Plateau de Diesse
Plateau de Diesse im Berner Jura: drei Dörfer auf dem Tessenberg, Saint-Michel, vinifuni und die Bronzehand von Prêles. Mit Schulen und Orientierung.
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In diesem Artikel
Diesse, Lamboing und Prêles bilden seit 2014 die Gemeinde Plateau de Diesse. Ihre Dorfkerne liegen auf dem Tessenberg oberhalb des Bielersees. Die Kirche Saint-Michel, die Standseilbahn nach Prêles und die aussergewöhnliche Bronzehand verbinden mittelalterliche Geschichte, heutigen Alltag und Archäologie in einer Gemeinde mit drei örtlichen Identitäten.
Plateau de Diesse im Überblick
| Kanton | Bern (BE) |
|---|---|
| Verwaltungskreis | Berner Jura |
| BFS-Nummer | 726 |
| Einwohner | 2251 (ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2025) |
| Fläche | 25,55 km² (Gebietsstand 1. Januar 2026) |
| Gemeinde | Offizieller Gemeindeauftritt |
Drei Dörfer und eine gemeinsame Verwaltung
Am 9. Juni 2013 stimmten die Einwohnerinnen und Einwohner der drei Gemeinden der Fusion zu. Seit dem 1. Januar 2014 besteht die gemischte Gemeinde Plateau de Diesse. Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der La Chaîne 2 in Prêles. Diesse, Lamboing und Prêles bleiben wichtige Orts- und Adressnamen.
Das geografische Plateau de Diesse ist weiter zu verstehen als die heutige politische Gemeinde. Auch Nods liegt auf dem Tessenberg, gehört aber nicht zur Fusion. Die Karte unten markiert Prêles, einen der drei Dorfstandorte, und keinen einzigen gemeinsamen Ortskern.
Diesse und die Kirche Saint-Michel
Diesse war Hauptort der früheren Mairie Tessenberg. Der Name ist 1178 belegt; der frühere deutsche Name lautet Tess. Die romanische Kirche Saint-Michel wird seit 1185 erwähnt. Ihre Pfarrei verbindet Diesse mit Lamboing und Prêles und trat im 16. Jahrhundert zur Reformation über.

Das frühere Bauerndorf entwickelte sich seit den 1980er-Jahren auch zum Wohnort für Menschen, die in Biel, La Neuveville und der Umgebung arbeiten. Der Dorfkern und die angrenzenden Felder bleiben im Landschaftsbild gut erkennbar. Im Battoir von Diesse treffen Schulnutzung und örtliches Gemeinschaftsleben aufeinander.
Lamboing am Fuss der Jurahöhen
Der Name Lamboens ist für 1235 belegt. Einen älteren Beleg von 1179 stuft das Historische Lexikon als Fälschung ein. Der frühere deutsche Ortsname lautet Lamlingen. Die mittelalterliche Adelsfamilie und spätere Herrschaftswechsel gehören zur Geschichte dieses Dorfs, das nach der französischen Verwaltungszeit 1815 bernisch wurde.

Der Blick von Prêles auf Lamboing macht die Offenheit des Plateaus anschaulich: Felder liegen zwischen den Dörfern, dahinter steigen die bewaldeten Höhen an. Diese räumliche Verteilung erklärt, weshalb Schulwege, Vereine und Dienstleistungen auch nach der Fusion mehrere Standorte verbinden.
Zum früheren Gemeindegebiet von Lamboing gehörten auch Les Moulins, Derrière-la-Chaux und Les Prés de Macolin Derrière. Mühlen und später eine Uhrmacherwerkstatt ergänzten die Landwirtschaft. Die Werkstatt wurde 1926 von Ebauches SA übernommen und 1981 geschlossen; sie gehört zur Industriegeschichte und wird nicht als heutiger Betrieb beschrieben.
Prêles und die Verbindung zum Bielersee
Prêles, früher auf Deutsch Prägelz, liegt am Rand des Plateaus. Von Ligerz führt die Standseilbahn «vinifuni» hinauf. Sie verbindet das Seeufer mit dem Dorf und ist sowohl für den Alltag als auch für Ausflüge wichtig. Aare Seeland mobil beschreibt die umfassende Revision von 2025, einschliesslich der Anpassungen an der Bergstation.
Redaktioneller Vorschlag: Eine Fahrt mit dem vinifuni mit einem Rundgang in Prêles verbinden und anschliessend einen weiteren Dorfkern auf dem Plateau auswählen. Für eine längere Verbindung gelten der aktuelle Fahrplan und die ausgeschilderten Wanderwege. Fahrten und Busanschlüsse stehen im SBB-Fahrplan.
Die Bronzehand von Prêles: Fund und Ausstellung unterscheiden
2017 wurde bei Prêles eine bronzezeitliche Hand mit goldenem Manschettenbesatz entdeckt. Der kantonale Archäologische Dienst ordnet sie einer Bestattung um 1400 vor Christus zu. Ihre damalige Funktion ist nicht abschliessend geklärt; Deutungen als Bestandteil einer Statue oder eines anderen Gegenstands bleiben Hypothesen.
Seit 2023 stellt die Schule Les Joncs hochwertige Kopien der Hand und weiterer Grabbeigaben aus. Das Kantonsamt für Kultur erklärt, dass das empfindliche Original nicht dauerhaft im Schulhaus gezeigt werden kann. Wer die Vitrine besuchen möchte, klärt den Zugang über die Gemeinde; ein Schulgebäude hat keine allgemeinen Museumsöffnungszeiten.
Les Joncs und Schulen auf dem Plateau
Kindergarten und Primarstufe sind in der Communauté scolaire du Plateau de Diesse organisiert. Das neue Schulgebäude Les Joncs steht in Prêles. Weitere Klassen besuchen den Battoir in Diesse und den Standort Nods. Für die Sekundarstufe I nennt die Gemeinde das Collège du District in La Neuveville.
Vereine, Sportangebote und kommunale Räume verbinden die drei Dörfer ausserhalb der Schulzeit. Der Gemeindeauftritt veröffentlicht Veranstaltungen, darunter die Foire de Diesse, sowie Bau- und Verkehrsmitteilungen. Die Geschichte der Fusion wird dort mit Abstimmungsergebnissen und Vertragsunterlagen dokumentiert.
Für die regionale Orientierung ergänzen die bereits beschriebenen Gemeinden Orvin und Erlach den Blick auf Jura und Bielersee. Weitere Artikel stehen in der Übersicht Bern.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte ansehen.
Quellen und weiterführende Informationen
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Bevölkerungsangabe: BFS STATPOP, 31. Dezember 2025. Fotos mit Aufnahmedatum, Urheber und Lizenz.
- BFS STATPOP: ständige Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2025
- BFS: Gemeindefläche mit Gebietsstand 1. Januar 2026
- Gemeinde: Fusion von Diesse, Lamboing und Prêles
- Schule und zuständige Bildungsstellen
- HLS: Diesse und Saint-Michel
- Kanton Bern: Ausstellungskopien der Bronzehand
- Aare Seeland mobil: Standseilbahn Ligerz–Prêles
- HLS: Lamboing, Ortsteile und Industriegeschichte