Villarimboud
Villarimboud in Villaz: auffällige Kirche mit westwärts gerichtetem Chor, Kunst von Albert Chavaz und Hofgruppen zwischen Glâne und Broye.
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Die Kirche von Villarimboud ist über den bewirtschafteten Hängen weithin sichtbar. Im Innern fällt die ungewöhnliche Orientierung auf: Der Eingang liegt im Osten, der Chor im Westen. Das Dorf auf dem Rücken zwischen Glânetal und Broyeplateau gehört seit 2020 zur Gemeinde Villaz.
Steckbrief
| Ort | Villarimboud |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Villaz |
| Kanton und Bezirk | Freiburg · District de la Glâne |
| Ortssprache | Französisch |
Notre-Dame de l’Assomption mit umgekehrter Ausrichtung
Die heutige Kirche entstand von 1841 bis 1844 und wurde am 1. September 1844 Mariä Himmelfahrt geweiht. Der heilige Theodul blieb als zweiter Patron erhalten. Gegenüber der häufigen Ausrichtung eines Chors nach Osten ist der Bau hier umgekehrt angeordnet.
Zur Ausstattung gehören Seitenaltarbilder von Joseph Damien Kappeler aus dem Jahr 1843, Glasfenster von K. Wehrli und eine Marienfigur des 18. Jahrhunderts am Hauptaltar.
Chavaz an der Decke, Scheuber im Kirchenschiff
Albert Chavaz malte 1944 die Krönung und die Himmelfahrt Mariens an die Decke. Seine Bilder ergänzen die Ausstattung des älteren Kirchenbaus.
1990 wurde ein vollständig in Holz geschnitzter Kreuzweg von Christophe Scheuber aus Kerns aufgestellt. Die Pfarrei dokumentiert zudem Restaurierungen von 1946, 1984 sowie mehrere Arbeiten zwischen 2010 und 2020.
Die Kirche ist damit ein guter Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit verschiedenen Ausdrucksformen sakraler Kunst in der Glâne. Konkrete Gottesdienst- und Besuchsangaben bietet die Pfarrei Villaz.
Ein Dorf auf dem Rücken und Höfe ringsum
Die Bauernhausforschung beschreibt einen kreuzförmigen Dorfgrundriss, dessen eines Ende die Kirche markiert. Kleinere, locker gereihte Hofgruppen liegen unter anderem bei Le Prinnex, La Folliat und Le Bon; Macconnens ist durch grössere Einzelhöfe geprägt.
Ein Speicher von 1722 gehört zu den im historischen Inventar erfassten Bauten. Die Landschaft erschliesst sich durch das Zusammenspiel des erhöhten Kirchdorfs und der umliegenden Hofgruppen.
Vom Brand von 1448 zur Gemeinde Villaz
1142 erscheint der Name Vilarrimolth. Im Mittelalter bestanden mehrere Mitherrschaften. 1448 wurde der Ort von den Freiburgern niedergebrannt. Eine Schule ist seit 1768 belegt; während des Zweiten Weltkriegs wurde im Gebiet Torf gewonnen.
1973 kam Macconnens zur Gemeinde Villarimboud. 2005 folgte der Zusammenschluss mit Lussy zu La Folliaz und 2020 die Bildung von Villaz.
Die Schulorganisation 2026/27 führt für Villarimboud einen Schultransport zu den Standorten Villaz-Saint-Pierre und Lussy auf. Die heutige Gemeinde ist die Anlaufstelle für Schule, Betreuung und Verwaltung.
Karte
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Quellen und Prüfstand
Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.