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Sulz

Sulz im Fricktal: ehemalige Talgemeinde mit Obersulz, Mittelsulz, Bütz und weiteren Weilern; seit 2010 Teil von Laufenburg.

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Weisse Kapelle mit Dachreiter in der Landschaft von Leidikon
Nikolauskapelle im Sulzer Weiler Leidikon, Aufnahme vom September 2017. Foto: PantaRhei · CC BY-SA 4.0.

Sulz bezeichnet eine ehemalige Talgemeinde im Fricktal, die seit 2010 zu Laufenburg gehört. Ihre Siedlung verteilt sich auf mehrere Dorfteile und Weiler. Pfarrkirche, alte Gewerbe und die Nikolauskapelle in Leidikon geben dem Sulztal einen eigenen historischen Charakter.

Sulz auf einen Blick

Kanton / BezirkAargau / Laufenburg
Heutige GemeindeLaufenburg
StatusOrtschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde
ZugehörigkeitSeit 2010 Teil von Laufenburg
DorfteileObersulz, Mittelsulz und Bütz
Weitere SiedlungenSulzerberg, Leidikon und Rheinsulz

Eine Gemeinde aus mehreren Siedlungen

Das HLS nennt 1260 «Sulze». Anders als ein einzelnes geschlossenes Dorf bestand die frühere politische Gemeinde aus mehreren Siedlungskernen. Obersulz, Mittelsulz und Bütz gehören ebenso zu diesem Zusammenhang wie Sulzerberg, Leidikon und Rheinsulz. Der Name Sulz wird deshalb sinnvoll als Bezeichnung des gesamten früheren Gemeindegebiets verstanden.

Das Tal gehörte zur Grundherrschaft des Stifts Säckingen, das hier einen Dinghof besass. Bis 1797 lag Sulz innerhalb der habsburgisch-österreichischen Herrschaft Laufenburg. 1803 wurde es Teil des neuen Kantons Aargau. Der Zusammenschluss von 2010 verband das Tal politisch mit der Stadt am Rhein.

Kirchen und Kapellen im Sulztal

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul steht erhöht über dem Dorf. Der Kirchenbau des 19. Jahrhunderts ist ein wichtiger Orientierungspunkt. Die historischen Quellen nennen für den Neubau unterschiedliche Jahresangaben um 1870; eine einzelne Jahreszahl wird hier deshalb nicht als abschliessende Datierung verwendet.

In Leidikon steht die Nikolauskapelle. Müllermeister Bernhard Stäublin stiftete den heutigen Bau 1753. Seine Familie war seit 1535 im Besitz des Erblehens der dortigen Mühle. Nikolaus von Myra ist der Patron der Müller; das Patrozinium passt somit zur Geschichte des Stifterhauses.

Altar mit Figuren und farbigen Säulen in der Nikolauskapelle
Altar der Nikolauskapelle in Leidikon, Aufnahme vom Januar 2025. Foto: Arkelin · CC BY 4.0.

Die Kapelle besitzt einen reich ausgestatteten Innenraum. Die Stadtgeschichte nennt spätere Arbeiten an Stuckaturen und Altarretabel in den 1830er-Jahren. In Rheinsulz steht ausserdem die frühere Pfarrkirche St. Margareta, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht.

Landwirtschaft und handwerkliche Arbeit

Gips-, Lehm- und etwas Salzabbau ergänzten die Landwirtschaft. Textile Heimarbeit und Strohflechterei boten ebenfalls Verdienst. Besonders lange hielt sich die Nagelschmiede: Bis ins 20. Jahrhundert wurden im Tal Nägel hergestellt, zuletzt vor allem Schuhnägel. Nach 1850 wanderten zahlreiche Menschen in die Vereinigten Staaten aus.

Heute Teil von Laufenburg

Die Stadt führt eine eigene Primarschule Sulz neben der Primarschule Laufenburg auf. Die Oberstufe gehört zur Kreisschule Regio Laufenburg. Das Tal behält somit örtliche Bezugspunkte innerhalb der gemeinsamen Gemeinde. Der Gemeindeartikel Laufenburg erläutert die Stadt und die heutige Verwaltung; Sulz ergänzt ihn um die Siedlungen und Landschaft des Seitentals.

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen. Beim Anzeigen wird die Karte von OpenStreetMap geladen.

Quellen und Orientierung

Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.