Neirivue
Neirivue: Dorf an der gleichnamigen Quelle, Wiederaufbau nach dem Brand von 1904 und heutiger Schulstandort von Haut-Intyamon.
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Neirivue trägt den Namen des Bachs, der nahe beim Dorf entspringt. Die Kirche und der Gemeindesaal stehen vor den bewaldeten Hängen am linken Saaneufer. Zur älteren Geschichte der Holzverarbeitung und zum Wiederaufbau nach dem Brand von 1904 kommt eine neue Rolle: Seit Januar 2025 ist Neirivue der Schulstandort der Gemeinde Haut-Intyamon.
Steckbrief
| Ort | Neirivue |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Haut-Intyamon |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Gruyère |
| Ortssprache | Französisch |
| Lage | Linkes Saaneufer zwischen Albeuve und Villars-sous-Mont |
| Gemeindezugehörigkeit | Haut-Intyamon seit 1. Januar 2002 |
Der Name des schwarzen Wassers
Das Historische Lexikon belegt 1277 die lateinische Form «Nigra aqua». Dazu passt der ältere deutsche Name Schwarzwasser. Die heutige Gemeinde führt den Namen auf den Bach Neirivue zurück, der wenige hundert Meter vom Dorf entfernt aus einer Quelle tritt.
Wasser gehört damit zur Identität des Orts. Die Talposition erleichterte zugleich die Verbindung zu den Nachbardörfern und später zur Bahn. Neirivue liegt zwischen Villars-sous-Mont und Albeuve; die Saane bildet die gemeinsame landschaftliche Achse des Intyamon.
Brände und Wiederaufbau
Dreimal wurde Neirivue durch grosse Brände verwüstet: 1791, 1812 und 1904. Den letzten Brand datiert die Gemeinde auf den 19. Juli 1904. Er zerstörte nahezu das ganze Dorf und erklärt, weshalb die heutige Bausubstanz trotz der älteren Siedlungsgeschichte vielfach jünger ist.
Die Pfarrei wurde 1609 selbständig. Die Kirche Saint-François-d’Assise entstand 1609–1614 und wurde nach dem Brand von 1904 wieder aufgebaut. Ausserhalb des Dorfkerns gehört die Kapelle Notre-Dame-de-l’Evi zur regionalen Wallfahrtstradition. Sie ersetzte 1863 ein älteres Oratorium und wurde 2001 neu aufgebaut. Eine aktuelle, allgemeine Zugangsregel zum Innenraum wird hier nicht vorausgesetzt.

Holz, Möbel und Landwirtschaft
Viehzucht war lange ein wichtiger Erwerbszweig. Im 19. Jahrhundert kamen Strohflechterei, Holzverarbeitung und der Abbau von Sandstein hinzu. Das Historische Lexikon dokumentiert für das 20. Jahrhundert eine ausgeprägte Möbelindustrie und seit 1981 eine Fischzucht. Die Angaben zeigen den wirtschaftlichen Wandel; sie dienen nicht als heutiges Firmenverzeichnis.
1555 gelangte Neirivue mit dem Ende der Grafschaft Greyerz unter Freiburger Herrschaft. Am 1. Januar 2002 schloss sich die politische Gemeinde mit Albeuve, Lessoc und Montbovon zu Haut-Intyamon zusammen. Der Dorfname blieb erhalten.
Die Schule von 2025
Der neue Schulkomplex in Neirivue nahm im Januar 2025 den Betrieb auf. Die Gemeinde beschreibt zwei Bauten aus lokalem Holz nahe der Turnhalle, umgeben von mehreren Spielbereichen. Die schulergänzende Betreuung liegt ebenfalls in den neuen Schulräumen; sie verfügt über Bereiche zum Essen, Spielen und Ausruhen.
Für Kinder aus den übrigen Dörfern ist die Bahn Teil des Schulwegs. Begleitpersonen fahren mit den Jüngeren im Zug und führen die Gruppe von der Station zur Schule. Neirivue bündelt damit eine Alltagsfunktion für die ganze Gemeinde. Der Schulbereich der Gemeinde und die Betreuungsseite enthalten die gültigen Regeln und Anmeldeinformationen.
Neirivue mit der Bahn erreichen
Die Station liegt an der Strecke Bulle–Montbovon, die das Dorf seit 1903 erschliesst. Für heutige Fahrten ist der amtliche Streckenfahrplan der richtige Einstieg. Ein redaktioneller Vorschlag ist ein kurzer Gang vom Bahnhof ins Dorfzentrum zur Kirche; für weitere Wege in Richtung der Kapelle oder in die Hänge sollte eine aktuelle Wanderkarte herangezogen werden.
Karte
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Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.