Torny-le-Petit
Torny-le-Petit, auch Torny-Pittet: Kirche Saint-Martin mit Glasfenstern von Claude Sandoz, alte Pfarrei und Bauernhäuser über der Broyeebene.
Aktualisiert am
In diesem Artikel
Torny-le-Petit liegt mit seiner Kirche auf einem Rücken über der Broyeebene. Im ländlichen Ort überrascht Saint-Martin mit farbintensiven Glasfenstern von Claude Sandoz. Der auch Torny-Pittet genannte Weiler gehört zur Gemeinde Torny.
Steckbrief
| Ort | Torny-le-Petit |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Torny |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Glâne |
| Ortssprache | Französisch |
Saint-Martin in den Farben von Claude Sandoz
Die acht Glasfenster der Kirche erzählen aus dem Leben des heiligen Martin. Claude Sandoz schuf die ersten Fenster 1989. Der Künstler verband die christlichen Motive mit einer Bildsprache, die auch von asiatischer Kunst und indischen Miniaturen beeinflusst ist.
Zu den Szenen gehört die Teilung des Mantels mit einem Bettler. Andere Bilder greifen die Legenda aurea auf, eine mittelalterliche Sammlung von Heiligenlegenden. Ein Bär als Träger von Martins Gepäck gehört zu dieser religiösen Erzählwelt.
Die regionale Tourismusorganisation beschreibt die Fenster ausführlich und nennt den Chemin du Rialet als Standort. Für konkrete Besuchsmöglichkeiten ist ihre Seite zur Kirche Saint-Martin die passende Anlaufstelle.
Eine Kirche für mehrere Dörfer
Die Ursprünge der Kirche reichen nach dem HLS ins 9. oder 10. Jahrhundert zurück. Später umfasste die Pfarrei neben Torny-le-Petit auch Torny-le-Grand, Middes, Châtonnaye, Villarimboud und Trey. Mehrere dieser Orte lösten sich schrittweise aus dem Verband.
Die heutige Kirche geht auf Umbauten und Neubauten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts zurück. Am 13. Juli 1823 wurde der neue Bau geweiht. Die Jahreszahl 1228, die in der Pfarrbeschreibung erscheint, ist ein früher Kirchenbeleg und kein Baujahr des heutigen Gebäudes.
Bauernhäuser auf dem Höhenrücken
Andereggs Bauernhausinventar beschreibt Torny-le-Petit als Strassenweiler auf einem Höhenrücken. Es dokumentiert unter anderem ein Bauernhaus von 1806 mit verzierten Fensterpfosten und ein Haus von 1849/1850 mit zeitgleichen Holz- und Steinfassaden sowie bemaltem Giebel.
Diese Beobachtungen stammen aus der Forschung der 1980er-Jahre. Sie helfen, die Bautradition des Orts zu verstehen; die Höfe sind keine ausgewiesenen öffentlichen Ausstellungsräume.
Torny-Pittet, Middes und Torny
Die Namen Torny-Pittet und Torny-le-Petit bezeichnen denselben Ort. 1848 wurde der Weiler mit Middes vereinigt. Seit dessen Zusammenschluss mit Torny-le-Grand im Jahr 2004 gehört er zur heutigen Gemeinde Torny.
Für Familien gilt der Schulkreis Châtonnaye–Torny. Dessen schulergänzende Betreuung befindet sich in der Schule Torny-le-Grand am Pré-d’Avau 1.
Karte
© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karte vergrössern
Weitere Orte und Hintergründe: Torny · Kanton Freiburg.
Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.