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Montagny-la-Ville

Montagny-la-Ville: barocke Landsitze von Charles de Castella, Kapelle Saint-Pierre und heutiger Verwaltungssitz der Gemeinde Montagny FR.

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Historische Luftaufnahme von Montagny-la-Ville mit Häusern, Gärten und Feldern
Historische Luftaufnahme von Montagny-la-Ville am 6. August 1964. ETH-Bibliothek, Bildarchiv, LBS_H1-025286; DOI: 10.3932/ethz-a-000366494. Foto: Werner Friedli / ETH-Bibliothek, Bildarchiv · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Montagny-la-Ville fällt durch seine herrschaftlichen Häuser und gestalteten Höfe auf. Mehrere Bauten sind mit Charles de Castella verbunden, einem bedeutenden Freiburger Architekten des 18. Jahrhunderts. Der Ort ist heute Sitz der Verwaltung von Montagny FR. Das Titelbild zeigt das Dorf in einer historischen Luftaufnahme von 1964.

Steckbrief

OrtMontagny-la-Ville
Heutige GemeindeMontagny (FR)
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Broye
OrtsspracheFranzösisch

Landsitze entlang der Dorfstrasse

Das Manoir Zimmermann trägt die Jahreszahl 1585. Charles de Castella veränderte es 1768 und 1808; zum Ensemble gehören Wohnhaus, landwirtschaftliche Bauten und die gegenüberliegende Kapelle Saint-Pierre von 1608. Das Manoir von der Weid auf der anderen Strassenseite entstand um 1760 ebenfalls nach Plänen de Castellas.

Ein weiteres Haus baute er um 1769 für den Gerichtsschreiber Pierre-Joseph Bielmann. Um 1788 folgte das spätere Domaine Castella am westlichen Dorfende. Die Nähe dieser Häuser macht den Ort zu einem besonderen Schauplatz der Freiburger Baugeschichte.

Ein redaktioneller Vorschlag ist ein Spaziergang entlang der öffentlichen Dorfstrasse. Portale, Mauern, Vorplätze und Bäume gehören zum Erscheinungsbild der Anlagen. Die privaten Wohnhäuser sind nicht als frei zugängliche Museen ausgewiesen.

Y-förmige Anlage über dem Arbogne-Tal

Das alte Strassendorf liegt am nördlichen Hang des eingeschnittenen Arbogne-Tals. Seine Strassen verzweigen sich Y-förmig. Im historischen Kern stehen die barocken Häuser dichter beieinander; weiter oben kommen Höfe und jüngere Wohnbauten hinzu.

Das kantonale Ortsbildinventar stuft Montagny-la-Ville als Ort von regionaler Bedeutung ein. Die Aufnahme von 1964 zeigt den damaligen Zusammenhang von Häusern, Obstgärten und Landwirtschaft. Sie bildet die späteren Wohnüberbauungen nicht ab.

Montenach-Stadt und die Institution Les Fauvettes

Die ältere deutsche Bezeichnung lautet Montenach-Stadt. Archäologisch sind unter anderem Reste einer römischen Wasserleitung nachgewiesen. Der Ort gehörte zur Herrschaft und späteren Vogtei Montagny; die eigene politische Gemeinde vereinigte sich 2000 mit Montagny-les-Monts.

Auf dem früheren Domaine Castella entstand 1903 das Mädchenwaisenhaus Les Fauvettes, 1905 kam eine Haushaltungsschule hinzu. Spätere Nutzungen führten vom Pensionat zu einer Pflegeeinrichtung. Diese Sozialgeschichte ergänzt die Entstehung der Anlage als herrschaftlicher Landsitz.

Gemeindeverwaltung und Schule

Die Gemeindeverwaltung von Montagny befindet sich an der Rue Centrale 56. Das Schulhaus liegt an der Rue Centrale 23. Im Schuljahr 2026/27 werden dort Klassen der 3H, 5H und 7H unterrichtet.

Die Schulunterlagen der Gemeinde enthalten die genaue Verteilung auf die vier Dorfstandorte und die Transportinformationen. Die gemeinsame schulergänzende Betreuung liegt in Cousset.

Karte

© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karte vergrössern

Weitere Orte und Hintergründe: Montagny (FR) · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.