wieder in einem gemeinsamen politischen Rahmen.
Das Dorf in Mettauertal
Die heutige Schule Mettauertal führt die Standorte Etzgen und Wil. Betreuung und Oberstufe sind ebenfalls gemeindeübergreifend organisiert. Das Dorf Mettau und die politische Gemeinde Mettauertal sind daher klar zu unterscheiden. Der Gemeindeartikel beschreibt deren heutige Einrichtungen; Mettau ergänzt ihn um den historischen Kirchen- und Verwaltungsort.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.