Regionen

Oberhofen

Oberhofen im Mettauertal: Strassendorf mit Rodungs-, Gips- und Sandsteingeschichte, seit 2010 Teil von Mettauertal.

Aktualisiert am

Oberhofen ist ein Strassendorf im Mettauertal zwischen Mettau und dem oberen Tal. Seit 2010 gehört es zur Gemeinde Mettauertal. Die Geschichte führt von einzelnen Rodungshöfen über Gips- und Sandsteinabbau zum heutigen Wohnort.

Oberhofen auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Laufenburg
Heutige GemeindeMettauertal
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
ZugehörigkeitSeit 2010 Teil von Mettauertal
LageTal des Mettauerbachs im Tafeljura
Historischer Name1705 «Oberhoffen»

Aus Höfen wurde ein Dorf

Die Ortsdarstellung der Gemeinde beschreibt Oberhofen zunächst als Gruppe einzelner Höfe auf gerodetem Land. Erst um 1800 verdichtete sich die Siedlung zum eigentlichen Dorf. Das HLS ordnet den Ort als wahrscheinliche Ausbausiedlung des säckingischen Dinghofs Mettau ein. Seine Geschichte hängt daher eng mit dem benachbarten Verwaltungs- und Kirchenort zusammen.

Das Dorf liegt an der Verbindung von Brugg nach Etzgen. Der Mettauerbach fliesst nordwärts und vereinigt sich nahe Mettau mit dem Etzgerbach. Östlich und westlich des Talbodens steigen die Hänge zu den Hochflächen des Tafeljuras an. Die frühere Gemeindefläche reichte deutlich über das eigentliche Strassendorf hinaus.

Die politische Selbstständigkeit

Oberhofen gehörte zunächst zur Talgemeinde Mettau. Mit dem Fricktal kam es 1803 zum Aargau. Bei der späteren Abtrennung nennen die Quellen 1832 und 1833: Die Gemeindechronik beschreibt die Loslösung 1832, das HLS die selbstständige Gemeinde 1833. Die Entstehung des eigenen Gemeinwesens wird hier deshalb als Vorgang der frühen 1830er-Jahre behandelt.

2010 endete diese Eigenständigkeit mit dem Zusammenschluss zu Mettauertal. Kirchlich blieb Oberhofen mit Mettau verbunden; die politische Trennung hatte keine gleichzeitige neue Pfarrei zur Folge.

Stein, Gips und Landwirtschaft

Zwischen 1880 und 1903 wurde Gips als Düngemittel gewonnen. Ein Sandsteinsägewerk ergänzte die Erwerbsmöglichkeiten. Die Werkzeuge im früheren Gemeindewappen erinnern an diese Rohstoffgeschichte: Spitzhacke und Handfäustel beziehen sich auf den Abbau und die Bearbeitung von Stein.

Auch der Neubau der Kirche St. Remigius in Mettau verwendete nach der dortigen Ortsdarstellung Material aus einem Oberhofer Steinbruch. Der lokale Rohstoff war damit in einem Bauwerk des Nachbardorfes sichtbar. Landwirtschaft blieb zugleich eine wichtige Grundlage des Dorfes.

Wohnort im gemeinsamen Tal

Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Oberhofen vermehrt zum Wohnort mit auswärtigen Arbeitsplätzen. Die gemeinsame Schule Mettauertal betreibt heute die Standorte Etzgen und Wil; die Oberstufe gehört zur Kreisschule Regio Laufenburg. Kommunale Dienstleistungen liegen bei der Gemeinde Mettauertal.

Der Gemeindeartikel ergänzt diese Ortsgeschichte um die heutige Organisation und die weiteren vier Dörfer. Die Karte markiert Oberhofen im Aargau und vermeidet eine Verwechslung mit gleichnamigen Orten am Thunersee oder ausserhalb der Schweiz.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.