Regionen

Rossens

Rossens FR: Staumauer des Greyerzersees, Verbindung zum Kraftwerk Hauterive und Dorf mit Schul- und Bibliotheksstandort in Gibloux.

Aktualisiert am

Gebogene Staumauer von Rossens mit Kronenstrasse und Greyerzersee
Die Staumauer von Rossens vom westlichen Ufer aus, 12. April 2024. Foto: Christian David · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Rossens ist eng mit dem Greyerzersee verbunden. Die 1948 eingeweihte Staumauer verwandelte den Flussraum und gehört bis heute zur regionalen Stromversorgung. Hinter dem bekannten Bauwerk steht ein Dorf mit Schulen und Bibliothek, das seit 2016 zur Gemeinde Gibloux gehört. Gemeint ist Rossens im Kanton Freiburg, nicht der gleichnamige Ort im Waadtland.

Steckbrief

OrtRossens
Heutige GemeindeGibloux
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Sarine
OrtsspracheFranzösisch

Wasser für Hauterive

Die Staumauer hält den Greyerzersee zurück. Groupe E beschreibt sie als Bogenstaumauer; die Bauform wurde auch mit Blick auf den Molasseuntergrund gewählt. Über einen unterirdischen Stollen gelangt das Wasser zum Kraftwerk Hauterive.

Der Greyerzersee ist damit ein Speicher für die Stromproduktion und zugleich Teil der Regulierung der Saane. Sein Wasserstand schwankt im Jahresverlauf. Die Landschaft am Ufer ist nicht unabhängig vom Betrieb des Kraftwerks zu verstehen.

Besichtigung und Wasserstand

Groupe E ermöglicht geführte Besichtigungen der Anlage. Verfügbare Termine und Anfragen laufen über Electrobroc. Eine Führung ist ein eigenes Angebot; sie wird nicht mit einer freien Rundwanderung gleichgesetzt.

Für Arbeiten an den Sicherheitsschiebern von Hauterive kündigt der Betreiber Absenkungen des Sees in den Herbstperioden 2026 und 2027 an. Im Oktober und November hängen Arbeiten und Wiederanstieg von den natürlichen Zuflüssen ab. Einzelne See- und Hafenzugänge können trockenfallen. Vor einem Ausflug sind deshalb der aktuelle Projektstand und örtliche Hinweise zu beachten.

Rossin und die Verbindung zu Illens

Die Gemeinde nennt Rossin als Namensform des 12. Jahrhunderts. Rossens lag im Hinterland der Burgherren von Illens. Das einstige Burggehöft Illens wurde 1972 eingemeindet; seit 2016 gehören beide Orte zu Gibloux.

Die Burgruine Illens ist ein eigenständiges Ausflugsziel. Ihre Esplanade kann zu Fuss besucht werden, die Innenräume dagegen nur unter den Bedingungen des Burgvereins. Eine Kombination von Dorf, Staumauer und Illens ist ein redaktioneller Vorschlag, keine festgelegte Rundroute.

Schule, Betreuung und Bibliothek

Rossens bildet mit Corpataux-Magnedens die Schuleinheit CMR. Der Schulführer 2026/27 nennt den Standort an der Route d’Illens und weist auf laufende Renovationsarbeiten mit geplanter Nutzung der sanierten Schule zur rentrée 2027 hin. Aktuelle Klassenräume und Wege sind deshalb den Mitteilungen der Schule zu entnehmen.

Auch eine Zweigstelle der Regionalbibliothek und ausserschulische Betreuung befinden sich in Rossens. Am Mittwoch werden Mittagessen und Nachmittagsbetreuung gemeindeweit in Farvagny gebündelt. Für die Anreise stehen die Regionalbusse im Raum Freiburg–Farvagny–Bulle zur Verfügung; Dorf, Schule und Staumauer sind dabei unterschiedliche Ziele.

Karte

© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karte vergrössern

Weitere Orte und Hintergründe: Gibloux · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.